Trotz ungünstigen Wetters

Der Gegenbacher Altstadt-Antikmarkt war ein Erfolg

Von Thomas Reizel
Lesezeit 3 Minuten
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30. Oktober 2023
Der Altstadt-Antikmarkt bot am Wochenende in Gengenbach eine Fülle von Angeboten wie diesen Modeschmuck aus vergangenen Jahrzehnten.

(Bild 1/6) Der Altstadt-Antikmarkt bot am Wochenende in Gengenbach eine Fülle von Angeboten wie diesen Modeschmuck aus vergangenen Jahrzehnten. ©Thomas Reizel

Die Organisatoren des Altstadt-Antikmarkts, des verkaufsoffenen Sonntags und Besucher waren am Wochenende in Gengenbach zufrieden, obwohl das Wetter nichts Gutes verhieß. Doch Wind und Regen blieben weitestgehend aus. Und natürlich gab es Verkaufsschlager.

Gengenbach. Der 7. Altstadt-Antikmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag stand wegen des unsicheren Wetters nicht unter idealen Vorzeichen, dennoch zogen Veranstalter Wolfgang Koch und Mathias Schmidt, kommissarischer Vorsitzender der Gengenbacher Werbegemeinschaft Aktions-Team, eine positive Bilanz.

"Wenn die Händler fragen, ob wir den Markt nicht zweimal im Jahr veranstalten können, sagt das, dass sie sehr zufrieden sind", betonte Koch am Sonntagnachmittag. Und Mathias Schmidt sah es gerne, dass viele Leute in den Geschäften sind: "Der Oktober ist für einen verkaufsoffenen Sonntag einfach besser als der September, wenn viele erst aus dem Urlaub gekommen sind."

Am Samstag waren rund 50 Händler in der Haupt- und Victor-Kretz-Straße vertreten mit Dingen, die nicht nach 1975 hergestellt wurden. Ein kurzer Schauer am Nachmittag war für sie nicht so schlimm wie die Wetterprognosen am Sonntag. Regnerisch und windig sollte es werden, doch das trat weitestgehend nicht ein. Dennoch verzichteten zehn Händler auf einen Stand. "Vor allem Wind ist ein Problem", sagte Koch.

Bodo Schwarz aus Schömberg bei Rottweil präsentierte antiken Modeschmuck, unter anderem aus Böhmen und Neugablonz. "Die Leute kaufen immer was, aber die Zeiten, in denen es richtig ums Geld geht, sind vorbei." Unzufrieden sei er aber nicht.

"Klangschalen beliebt"

Nina Schlegel aus Offenburg, für die Karlsruher Firma Klangliebe vor Ort, berichtete von einem guten Geschäft mit Klangschalen. "Die sind immer sehr beliebt, weil sich das Denken der Menschen verändert hat", sagte sie. Entspannung, Entlastung und Körperarbeit stünden hoch im Kurs, nicht nur bei Ärzten und Therapeuten, sondern auch bei Privatleuten.

Frank Papenfuß aus Gengenbach wurde am Sonntag bei der Plattenbörse "Schwarzwald Schall" fündig. "Ich bin ein Vinyl-Fan", sagte er und kaufte vier LPs, darunter eine von Deep Purple ("Mark 2") und Europe ("The Final Countdown").

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Einer von drei Plattenverkäufern war Jimmy Zimmermann aus Grenzach-Wyhlen. "Wegen des Wetters sind wir nur zu dritt", erklärte er. Zu riskant war es offenbar einigen Ausstellern, ihre Schätze möglicherweise bei Wind und Regen anbieten zu müssen.

Deshalb freute er sich sehr, dass es ihm nach Absprache mit Mathias Schmidt möglich war, seinen Stand im Rathausdurchgang aufbauen zu dürfen. "Hier ist er geschützt", zeigte er sich dankbar.

Jürgen Oßwald, Bürgermeister im Ruhestand aus Schutterwald, zählte zu den Besuchern am Sonntag. "Wir gehen gerne nach Gengenbach. Meine Frau kann die Geschäfte anschauen und ich den Antikmarkt."

Zwei Venedigfans kauften ein

Sein noch amtierender Kollege Siegfried Eckert aus Gutach war mit Bruni Schweizer vor Ort. "Wir sind beide Venedigfans", sagte sie und zeigte ein dunkelblaues Glas mit Golddekor.

Siegfried Eckert freute sich unter anderem über zehn Porzellansammelteller aus der Manufaktur Rosenthal sowie einen aus der Reihe "Aladdin und die Wunderlampe". Für Dieter Kretschmann aus Gengenbach war es einfach nur schön, auf dem Altstadt-Antikmarkt immer viele tolle Leute zu treffen.

Veranstalter Wolfgang Koch berichtete, dass Sachen dann gut verkauft werden, "je kurioser und verrückter" diese sind. Als Beispiel nannte er eine 1,20 Meter hohe Vase, die zu zweit weggetragen werden musste. Und es seien auffallend viele Emailschilder verkauft worden.

Für Wolfgang Koch steht fest, dass es im kommenden Jahr wieder einen Altstadt-Antikmarkt geben wird. 

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