Offenburg

Das »Drops« als Lebensgefühl

Autor: 
Stefanie Müller
Lesezeit 4 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
06. September 2011
Freuen sich auf das Drops-Revival: DJ Mino Barbanera (l.) und Alexander Fischer.

Freuen sich auf das Drops-Revival: DJ Mino Barbanera (l.) und Alexander Fischer.

Am Samstag, 1. Oktober, feiert die Disco »Drops« in Schutterwald ihr zweites Revival. Lange war die Disco in Goldscheuer eine der größten Discotheken Süddeutschlands und in den 80er und 90er Jahren sehr beliebt. Im Frühjahr 1999 wurde die Discothek geschlossen. Wir sprachen mit Alexander Fischer, der das Revival organisiert. Das »Drops« ist schon seit zehn Jahren geschlossen. Die einstigen Stammgäste dürften aus dem Discoalter längst draußen sein. Warum gibt es ein »Drops«-Revival? Alexander Fischer: Die »Super Disco Drops«, so der damals offizielle Titel, war die größte ihrer Art in Deutschland und einer der größten Europas. Mehrere Dance­floors mit unterschiedlichen Musikrichtungen, einer riesigen Gastronomie mit mehr als ein Dutzend verschiedener Erlebnisbereichen. Zusätzlich eine Tanzbar in Offenburg (ehemals Hazienda), ein Radio (Radio »Drops«) und eine rollende Variante. Dieses Konzept hat mehrere Generationen geprägt und bleibt den Leuten bis heute im Kopf. Aus dieser Konstellation ist ein Verbundenheit gewachsen, die bis heute in den Köpfen der U35-Bevölkerung lebt. 2009 gab es schon mal ein »Drops«-Revival. Ist das nun das Revival vom Revival? Oder soll es die Veranstaltung nun öfters geben? Fischer: Beim »Drops«-Revival hatten wir das Gefühl, es ist wichtig, die alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Das Team rund um unseren ehemaligen Chef Roland Kopf war sich nicht wirklich sicher, ob das Konzept aufgehen wird; schließlich sind wir alle mittlerweile in einem Alter, in dem man zweimal überlegt, ob man solch eine Veranstaltung organisiert und durchzieht, statt rein emotional zu handeln. Wir waren nicht schlecht erstaunt, als das gesamte Kartenkontingent (1000 Karten) innerhalb einer Woche verkauft war. Viele Besucher schickten uns damals Mails und kontaktierten uns über Wer-kennt-wen und Facebook. Wir haben zwei Jahre gezögert und haben uns entschieden, den 30. Geburtstag der Disco zu feiern. Ob es ein weiteres Revival geben wird, wissen wir nicht. Das kommt erneut auf die Resonanz an. Wir alle vom Team haben mindestens einen Job, der uns ex­trem in Anspruch nimmt. Warum findet das Revival in Schutterwald statt und nicht in Goldscheuer? Fischer: Als wir uns sicher waren, das Jubiläums-Revival zu planen, war für uns alle klar, dass wir die Fans über die Örtlichkeit abstimmen lassen werden. Zur Auswahl stand enGoldscheuer, Schutterwald, Altenheim und Appenweier. Am Ende der Internetabstimmung lag Schutterwald vorne. Technisch bietet uns die Halle die Möglichkeiten, die extrem energiehungrige Laseranlage ohne zusätzliche Hochleistungsstromaggregate zu betreiben. Wir setzen außerdem einen Pendelbus zwischen Kehl und Schutterwald ein. Mit dabei sein werden auch ehemalige Teammitglieder. Werden die auch auflegen? Fischer: Mit am Start sind die DJs Garry Preston, Mino, Nico Kiesel, Ralph Sester alias DJ Alpha, Markus Stelter alias DJ Mar C und Alex F. sowie die LJs Marcus Boschert und Michel Rekow. Das ist nur ein Teil des ehemaligen Teams von 150 Mann (natürlich nicht nur DJs), aber wir decken damit alle Musikrichtungen