Auch wenn das Wetter nicht optimal war:

Der Kilwi-Spaß in Unterharmersbach war ungetrübt

Autor: 
Hans-Peter Wagner
Lesezeit 4 Minuten
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09. September 2019

(Bild 1/2) Zwischen Markt und Festzelt lädt der Vergnügungspark die Besucher der Unterharmersbacher Kilwi zum Verweilen ein. Und dieser Platz war auch gestern gut gefüllt. ©Hans-Peter Wagner

Trotz schlechten Wettervorhersagen feierte Unterharmersbach auch dieses Jahr wieder eine gelungene Kilwi. Die wenigen Regentropfen konnten die Besucher nicht abhalten. Und der Regen am Samstagabend kam zur rechten Zeit. Alle Besucher suchten so kurz vor Programmbeginn der »Wilden Engel« Schutz im trockenen Festzelt.

Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner hatte gleich zur Eröffnung der Kilwi den Fassanstich mühelos gemeistert. Seine jahrzehntelange Erfahrung zahlte sich aus: Gekonnt schlug mit einem Schlag den Spunden heraus und den Zapfhahn ein. Dann floss das Freibier und im Nu war das Fass von den Gästen geleert. 

Mit einem Hombacher Vesperkorb wurde der Ortsvorsteher vom FVU-Vorsitzenden Dieter Heitz­mann und vom Festwirt Michael Hirt bedacht. »30 Mal Fassanstich und 30 Jahre beste Unterstützung bei der Durchführung der Kilwi  sind einmalig. Wir sind zu großem Dank verpflichtet«, betonte Heitzmann in seiner Laudatio. Für Stimmung sorgte wie jedes Jahr eine Abteilung der Musikkapelle Unterharmersbach unter der bewährten Leitung von Patrick Friedmann und die FVUler, die das Lokalderby gegen den FV Zell  unerwartet klar mit 4:0 gewonnen hatten.

Danach legten »Die Wilden Engel« aus Titisee gleich furios los. Schon nach den ersten Takten glich das Festzelt einem Hexenkessel. Die Besucher im bestens gefüllten Festzelt feierten auf Tischen und Bänken, sowie in den Gängen begeistert mit. Mit ihrem vierstündigen Auftritt hatten die »Wilden Engel« eine Show vom Feinsten abgeliefert. Gäste aus der Schweiz und rund 100 Wilde-Engel-Fans, die mit zwei Bussen anreisten,  hatten unermüdlich zusätzlich die Stimmung angeheizt.

Am Sonntagmorgen sah es trüb und nach einem Regentag aus. Rund 30 Händler hatten deswegen auch kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt. Für Marktmeister Clemens Schilli und Lisa Willmann von der Ortsverwaltung war umorganisieren angesagt. 
Doch alle Sorge war ungegründet. Als sich gegen 11 Uhr  die Wolken lichteten, zog es wieder Scharen von Besuchern zur Kilwi nach Unterharmersbach. Aus dem ganzen Ortenaukreis (auch oft mit Fahrrad) waren die Kilwibesucher gekommen, um den Markt zu besuchen und im Festzelt miteinander zu feiern. 

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Viele auswärtige Gäste

Viele Gäste aus dem Elsass, aus der Schweiz und sogar aus den Großräumen Karlsruhe und Stuttgart wollten unbedingt die Hombacher Kilwi miterleben. Es gab auch großes Lob für die neue L94: »Hier fährt man ja wie auf einemPerserteppich«. Den ganzen Tag über drängten sich an den Marktständen die Menschen und die Händler, die gekommen waren, machten strahlende Gesichter. Iris Braun aus Ettenheim, die seit 25 Jahren  ihre Waren auf der Kilwi verkauft, war wie viele andere vollkommen zufrieden: »Das Wetter ist für uns Händler hervorragend. Keine 35 Grad, dass alle ins Schwimmbad gehen oder wegen der Hitze zu Hause bleiben. Hier haben wir eine ganz treue Stammkundschaft. « 

Als die Trachtenkapelle Unterharmersbach mit dem Frühschoppenkonzert begann, war das Festzelt voll besetzt. Die Musikerinnen und Musiker unter der temperamentvollen Leitung von Stefan Polap präsentierten sich in glänzender Form und die Besucher im Zelt waren begeistert. An die hervorragenden Leistungen der Musikkapelle knüpfte Christian Müller  mit seiner  böhmisch-mährischen Blaskapelle »Zweitakt spezial« nahtlos an. Bekannte Polkas, Ohrwürmer und auch Evergreens wurden perfekt und mit Herz dargeboten. 

Überall im Zelt saßen frohgelaunte Menschen, die das Finale der Kilwen im Tal feierten. Die Mannschaft des FV Unterharmersbach als bewährter Festwirt unter der Leitung von Michael Hirt und dem Zweiten FVU-Vorsitzenden Martin Schwarz hatte mit ihren über 100 Helfern viel  zu tun, um alle mit Speis und Trank zu versorgen. Stau gab es am Sonntagmittag nur bei den begehrten Kilwi-Hähnchen, die Hubert Schwarz mit seinen Helfern pausenlos gleich an mehreren Grillautomaten zubereitete. 

Mit einer Sommer-End-Party wurde die Kilwi am Freitagabend eröffnet. Auch hier strömten die Massen und das Festzelt war voll wie schon lange nicht mehr. Auch hier war die Stimmung bestens und vor allem friedlich. Die Sicherheitskräfte hatten einen ruhigen Abend. Nach Mitternacht wurde auch die Musik heruntergefahren, damit die Nachbarn nicht gestört wurden.

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