Hausärzte impfen zentral

Demnächst auch Impfungen im Testcenter Unterharmersbach

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11. April 2021
Das Testcenter hat jetzt leihweise und kostenlos auch LTA-Luftreiniger: von links Sergej Abermet, Geschäftsführer Jürgen Kälble (beide LTA), die Bürgermeister Carsten Erhardt (Nordrach), Daniela Paletta (Biberach), Günter Pfundstein (Zell a. H.) und Richard Weith (Oberharmersbach) sowie DRK-Vorsitzende Elvira Schilli, die für alle Helfer ein Osterpräsent erhielt.

Das Testcenter hat jetzt leihweise und kostenlos auch LTA-Luftreiniger: von links Sergej Abermet, Geschäftsführer Jürgen Kälble (beide LTA), die Bürgermeister Carsten Erhardt (Nordrach), Daniela Paletta (Biberach), Günter Pfundstein (Zell a. H.) und Richard Weith (Oberharmersbach) sowie DRK-Vorsitzende Elvira Schilli, die für alle Helfer ein Osterpräsent erhielt. ©Dietmar Ruh

Die Hausarztpraxen im Tal richten in der Schwarzwaldhalle Unterharmersbach auch eine zentrale ärztliche Impfstelle ein. Patienten werden kontaktiert, Start ist bereits in der Woche nach Ostern.

Das kommunale Testcenter in der Schwarzwaldhalle Unterharmersbach, das seit dem Start am 18. März steigende Nachfrage hat, wird nach Ostern eine weitere, wohl noch bedeutendere Funktion haben: Die Hausarztpraxen aus der Verwaltungsgemeinschaft Zell richten dort auch eine ärztliche Covid19-Impfstelle ein. Dies gab die Zeller Ärztin Brigitte Stunder in der Sitzung des Ortschaftsrats Unterharmersbach am Mittwoch bekannt. Die Impfungen finden in Zeiten statt, in denen nicht getestet wird, die Corona-Schnelltests werden weiterhin zu den bekannten Terminen angeboten.

Die Nachricht vom Beginn der Impfungen im Tal ist natürlich per se gut, mit einer zentralen Impfstelle dürften aber nicht viele gerechnet haben. Die Mitteilung des Gesundheitsministers, dass nach Ostern nun auch Hausärzte impfen dürfen, interpretierten wohl die meisten mit einem Besuch in der Praxis oder gar einem Hausbesuch.

Das mag in begründeten Einzelfällen auch so sein, doch die zentrale Impfstelle hat ihren Grund, wie Brigitte Stunder auf OT-Nachfrage mitteilte: Die Arztpraxen haben schlichtweg nicht die Räumlichkeiten, um vor allem die vorgeschriebene halbstündige Wartezeit der Patienten nach der Impfung umzusetzen und die geforderten Abstände zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass der Alltagsbetrieb in den Praxen weiterläuft.

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So lag die Überlegung nahe, die Impfungen zentral zu machen. Und die Schwarzwaldhalle bot durchs Testcenter die nötige Infrastruktur. Brigitte Stunder betonte, dass die Impfungen in der Schwarzwaldhalle „keine öffentlichen Impfungen“ sind. „Die Ärzte nehmen direkt Kontakt mit den Patienten auf und vereinbaren einen Termin“, sagte sie. Wer eine Impfung bekommt, entscheiden die Ärzte anhand der bundesweit geltenden Priorisierungsliste. Die Ärztin erklärte, dass die Ärzte wöchentlich die Impfdosen bestellen müssen, in der Woche danach kann geimpft werden. Da schon bestellt wurde, beginnen die Impfungen im Tal bereits in der Woche nach Ostern, wobei jeder Arzt sein bestimmtes Zeitfenster in der Halle erhält.

„Tal im Sommer geimpft“

„Wir wollen alle unser normales Leben zurück“, so Stunder, die ankündigte: „Bis zum Sommer soll das Tal durchgeimpft sein“. Das setzt natürlich voraus, dass die Zahl der zugewiesenen Impfdosen pro Hausarzt von anfangs 20 noch gesteigert wird. Immerhin ergibt eine Impfdosis fünf bis sechs Impfungen.

Ortsvorsteher Ludwig Schütze freute sich, dass die Infrastruktur der Halle nun noch intensiver genutzt wird, „dann wird es auch für die Vereine plausibler“. Denn eigentlich hieß der Tagesordnungspunkt „Konsequenzen für die Vereine und Schulen durch die Einrichtung eines Corona-Schnelltestcenters in der Schwarzwaldhalle“. Die Halle dient eben auch Schul- und Vereinssport – sofern der erlaubt ist. „Aber“, so Schütze, „die Ereignisse überschlagen sich in Corona-Zeiten“.

Er selbst und der Ortschaftsrat sei übrigens nie gegen das Testcenter gewesen, lediglich die Kommunikation hätte besser laufen können, so Schütze. Nach Absprache mit allen Beteiligten habe man sich darauf geeignet, dass die Halle bis Ende Juni ihre neue Funktion haben soll. Dann sollte nach Alternativen gesucht werden. „Wenn es keine gibt, werden wir uns dem auch nicht verschließen“, so Schütze.

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