über die gesamte Öffnungszeit des »Drops« ab. Wie kommt es, dass Sie die Veranstaltung organisieren? Waren Sie auch Mitglied im »Drops«-Team? Welche Erinnerungen haben Sie an die Zeit? Fischer: Das »Drops« war für mich die zweite Heimat. Ich war dort rund 15 Jahre aktiv, habe angefangen als Light-Jockey und Laserprogrammierer, dann DJ auf dem Main Floor, Moderator für alle Veranstaltungen, Radio DJ. Ein Großteil der Berichte in dem damals regelmäßig aufgelegten hauseigenen Newsletter stammen ebenfalls von mir. Wer so lange dabei war, hat sein Herz dort gelassen. Das »Drops«-Team war eine große Familie und es war eine Ehre in diesem Team zu arbeiten. Das Erlebnis vor 2000 Leuten zu stehen, und Stars wie Culture Beat, Snap, DJ Bobo oder Sandra anmoderieren und diese live interviewen zu dürfen, vergisst man nicht. Die Discothek »Drops« wurde am 9. September 1981 eröffnet. Inhaber und Geschäftsführer der Discothek war der ehemalige Motorradrennfahrer Roland Kopf, der sich ganz dem Showgeschäft verschrieb. Karten gibt es im Allshop in Kehl Goldscheuer, im Kino Center in Kehl und im Internet über www.drops-revival.de.
Am Samstag, 1. Oktober, feiert die Disco »Drops« in Schutterwald ihr zweites Revival. Lange war die Disco in Goldscheuer eine der größten Discotheken Süddeutschlands und in den 80er und 90er Jahren sehr beliebt. Im Frühjahr 1999 wurde die Discothek geschlossen. Wir sprachen mit Alexander Fischer, der das Revival organisiert. Das »Drops« ist schon seit zehn Jahren geschlossen. Die einstigen Stammgäste dürften aus dem Discoalter längst draußen sein. Warum gibt es ein »Drops«-Revival? Alexander Fischer: Die »Super Disco Drops«, so der damals offizielle Titel, war die größte ihrer Art in Deutschland und einer der größten Europas. Mehrere Dance­floors mit unterschiedlichen Musikrichtungen, einer riesigen Gastronomie mit mehr als ein Dutzend verschiedener Erlebnisbereichen. Zusätzlich eine Tanzbar in Offenburg (ehemals Hazienda), ein Radio (Radio »Drops«) und eine rollende Variante. Dieses Konzept hat mehrere Generationen geprägt und bleibt den Leuten bis heute im Kopf. Aus dieser Konstellation ist ein Verbundenheit gewachsen, die bis heute in den Köpfen der U35-Bevölkerung lebt. 2009 gab es schon mal ein »Drops«-Revival. Ist das nun das Revival vom Revival? Oder soll es die Veranstaltung nun öfters geben? Fischer: Beim »Drops«-Revival hatten wir das Gefühl, es ist wichtig, die alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Das Team rund um unseren ehemaligen Chef Roland Kopf war sich nicht wirklich sicher, ob das Konzept aufgehen wird; schließlich sind wir alle mittlerweile in einem Alter, in dem man zweimal überlegt, ob man solch eine Veranstaltung organisiert und durchzieht, statt rein emotional zu handeln. Wir waren nicht schlecht erstaunt, als das gesamte Kartenkontingent (1000 Karten) innerhalb einer Woche verkauft war. Viele Besucher schickten uns damals Mails und kontaktierten uns über Wer-kennt-wen und Facebook. Wir haben zwei Jahre gezögert und haben uns entschieden, den 30. Geburtstag der Disco zu feiern. Ob es ein weiteres Revival geben wird, wissen wir nicht. Das kommt erneut auf die Resonanz an. Wir alle vom Team haben mindestens einen Job, der uns ex­trem in Anspruch nimmt. Warum findet das Revival in Schutterwald statt und nicht in Goldscheuer? Fischer: Als wir uns sicher waren, das Jubiläums-Revival zu planen, war