Wie die Kacheln an einem Ofen

„Dankeabend“ der Pfarrgemeinde St. Jakobus Schutterwald

Hanspeter Schwenninger
Lesezeit 3 Minuten
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15. Januar 2020

Der „Dankeabend“ der Pfarrgemeinde St. Jakobus im Martinskeller. ©Hanspeter Schwenninger

Rund 150 Ehrenamtlichen ist in einem Gottesdienst von Pfarrer Emerich Sumser Dank für ihre Arbeit ausgesprochen worden. Anschließend hat die Pfarrgemeinde St. Jakobus Schutterwald zum „Dankeabend“ geladen. 

Beim „Dankeabend“ hat die Pfarrgemeinde St. Jakobus Schutterwald zurück und in die Zukunft geblickt. Los ging es mit einem  Gottesdienst, der vom Kirchenchor Schutterwald/Dundenheim unter der Leitung von Josef Bürkle festlich gestaltet und musikalisch von Peter Panizzi an der Orgel und Martin Junker mit der Trompete umrahmt wurde. Pfarrer Emerich Sumser sprach fast 150 ehrenamtlichen Mitarbeitern Dank und Anerkennung aus. 

In der Predigt verdeutlichte Sumser, dass jeder mit seinen Begabungen ein von Gott Beschenkter sei. Daraus entwickle sich eine Dynamik: Jeder, der sich als Beschenkter erlebt, möchte auch andere beschenken. Nach dem Schlusslied wurden die Gottesdienstbesucher zum Dankeabend in den Martinskeller eingeladen.

Unter der Moderation von Gemeindereferent Panizzi fand dort ein fröhlicher Abend statt. Die Sprecherin des Gemeindeteams, Dagmar Jansen, freute sich über die vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die der Einladung gefolgt waren. Jansen hat in einem von ihr gestalteten Gleichnis von der einen Kachel und den vielen Kacheln die Arbeit einer aktiven Pfarrgemeinde erklärt. So, wie es für einen wärmenden Ofen vieler Kacheln bedarf, damit die Glut von innen, in wärmenden Strahlen nach außen weitergeleitet werden kann, so ist es mit dem Engagement vieler Menschen, die sich als Beschenkte erfahren und diese Erfahrung weiter geben wollen. 

In diesem Sinne wurden die Hauptamtlichen im Pastoralteam, die Sekretärinnen, die Kindergartenleiterinnen, die Pfarrgemeinderäte, die Mitglieder des Gemeindeteams, der Kirchenchor und mehr als 30 Gruppierungen, die sich in der Pfarrgemeinde engagieren, willkommen geheißen.

Dagmar Jansen, Susanne Schneider und Peter Panizzi erinnerten an Großereignisse des vergangenen Jahres: Die Pastoralkonzeption für die Seelsorgeeinheit wurde erarbeitet und nach dem Startschuss im Herbst in drei Schwerpunkten umgesetzt: An die Welt denken und die Schöpfung bewahren, Kinder- und Jugendarbeit und eine offene, gastfreundliche Kirche. 

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Einige Frauen sind bei der Aktion „Maria 2.0“ aktiv und schaffen ein Netzwerk, um sich für die Rechte der Frauen in der Kirche einzusetzen.

Pfarrer Sumser nannte in einem kurzen Ausblick auch die Vorhaben für 2020: Die Gemeinde will den Kindergarten samt Begegnungsräume im Untergeschoss kaufen. Nun liegt der Ball bei der Kirche: Genehmigt das Ordinariat den Neubau eines Pfarrgemeindezentrums im Pfarrgarten, kann der Kindergarten verkauft werden. Allerdings mit der Folge einer mindestens zweijährigen Durststrecke an Räumlichkeiten für die Pfarrei, bis der Neubau bezugsfertig ist. 

Lehnt das Ordinariat den Antrag für einen Neubau ab, kann die Pfarrgemeinde die bisherigen Räume nicht verkaufen. Wehmut über den bevorstehenden Verlust des Martinskellers war deutlich zu spüren. 

Am 22. März sind Pfarrgemeinderatswahlen. Die Seelsorgeeinheit braucht ein entscheidungsfähiges Gremium für rechtliche Obliegenheiten, pastorale Impulse und die Gleichbehandlung der bisherigen Pfarrgemeinden. Die Vorgaben für die Pastoral 2030 sind eine große Herausforderung. Bei zukünftiger Zentralisierung und immer weniger hauptamtlicher Mitarbeiter ist es hart, die Seelsorge in der Fläche am Leben zu erhalten.

Besonderer Dank wurde an Dagmar Jansen und dem fünfköpfigen Küchenteam ausgesprochen, waren sie Garanten für einen genussvollen Abend.

Info

Personelle Veränderungen

Im Februar sind Sabine Hug und Vera Göppert als Pfarrsekretärinnen eingestellt worden. Im Mai wurde Frau Ott als Leiterin des Jakobuskindergartens verabschiedet, im September hat Pastoralreferentin Verena Sester ihren Dienst angetreten, die FSJ-Stelle wurde mit Benedikt Kiefer besetzt. Schutzkonzeptbeauftragte sind Gudrun Herrmann und Michael Hass. Engagierte Gemeindemitglieder wurden verabschiedet: Aus dem Gemeindeteam Nicole Harrer, Klara Blachowski vom Besuchsdienst, Lilo Schmidt als Lektorin und Kommunionhelferin, Konrad und Monika Haß vom Schließdienst der Höfener Kapelle, Christa Obert als Kommunionhelferin.

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