Zwei neue Vorsitzende gefunden

Der HSV versucht den Neustart

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10. September 2018

Das neue Duo an der Spitze des HSV: Bärbel Glatt (links) und Beatrix Dieterle. ©Klaus Krüger

Der Hundesportverein Schutterwald sucht einen Neustart. Nach Rücktritt der beiden Vorsitzenden gibt es jetzt zwei Nachfolgerinnen. Der Riss im Verein war allerdings auch bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag zu spüren.

Gut zwei Jahre war Peter Matejka Vorsitzender des Hundesportvereins Schutterwald, Lara Effenberg seine Stellvertreterin. Die beiden traten Ende Juni mit Wirkung zum 1. September von ihren Ämtern zurück, am Samstagabend gab es deswegen im Vereinsheim eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Die wählte – nach einigem Hin und Her – Bärbel Glatt als neue Vorsitzende, Beatrix Dieterle zu ihrer Stellvertreterin.

Große Spannungen

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Wie groß die Spannungen und die fachlichen Verwerfungen im eigentlich sehr erfolgreichen Hundesportverein sind, zeigte sich schon gleich zu Beginn. Noch-Vorsitzender Peter Matej­ka hatte eine geänderte Tagesordnung zur angekündigten eingereicht. Ihm war wichtig, schnell über Beitrittsanträge und Kündigungen entscheiden zu können – also sollte die Frage geklärt werden, wer darüber entscheidet. Matejka: »Seit dem 25. Juni gibt es keinen Vorstand mehr.«
Das sahen Heribert Glatt und andere mit einiger Vehemenz deutlich anders. Es gelte die veröffentlichte Tagesordnung, alles andere sei illegal. Matejka und Britta Hannemann argumentierten: Änderungen seien ausdrücklich vorbehalten gewesen. Peter Matejka wünschte zudem die gesamte Wahl des Vorstands – blitzte damit aber in der Versammlung ab. Heribert Glatt sagte, der restliche Vorstand sei noch im Amt, den könne man gar nicht wählen.
Britta Hannemann beanstandete den Ton mancher Wortbeiträge: »Wir sind hier, weil wir Hunde lieben. Mir liegt der Verein am Herzen.« 

Rauer Ton

Auch andere Redner sagten, so einen Ton habe es früher nicht gegeben und mahnten zu Sachlichkeit.
Auf Wunsch von Peter Matejka gab Kassiererin Doreen Reithmayer einen Zwischenbericht der Kasse (ohne Prüfung) – der HSV steht immer noch gut da.
Fels in der Brandung war an diesem Abend Ehrenvorsitzender Ernst Schmid – er zitierte immer wieder sachlich die Satzung und leitete die Wahlen.
Allerdings spiegelten die den böigen Verlauf des Abends wider. Peter Matejka trat überraschend wieder zur Wahl des Vorsitzenden an – als Gegenkandidat zu Bärbel Glatt. Er werde eine eventuelle Wahl allerdings nur akzeptieren, wenn es »einen komplett neuen Ausschuss gibt.« 
Für Britta Hannemann war das schwer zu schlucken – denn es sei eine klare Absage Matejkas an eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem bestehenden Vorstand. Die Wahl zum Vorsitzenden fand in zwei Durchgängen statt: Weil es einige Unstimmigkeiten gab, etwa 53 abgegebene Stimmen bei 50 Stimmberechtigten, musste die Wahl wiederholt werden – mit andersfarbigen, abgezählten Stimmzetteln. Der zweite Wahlgang hatte ein knappes Ergebnis: 24 Stimmen für Bärbel Glatt, 23 für Peter Matejka, bei vier Enthaltungen.
Beatrix Dieterle kandidierte als Stellvertreterin alleine – die Versammlung wählte dennoch geheim. Das Ergebnis (bei 49 abgegebenen Stimmen): 29 Ja-Stimmen, zehnmal nein, zehn Enthaltungen.
Bärbel Glatt, zudem Übungsleiterin Obedience, sagte, sie wolle mit dem bestehenden Team weitermachen. Und: »Es gibt nichts mehr dazu zu sagen.« Britta Hannemann diagnostizierte einen gespaltenen Verein. Pauschale Vorwürfe spalteten zusätzlich. Ihr eindringlicher Appell: »Bitte lasst es uns versuchen. Lasst uns ein Verein bleiben.«

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