für uns alle klar, dass wir die Fans über die Örtlichkeit abstimmen lassen werden. Zur Auswahl stand enGoldscheuer, Schutterwald, Altenheim und Appenweier. Am Ende der Internetabstimmung lag Schutterwald vorne. Technisch bietet uns die Halle die Möglichkeiten, die extrem energiehungrige Laseranlage ohne zusätzliche Hochleistungsstromaggregate zu betreiben. Wir setzen außerdem einen Pendelbus zwischen Kehl und Schutterwald ein. Mit dabei sein werden auch ehemalige Teammitglieder. Werden die auch auflegen? Fischer: Mit am Start sind die DJs Garry Preston, Mino, Nico Kiesel, Ralph Sester alias DJ Alpha, Markus Stelter alias DJ Mar C und Alex F. sowie die LJs Marcus Boschert und Michel Rekow. Das ist nur ein Teil des ehemaligen Teams von 150 Mann (natürlich nicht nur DJs), aber wir decken damit alle Musikrichtungen über die gesamte Öffnungszeit des »Drops« ab. Wie kommt es, dass Sie die Veranstaltung organisieren? Waren Sie auch Mitglied im »Drops«-Team? Welche Erinnerungen haben Sie an die Zeit? Fischer: Das »Drops« war für mich die zweite Heimat. Ich war dort rund 15 Jahre aktiv, habe angefangen als Light-Jockey und Laserprogrammierer, dann DJ auf dem Main Floor, Moderator für alle Veranstaltungen, Radio DJ. Ein Großteil der Berichte in dem damals regelmäßig aufgelegten hauseigenen Newsletter stammen ebenfalls von mir. Wer so lange dabei war, hat sein Herz dort gelassen. Das »Drops«-Team war eine große Familie und es war eine Ehre in diesem Team zu arbeiten. Das Erlebnis vor 2000 Leuten zu stehen, und Stars wie Culture Beat, Snap, DJ Bobo oder Sandra anmoderieren und diese live interviewen zu dürfen, vergisst man nicht. Die Discothek »Drops« wurde am 9. September 1981 eröffnet. Inhaber und Geschäftsführer der Discothek war der ehemalige Motorradrennfahrer Roland Kopf, der sich ganz dem Showgeschäft verschrieb. Karten gibt es im Allshop in Kehl Goldscheuer, im Kino Center in Kehl und im Internet über www.drops-revival.de.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 13 Minuten
Karl Siefert nach 29 Jahren verabschiedet
Zunsweier hat einen neuen Ortschaftsrat und eine neuen Ortsvorsteherin. Monika Berger löst Karl Siefert nach 29 Jahren ab. Zu ihren Stellvertretern wurden Manfred Vetter und Gerharad Ruf gewählt. Vetter verlas eine persönliche Erklärung – und erhielt dafür großen Applaus.
vor 33 Minuten
Wunsch der Bürger
Mit dem Kauf des alten WG-Areals in Fessenbach durch die Stadt Offenburg ist der Startschuss für die Entwicklung eines neuen Ortszentrums gefallen. Nach der Sommerpause startet der Entwicklungsprozess mit einem offenen Ende.  
vor 44 Minuten
Familiengottesdienst
Unter dem Motto aus Psalm 23 »Der Herr ist mein Hirte!« feierte die Evangelische Kirchengemeinde am Sonntag einen Familiengottesdienst. Höhepunkt war der Besuch eines echten »Hirten«: Schäfer Reinhard Bischler aus Fußbach war mit seinem Hütehund Anton in der Kirche zu Gast.
vor 51 Minuten
Zeugen gesucht
Im Offenburger Tierheim befindet sich derzeit eine Hündin der Rasse "Staffordshire Terrier". Sie wurde im Verlauf des Montags ausgesetzt und von der Polizei aufgegriffen. Nun suchen die Beamten nach Hinweisen auf den Eigentümer der Hündin.
vor 1 Stunde
Platz fünf trotz dreifachen Trainerwechsels
Der Sportverein (SV) Waltersweier schickt seine Fußballmannschaften ohne Platzierungsvorgabe in die kommende Saison. Dies war bei der Hauptversammlung am Freitag zu erfahren.
