Live-Hacking in Offenburg

Internetsicherheit: Kampagne klärt Schüler und Eltern auf

Autor: 
red/pie
Lesezeit 3 Minuten
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26. März 2019

Wie einfach es ist, ein Passwort zu hacken, zeigt Experte Erwin Markowsky bei »SpardaSurfSafe« ©Archiv

Live-Hacking in Offenburg: Welche Gefahren das Internet mit sich bringt, macht der Auftragshacker Erwin Markowsky für die Kampagne »SpardaSurfSafe« deutlich. Offenburger Schulen haben sich bereits zur Teilnahme angemeldet. Am 4. April gibt es auch einen Vortrag für Eltern. 

Das Smartphone ist in der heutigen Gesellschaft zum ständigen Begleiter geworden. Die Bahn ist verspätet? Kein Problem, schnell der Verabredung via »WhatsApp« Bescheid geben, dass man noch ein paar Minuten länger braucht. In einer fremden Stadt unterwegs? Google Maps wird schon wissen, wo man lang muss und wo die spannendsten Orte sind. 

Mit dem Handy ist man für alle Eventualitäten gerüstet. Vor allem Jugendliche vergessen bei all den Vorteilen der digitalen Welt schnell, dass das »World Wide Web« auch Gefahren birgt. Eltern und Lehrer mahnen zwar zur Vorsicht, doch auch bei ihnen herrscht oftmals Ahnungslosigkeit, wenn es darum geht, wie wirksamer Schutz im Internet aussieht. 

Die Initiative »SpardaSurfSafe« der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg hat sich zur Aufgabe gemacht, über die Gefahren aufzuklären. Am Donnerstag, 4. April, gibt es wieder einen Live-Hacking-Vortrag, der von »SpardaSurfSafe« gemeinsam mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg, dem Verein Sicherheit im Internet e. V. und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg durchgeführt wird. 

Zuschauer erschrocken

Referent Erwin Markowsky weiß genau, wie er sein Publikum fesseln kann. Spätestens wenn der IT-Sicherheitsexperte das erste Kennwort oder die erste Webcam gehackt hat, herrscht im Saal verblüfftes und in vielen Fällen auch erschrockenes Schweigen. Sowohl die Schüler der aktuellen fünften und sechsten Klassen als auch die Berufsschüler haben nun ein weiteres Mal die Chance, den Auftragshacker live in Offenburg zu erleben. 

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Doch auch bei den Erwachsenen herrscht Aufklärungsbedarf – deshalb findet für sie am Abend ein eigener Live-Hacking-Vortrag statt.

Für den Referenten Markowsky steht fest: »Es ist egal, ob Schüler, Eltern, Lehrer oder auch Unternehmer im Publikum sitzen: Am Ende schockiert es sie alle, wie einfach es für Hacker ist, private Daten zu stehlen oder technische Geräte zu übernehmen.« Aber genau das mache es ja so effektiv: Durch diesen kleinen Schockmoment habe er nicht nur die ungeteilte Aufmerksamkeit, wenn er erkläre wie man sich schützt, er steigert auch die Bereitschaft das Gelernte im Alltag umzusetzen.

Die Kampagne »SpardaSurfSafe« besteht aus mehreren Komponenten: Startschuss sind die Schülervorträge am Vormittag. Die darin behandelten Themen decken alle typischen Gefahrenbereiche des Internets ab: E-Mail-Manipulationen, Cybermobbing, Computer- und Webcam-Hacking, Datendiebstahl auf Facebook und Co. sowie die Folgen illegaler Downloads stehen auf dem Programm. Zu den einzelnen Themenblöcken gibt es altersgerecht gestaltete Materialien zur Vertiefung im Unterricht. 

Auf der Webseite www.spardasurfsafe-bw.de gibt es zudem die Möglichkeit, das »Webitur« zu absolvieren, eine Reifeprüfung für das Internet. Eine weitere Komponente sind die Elternvorträge. Darin werden neben den Themen aus den Schülervorträgen auch speziell für Eltern relevante Themen angesprochen. Während am Vormittag die Schüler im Unterricht an den Vorträgen teilnehmen, sind am Abend um 19 Uhr die Erwachsenen eingeladen. Der Vortrag ist kostenlos und frei zugänglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss besteht außerdem die Möglichkeit, Fragen an den Referenten zu stellen.

TERMIN: Am 4. April, um 19 Uhr, findet in der Reithalle der Vortrag von Referent Erwin Markowsky statt. Der Eintritt ist frei. 

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