Offenburger Reiterverein spielt Theater

"Der Weihnachtsmarkt" in der Reithalle in Bühl

23. November 2017
&copy Martin Röderer

Wenn in dieser Jahreszeit an einem Samstagabend beim Offenburger Reiterverein an der Kinzig in Bühl keine Parkplätze mehr frei sind, ist das Weihnachtstheater angesagt. 
 

Dicht besetzt die Stuhlreihen in der Reithalle. Erwartungsvoll fiebern die Kinder mit ihren Eltern der Aufführung entgegen. War es im vergangenen Jahr »Eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte«, hält dieses Mal »Der Weihnachtsmarkt« Einzug in die stimmungsvoll ausgestaltete Reithalle in Bühl. 

Eröffnet wird die Aufführung durch das Einreiten der kleinen und großen Reitschüler des Offenburger Reitervereins. »White Christmas« und »Advent, Advent, ein Lichtlein brennt« ertönen als musikalische Umrahmung eines märchenhaften Bühnenbilds mit vielen Lichteffekten. Und die Geschichte von der Sternschnuppennacht, die man heute noch irgendwo erzählt, begann.

Zauberhafte Stimmung

Von überall her kommen Leute auf den Weihnachtsmarkt, um an dem Lebkuchen- und Kerzenstand einzukaufen. Inmitten des Geschehens Puppenspieler »Pepe« mit seiner Marionette »Lotte«. »Ihr lieben Leute, lasst euch sagen, unsere Uhr hat acht geschlagen«, schließt der Marktmeister hoch zu Ross den Weihnachtsmarkt. »Stille Nacht, heilige Nacht« ertönt es im weiten Rund, die erste Sternschnuppe fällt und überall geht die Beleuchtung aus. 

Marionette »Lotte« befreit sich vom Puppenspieler und zieht allein über den Weihnachtsmarkt. Am Stand mit dem Weihnachtsschmuck läutet sie ein Glöckchen und wird von dessen Klang verzaubert. »Halleluja« erklingt, Engel auf dem Rücken der Pferde reiten beschwingt durch die Halle über den Weihnachtsmarkt, zur großen Freude von »Lotte«. 

Die Marionette bleibt nicht alleine, denn am Lebkuchenstand leisten ihr die beiden Lebkuchenmännchen »Krümel« und »Prösel« Gesellschaft. Gemeinsam ziehen sie über den  Weihnachtsmarkt und entzünden eine große, rote Kerze. Zu den Klängen von »The Power of Love« erleben die Besucher einen furiosen Auftritt der Pferde und Reiter. 

Am Spielsachenstand treffen die drei auf den kleinen Trommlermeister, der sich dem Trio anschließt, und auch ein kleines, weißes Pony vom Kinderkarussell neben dem Weihnachtsmarkt zieht mit ihnen weiter. Auf dem Weg zum Süßigkeitenstand treffen die staunenden Weihnachtsmarktbesucher dann auf den Schneemann »Max« und gewinnen auch dessen Freundschaft. Gemeinsam nehmen sie in der Ferne die Weihnachtskrippe wahr und erleben, wie die Heiligen Drei Könige, auf dem Rücken der Pferde, Maria, Josef und dem Jesuskind ihre Gaben überbringen. Daraufhin decken sie sich ebenfalls mit Geschenken vom Weihnachtsmarkt ein und legen diese an der Krippe ab. 

Puppenspieler »Pepe« erwacht und er vermag kaum zu glauben, was er an der Weihnachtskrippe sieht, bis sich eine große dunkle Wolke davorschiebt, und alles ist wie vom Erdboden verschwunden. Ob »Pepe« wohl geträumt hat? 

Ein großes Finale

Die Sternschnuppennacht neigt sich ihrem Ende entgegen, und kurz vor acht Uhr eröffnet der Weihnachtsmarkt wieder. Aber, alles ist anders an diesem Morgen: Keine Lebkuchenmännchen, die Krippe ist leer und »Lotte« ist nicht mehr da. Zum Schluss finden die beiden wieder zusammen, und mit dem Marionettentanz geht es in der Reithalle in Bühl über zum großen Finale. »Fröhliche Weihnacht überall«, »Oh du Fröhliche« und »In der Weihnachtsbäckerei« erklingen. 

HINWEIS: Alle, die bei der ersten Aufführung nicht dabei sein konnten, dürfen sich schon jetzt auf die zweite Aufführung freuen. »Der Weihnachtsmarkt« macht am Samstag, 2. Dezember, 17 Uhr, nochmals Station in der Reithalle in Bühl. 

Hintergrund

Stimmen und Meinungen zum Weihnachtstheater

Reitlehrerin Sandra Zelosko, Regie, Choreographie, Musik, Geschichte, Erzählung: »Es ist einfach das ›Highlight‹ des Jahres, und das inzwischen seit 2009. Wir beginnen mit den Proben Anfang September und ich fühle mich manchmal wie in einer Talentschmiede. Immer wieder rücken neue Mitspieler auf. 
Alles, vom Bühnenbild über die vielen Requisiten bis zu den Gewändern, wird in Eigenleistung hergestellt. Die Geschichte für nächstes Jahr befindet sich bereits in meiner Schublade.«
Peter Borutta, Vorsitzender Reiterverein Offenburg: »Aus dem klassischen Weihnachtsreiten heraus entwickelt, eine Geschichte, die mit Sandra Zelosko steht und fällt. Sie ist die gute Seele des Vereins. Für mich ganz beeindruckend, dass ausnahmsweise Reitschüler mit den Schulpferden das Theater gestalten. 
Vielen Dank für die helfenden Hände hinter der Kulisse.«
Amelie Steiner, Marionette »Lotte«: »Ich bin zum dritten Mal dabei, und trotzdem ist es immer wieder aufregend und sehr schön“.
Greta Schmieder, Schneemann »Max«: »Am meisten Spaß bereiteten mir die Proben unter unserer Reitlehrerin Sandra Zelosko und dem ganzen Team.«

Autor:
Martin Röderer

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