vor 1 Stunde
Auszeichnung für herausragendes Engagement für den RMV Langhurst
Alfons Ritter bekam die Landesehrennadel des Ministerpräsidenten verliehen. Er wurde damit für sein jahrzehnte­langes ehranamtliches Engagement beim Radsport- und Musikverein (RMV) Langhurst ausgezeichnet.
vor 1 Stunde
Offenburg
Ein 38-Jähriger hat am Montag in und vor einem Offenburger Supermarkt mehrere Menschen mit einer Glasscherbe verletzt. Wie sich in der Zwischenzeit herausgestellt hat, befindet sich der Mann in Behandlung in einer Spezialklinik. Für den Montag wurde ihm vonseiten der Klinik Ausgang in Begleitung...
vor 1 Stunde
Stand am Rathaus
Ein Stand der Identitären Bewegung vor dem Rathaus und politische Parolen an den Wänden: Die Grünen wollen von der Stadt wissen, wie sie vorzugehen gedenkt.
vor 2 Stunden
Nachwuchsförderung
Rund zwei Dutzend sehr junge Freunde der Blasmusik waren der Einladung der Miliz- und Trachtenkapelle sowie der Bläserjugend am Freitagabend in die Reichstalhalle gefolgt, um die Instrumente mal von einer ganz andere Seite zu erleben.
vor 2 Stunden
OT-Serie "Unsere Abiturienten"
Natalie Wendling (18) aus Hofweier hat ihr Abitur am Grimmelshausengymnasium Offenburg gemacht. Ihre Neigungsfächer waren Englisch, Chemie und Wirtschaft. Ihre Hobbys sind Tanzen, Posaune und Theater.
vor 6 Stunden
OT-Serie "Unsere Abiturienten"
Clemens Gräf (22) aus Offenburg-Bühl hat sein Abitur am Technischen Gymnasium Offenburg gemacht. Seine Neigungsfächer waren Mathematik, Mechatronik und Physik. Seine Hobbys sind Klettern und Mountainbike fahren.
vor 11 Stunden
Region mit Kunst bereichert
Vita brevis, ars longa: Der am Sonntag verstorbene Frieder Burda wusste, dass es stimmt, was Hippokrates einst sagte: Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang. Vielleicht deshalb trat der 83-jährige Mäzen bereits zu Lebzeiten hinter ihr zurück und ließ ihr nicht nur in Baden-Baden mit seinem Museum...

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Die »Stand-up-Paddle-Boards« sind der Renner des Sommers.
    12.07.2019
    Erhältlich im EMUK Store in Lahr
    Durch einsame Landschaften streifen, sich frei fühlen und die Natur genießen – Camping ist Urlaub der besonderen Art. Doch was sollten Reisende einpacken? Hier sind aktuelle Trends für den Urlaub im Freien – und im Wasser.
  • 11.07.2019
    Edelbrennerei Wurth
    Gin, Whisky, Edelbrände – alles aus der Region, alles aus einer Hand und in höchster Qualität, das verspricht die Edelbrennerei Markus Wurth aus Altenheim. Neben Kooperationen mit heimischen Partnern ist das Familienunternehmen auch im Ausland inzwischen sehr erfolgreich.
  • 10.07.2019
    Offenburg
    Essensstände mit besonderen Leckereien sorgen für Genuss, Musiker und Illumination für Flair: Bei »Genuss im Park« wird der Offenburger Zwingerpark ab Donnerstag, 25. Juli, und bis Samstag, 27. Juli, wieder das stilvolle Ambiente für ein besonderes Fest sein.
  • 06.07.2019
    Ratgeber
    Was tun, wenn eine Krise in unser Leben bricht? Der Ortenberger Unternehmer Joachim Schäfer hat mit der Insolvenz seiner Firma genau das durchleben müssen – und einen Weg heraus gefunden. Seine Erkenntnisse teilt er nun in einem Buch, das nicht ein Autor, sondern nur er schreiben konnte, wie...