Forstbilanz

Der Biberacher Wald wirft keinen Gewinn ab

Autor: 
Winfried Köninger
Lesezeit 3 Minuten
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22. Januar 2021

(Bild 1/2) ©Amt für Waldwirtschaft

Der Biberacher Gemeinderat hat am Montag den Forstbetriebsplan 2021 genehmigt. Er sieht weder einen Gewinn noch einen Verlust vor.

„Die Zeiten guter Betriebsergebnisse aus der Waldbewirtschaftung sind vorerst vorbei. Trockenheit, Käferbefall und der Preiseinbruch auf dem Holzmarkt gehen auch an der Wirtschaftlichkeit im Biberacher Gemeindewald nicht spurlos vorüber“, so Forstbezirksleiter Simeon Springmann vom Amt für Waldwirtschaft, Offenburg. 

Zusammen mit seinem Kollegen, dem neuen Revierleiter Christoph Müller, präsentierte er den Biberacher Gemeinderäten das Betriebsergebnis aus dem Jahr 2020 und den Forstbetriebsplan 2021. Während der 188 Hektar große Gemeindewald im vergangenen Jahr noch einen Gewinn von 15 000 Euro in die Gemeindekasse spülte, rechnen die Forstexperten für das laufende Jahr 2021 aus der Waldbewirtschaftung mit einem „Nullsummenergebnis“. Auf der Einnahmen- wie auf der Ausgabenseite ist ein Betrag von 32 400 Euro ausgewiesen.

Das Gemeindesäckel darf sich aber trotzdem über 18 800 Euro Einnahmen freuen. Ursache ist die neu geschaffene Nachhaltigkeitsprämie, die der Bund im Rahmen des 2020 beschlossenen Konjunkturpaketes auf den Weg brachte. Damit soll die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und ihre Biodiversität gesichert werden, wie es Springmann erläuterte. Revierleiter Müller ging eingangs auf flankierende waldbauliche Maßnahmen im Vorjahr ein. 

Waldwege erneuert

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So wurden auf einer Länge von 1200 Metern Waldwege erneuert. Die Jungbestandspflege und die Wertästung sind alljährlich notwendige Pflegeleistungen, am Schwimmbad, am Waldspielplatz und an weiteren Einrichtungen wurden Verkehrssicherungsmaßnahmen erledigt. 

Der Holzeinschlag mit 1500 Festmetern im Jahr 2020 lag unter dem Plan, dennoch gelang ein positives Betriebsergebnis, da Wertholz noch zu akzeptablen Preisen an den Mann gebracht wurde, erklärte Müller dazu. 

Ursache für das Finanzergebnis im laufenden Jahr ist ein erneut geringerer Einschlag als im Plan vorgesehen. Statt dem jährlichen Regelhiebsatz von 1800 Festmetern, empfehlen die Forstleute, den Einschlag auf 1450 Festmeter zu reduzieren. Sie begründen dies, wie schon 2020, aus einem Mehreinschlag aus den Jahren 2018 und 2019, wo infolge des Käferbefalls überdurchschnittlich mehr als vorgesehen gefällt werden musste. 

Einen weiteren Grund sind die immer noch zu geringen Rundholzpreise, die für eine kurze „Erholungspause“ im Einschlag genutzt werden sollen. Springmann gab aber zur Holzpreisentwicklung bereits Entwarnung. Die Talsohle bei den Marktpreisen scheint überschritten zu sein.

Eine Unbekannte sind noch die Auswirkungen von Corona und die damit zusammenhängende Konjunktur. Derzeit boomt noch die Baubranche, davon profitiert neuerlich der Rundholz- und Schnittholzmarkt. Der weitere Fortgang ist unbestimmt. Der Forstbetriebsplan für 2021 wurde einstimmig angenommen.

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