Klimaneutral Unterwegs

Der Caritasverband Offenburg-Kehl steigt zukünftig auf E-Autos um

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 4 Minuten
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22. April 2021
Geschäftsführer des Caritasverbands Offenburg-Kehl, Kai Möschle, freut sich über das neue E-Auto, das „Spaß macht“, wie er findet.

Geschäftsführer des Caritasverbands Offenburg-Kehl, Kai Möschle, freut sich über das neue E-Auto, das „Spaß macht“, wie er findet. ©Barbara Puppe

Der Caritasverband Offenburg-Kehl will in den kommenden Jahren auf E-Autos umsteigen. Seit Dezember ist ein Renault Zoe im Einsatz. Es kann an der hauseigenen Ladestation geladen werden

Der Caritasverband Offenburg-Kehl hat seit Dezember ein eigenes E-Auto, denn der Verband strebt Klimaneutralität an. Die Fahrzeugflotte soll allmählich auf Elektroautos umgestellt werden. Außerdem ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Caritasgebäudes in der Okenstraße geplant.
Auf den weißen Renault Zoe sei man beim Caritasverband stolz. Gesponsert wurde das Auto von der Aktion Mensch mit einer hohen Summe. Dazu wurde im September ein Antrag gestellt, bereits im Dezember konnte das Auto angeschafft werden.

Helfende wie Anwälte

Die Mitarbeiter fahren damit zu den sozialen Diensten, beispielsweise dem Betreuten Wohnen behinderter Menschen oder im sozialpsychiatrischen Dienst, wie Caritas-Geschäftsführer Kai Möschle erklärt. Die Mitarbeitenden des Verbandes verstehen sich als Helfende und Anwälte von Menschen in Not. Die Beratungs-, Hilfs- und Vermittlungsangebote richten sich an alle Menschen mit Fragen oder Schwierigkeiten, die in Offenburg, Kehl und Umgebung leben, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung.

Die Beratung erfolge derzeit hauptsächlich am Telefon oder online, manche Klienten brauchen aber den persönlichen Kontakt, denn viele werden zu Hause besucht. „Wir haben da ein Buchungssystem, je nachdem wer das Auto braucht, bucht er es und ist dann damit unterwegs.“ Der kleine Flitzer wurde bewusst so gewählt, dass er auch für Fahrten mit Klienten bequem ist und auch längere Strecken im Einzugsbereich problemlos zu bewältigen sind, erklärt der Caritasverband. Das Auto hat eine Reichweite von etwa 300 Kilometern und ist damit perfekt. Nicht nur für Stadtfahrten, sondern auch für längere Strecken in der Ortenau.

Zwischen den Fahrten kann es auf dem Parkplatz an der hauseigenen Ladestation aufgeladen werden. Auch andere Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen haben die Möglichkeit, dort ihre E-Autos aufzuladen.

Umweltgerechte Zukunft

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Der Vorstand des Caritasverbandes gibt an, dass er durch einen achtsamen und verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen finanziellen, materiellen und ökologischen Ressourcen für seine Zentrale zur laufenden Geschäftsführung des Verbandes und einzelner anerkannter Fachverbände seinen Beitrag für eine umweltgerechte Zukunft leisten möchte.

Die Caritas konzentriere sich dabei auf drei Handlungsfelder: Auf die Forcierung der Klimapolitik und ihrer sozialen Ausgestaltung, auf das Vorantreiben der CO² Neutralität des eigenen Verbandes und auf den internationalen Einsatz für Klimaschutz durch klimasensible Projekte von Caritas International. Zudem soll die Fortsetzung der klimapolitischen Debatte verstärkt werden.

Der Verband orientiere sich damit auch an den Maßgaben der Erzdiözese Freiburg, die das ambitionierte Ziel habe, bis 2030 klimaneutral zu werden. Das Bistum arbeite gemeinsam mit der Evangelischen Landeskirche an der Umsetzung.

Für den Caritasverband Offenburg sei geplant, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren, damit der Strom für das Auto selbst erzeugt werden kann, informiert Möschle zu den weiteren Schritten.
Aktuell verfüge die Einrichtung über fünf Fahrzeuge, derzeit wird auch überlegt, wann das nächste abgelöst werden könne. Das hänge davon ab, wie die Finanzierung geklärt werde und ob ein weiterer Zuschuss von der Aktion Mensch gewährt werde. „Wir werden wieder einen Antrag stellen“, kündigt der Geschäftsführer an. Er sei im Übrigen auch fahrtechnisch begeistert von der umweltfreundlichen Neuanschaffung. Das Auto fahre 140 Stundenkilometer und „es macht richtig Spaß es zu fahren, nicht nur in der Stadt.“

Zur Info, der Caritasverband ist ein anerkannter Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege. Der Verband in seiner jetzigen Form und regionalen Zuständigkeit entstand 2009 durch die Verschmelzung der beiden schon lange vorher bestehenden Verbände Offenburg und Kehl-Hanauerland, erklärt der Verband.

Unentgeltliche Angebote

Er vertritt die katholischen sozialen Dienste und Einrichtungen im Gebiet Offenburg, Kehl und Umgebung. Verschwiegenheit und Vertraulichkeit sind selbstverständlich. Die Beratungsangebote sind unentgeltlich, sie werden aus Kirchensteuermitteln, Zuschüssen und aus Spenden finanziert.

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