In Bohlsbach war Blasmusik Trumpf an drei Tagen

Das Bachfest als Publikumsmagnet

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juli 2018

Farbe ins Spiel brachte beim Bachfest der Musikverein Urloffen mit dem Dirigenten Markus ­Brunner. ©Martin Röderer

Beim Bachfest in Bohlsbach passte einfach alles: Prima Blasmusik, die Stimmung und Speis und Trank. Eine Runde drehte auch Jungstorch Nici.

Drei Tage wurde auf dem Dorfplatz in Bohlsbach gefeiert, im Mittelpunkt stand die Blasmusik. Nach der schwungvollen Eröffnung am Samstagabend (wir berichteten) wurde am Sonntagmorgen zum Frühschoppen geblasen. Mit der Musikkapelle aus Achenheim, einer Gemeinde westlich von Straßburg, unter der Leitung von Sebastian Hugel, hatte eine befreundete Klangformation diesen Part übernommen. 
Man besucht sich hüben wie drüben, und dies seit 1964. Der Höhepunkt in dieser Zeit war vor vier Jahren das Konzert der beiden Orchester im Straßburger Münster, zusammen mit der Kapelle aus Gamshurst. Um die Mittagszeit fanden die Gerichte reißenden Absatz. 

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Begehrte Salate

»Heiß begehrt und kalt gegessen die Salatspezialitäten unserer Frauen«, so Vorsitzender Alfred Muser. Während die Kinder sich bei der Kinderbelustigung austobten, musizierten die »Mucis-Kids« des gastgebenden Vereins. 25 Jungmusiker, mit Unterstützung einiger reiferer Semester – der Nachwuchs kann sich sehen und hören lassen. Dirigent Dominic Bahr hat einen hervorragenden Draht zu den Kindern, dies wird von Elternseite immer wieder bestätigt.
Von Vorteil ist natürlich, dass es im benachbarten Bühl keinen Musikverein gibt. »Auf dieser Wiese im Westen von Bohlsbach will ich noch viel ernten«: Der Vorsitzende schaut zuversichtlich in die Zukunft des Vereins. Mit ihrem Bürgermeister und OB-Kandidaten von Offenburg, Marco Steffens, waren die Eckartsweirer Musiker angereist, dirigiert von Rene Cristina. Der Musikverein Urloffen trat zum Gegenbesuch in Bohlsbach an. Unter der Leitung von Markus Brunner traf er mit der Auswahl der Stücke den Geschmack der Zuhörer. 
Noch lange nach dem Ende des musikalischen Parts am Sonntag waren die Reihen auf dem Dorfplatz geschlossen.
Zum traditionellen Handwerkervesper am Montagabend waren doch tatsächlich einige Handwerker zugegen. Der Festplatz war richtig gut besucht, Bohlsbacher, ehemalige Bohlsbacher und Gäste aus den umliegenden Gemeinden zeugten von der »Strahlkraft« der beliebten Veranstaltung. »Suri Bohne, Speckbrot und Rettich, so mancher Besucher kam speziell aufgrund dieser Delikatesse«, so der Vorsitzende. »Garniert« wurde das Vesper mit guter Musik aus den Instrumenten der Marlener Musikanten mit Dirigent Marc Hegenhauser. Ohrwürmer und Polkas, beides mit Gesangseinlagen, wechselten sich ab, zur »Lieben kleinen Schwarzwaldmarie« war der Bollenhut präsent. »Was ist das für eine gute Musik«, entfuhr es einer Besucherin. 
Kurz nachdem der Dirigent den Taktstock niedergelegt hatte, schwebte der Bohlsbacher Jungstorch Nici aus dem Nest auf dem Rathausdach und drehte eine Runde über dem Dorfplatz. Als ob es ihm kurz langweilig gewesen sein könnte, so ohne Musik. Das Duo »Marion & Michael« ging nahtlos zur Unterhaltungs- und Tanzmusik über, und Nici kehrte in sein Nest zurück. Derweil war die Storchenpatin, Ortsvorsteherin Nicole Kränkel-Schwarz, mit Freunden und dem Vereinsvorsitzenden am Weinstand, um den Wein zu genießen, der am Abend zuvor der letzte war, einen Chardonnay. Es war weit nach Mitternacht, als ein stimmungsvoller Abend endete. »Es ist immer wieder schön auf dem Bachfest«, so eine ehemalige Bohlsbacherin. »Wir sind vom Personaleinsatz her gesehen an der Grenze unseres Leistungsvermögens angelangt, alle, die mitgeholfen haben, waren mit Freude dabei. Es war ein perfektes Bachfest, alles hat gepasst, das Wetter, das gut platzierte Zelt, das gesamte Ambiente mit den vielen ruhigen Ecken und Rückzugsmöglichkeiten, der riesige Zuspruch durch die Besucher«, so der sichtlich hochzufriedene Vorsitzende. 

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