Geburtstag von Schule und Waldorfkindergarten

Der »Bildungscampus Strohbach« feierte ein Fest

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 3 Minuten
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09. Mai 2018

Christian Frank (von links), Ulrich Fischer, Wilhelm Schrempp und Thorsten Erny schnitten gemeinsam die Geburtstagstorte an. ©Erich Fakler

Bei strahlendem Sonnenschein waren am Samstagnachmittag auf dem gemeinsamen Jubiläumsfest von Grundschule und Waldorfkindergarten Strohbach nur freudige Gesichter zu entdecken. 

Zwar fand aufgrund von nicht abgeschlossenen Baumaßnahmen die Jubiläumsfeier der Grundschule mit zweijähriger Verspätung statt, dafür aber zeigten sich Lehrer und Erzieher, Ortsvorsteher Wilhelm Schrempp und Bürgermeister Thorsten Erny insbesondere mit der umgebauten Sporthalle mehr als zufrieden. 

Ortsvorsteher Wilhelm Schrempp sprach von einem »Sahnestückchen«, das nicht nur den Kindern des »Bildungscampus Strohbach«, sondern auch Erwachsenengruppen und Vereinen zur Verfügung stehe. Ulrich Fischer, Schulleiter der GeschwisterScholl-Grundschule, sieht in dem geschaffenen »Juwelenstück« beispielhaft den Stellenwert der Schule für Stadtrat und Verwaltung sichtbar vor Augen geführt. Sein Dank an Bürgermeister Thorsten Erny war mit der Hoffnung verbunden, dass auch baldmöglichst das Grundschulgebäude saniert werde. 

Der Stadtchef selbst hatte die offizielle Feierstunde eröffnet und betont, dass Gengenbach für Halle und Ausbaumaßnahmen im Waldorfkindergarten bis zum aktuellen Stand rund 500 000 Euro ausgegeben habe. Ausdrücklich lobte Erny die tatkräftige Mithilfe der Eltern bei den Baumaßnahmen. Dies sei heute nicht mehr selbstverständlich. 

Sowohl Erny wie auch Wilhelm Schrempp beleuchteten die wechselhafte Geschichte der Grundschule in Strohbach.  

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Der Ortsvorsteher bedankte sich besonders bei Jennifer Ahne, Stephanie Groß und Franziska Voltz . Die drei Lehrkräfte mussten während der Bauarbeiten mit erheblichen Beeinträchtigungen leben.

»Fels in der Brandung«

Dass der Walddorfkindergarten nach einigen Umzügen nun in Strohbach seine feste Heimat gefunden hat und bereits auf 25 Jahre zurückblicken kann, ist maßgeblich der beharrlichen Zielverfolgung des verstorbenen Ortsvorstehers Stefan Grimm zu verdanken. Darauf verwies nicht nur Thorsten Erny, sondern in besonders berührender Weise Jutta Breitenreuter, die Leiterin des Kindergartens. Sie sieht die Entwicklung zum heuten Status des Waldorfkindergartens in Strohbach als eine »fünfundzwanzigjährige emotionale Reise«. Sie spricht bewusst vom Kindergarten und nicht von einer Kindertagesstätte. »Und Stefan Grimm war unser Landschaftsgärtner«, sagte sie. Seine unerschütterliche Sicherheit habe über alle Zweifel und Ängste letztendlich zum Ziel geführt: »Er war unser starker Fels in der Brandung.« Ihr besonderer Dank galt dem Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Frank. Obwohl schon Vater erwachsener Kinder, habe er nach dem Tode von Stefan Grimm dessen Aufgaben übernommen. 

Den feierlichen Abschluss gestalteten die Kinder des Strohbacher Bildungszentrums selbst. In roten T-Shirts schritten sie singend vor das versammelte Publikum und brachten die Geburtstagstorte zum Anschnitt durch Thorsten Erny, Wilhelm Schrempp, Ulrich Fischer und Christian Frank. Auch Thomas Laubenstein von der Sparkasse Gengenbach brachte noch ein Geschenk mit: ein vierstelliger Betrag von der Sparkassenstiftung für die Bildungseinrichtung in Strohbach. 
Während sich die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen anschließend stärken und gleichzeitig durch ihren Obolus die Einrichtung unterstützen konnten, standen die Kinder schon Schlange für das Ponyreiten oder tummelten sich an den bereitgestellten Spielmöglichkeiten. 

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