Offenburg

OB Steffens besucht Büroartikel-Marktführer Printus in Offenburg

Autor: 
Redaktion
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23. Oktober 2019

Beim Besuch über die ausgefeilte Logistik gestaunt: Oberbürgermeister Marco Steffens (Mitte), Wirtschaftsförderer Ralf Grundheber (vorne links) und Vize-Ortsvorsteher Erich Kiefer (rechts) mit den Mitgliedern der Printus-Geschäftsführung (von links) Siegfried Sorg, Michael Kelsch, Unternehmenschef Hans R. Schmid und Peter Kirchberg. ©Stadt Offenburg

Wie wird man Marktführer? Um die Antwort auf diese Frage ging es beim Besuch von Oberbürgermeister Marco Steffens beim Unternehmen Printus GmbH im Industriegebiet Elgersweier. Dort sind 1600 Mitarbeiter beschäftigt.

Zwei Hobbys sind es, die Hans R. Schmid seit den 1990er-Jahren pflegt: „Bauen und Unternehmen gründen“, sagt der Mittsiebziger. Gemeinsam mit seiner aus den USA stammenden Frau Mary-Victoria leitet er die „Hans R. Schmid Holding“, Muttergesellschaft der Printus-Gruppe. Flaggschiff ist die Printus GmbH im Gewerbegebiet Offenburg-Elgersweier.

Die Printus-Flotte ist deutscher Marktführer im Büroartikel-Geschäft. Wie man Marktführer wird, darüber informierte sich jetzt Oberbürgermeister Marco Steffens direkt an der Quelle. In seiner Begleitung: Elgersweiers stellvertretender Ortsvorsteher Erich Kiefer, im Hauptberuf Leiter eines Finanzamtes, sowie Ralf Grundheber vom Fachbereich Wirtschaftsförderung.

Keine Warteschleife

Das Patentrezept für den Erfolg könnte folgendermaßen lauten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Offenburg: erstens ein eingeschworenes Führungsteam. Alle Mitglieder der Geschäftsführung können sich mit dem Prädikat „langjährig“ schmücken. Neben Schmid sind dies Peter Kirchberg, zuständig für Finanzen/Controlling, IT, Einkauf und Personal, Michael Kelsch mit den Bereichen Logistik und Kundenservice sowie Siegfried Sorg, der sich um Marketing und E-Commerce kümmert.

Zweitens: „Immer an den Kunden denken.“ Das heißt zum Beispiel: Keine Warteschleifen im Callcenter, spätestens nach dem zweiten Klingeln steht die Verbindung. Und nur 90 Minuten nach der Bestellung ist die Ware auf dem Weg zum Kunden. Als erster Versender überhaupt in Deutschland führte Printus bereits 1995 den 24-Stunden-Lieferservice ein. Motto: „Heute bestellt, morgen bei Ihnen.“ Für Kundenbindung sorgen auch Kataloge und Infobroschüren – in einer Gesamtauf­lage von jährlich 55 Millionen – sowie 27 Millionen E-Mail-Newsletter jährlich, ein Großteil davon personalisiert.

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Drittens: Eine motivierte Belegschaft. Für Mitarbeiter der Offenburger Zentrale steht sogar ein Angelteich zur Verfügung. „Allerdings im benachbarten Elsass. Da sind die Vorschriften nicht so kompliziert“, schmunzelt Hans R. Schmid.

Vor fast 40 Jahren übernahm er das damals in Hamburg ansässige Unternehmen, verlegte den Sitz nach Offenburg, machte es zum Marktführer mit derzeit 800 Millionen Euro Umsatz. Dabei setzte er konsequent auf die Mehr-Marken-Strategie. Neben der Marke Printus gibt es unter anderem Büroplus und office discount sowie die Internet-Shops Büroshop 24 und office direkt. Als Branchen-Coup galt 2015 der Kauf der eingeführten Marke Otto Office vom Hamburger Versand-Konzern.

Neun Millionen Pakete

Bereits 2005 entstand das 65 Millionen Euro teure Logistikzentrum im Gewerbegebiet Elgersweier mit über 200 000 Lagerplätzen. „Printus ist das Herzstück. Hier werden wichtige Tätigkeiten für alle Tochterunternehmen abgewickelt: Personal, Finanzen, IT, Controlling“, erläutert Geschäftsführungs-Mitglied Peter Kirchberg beim Rundgang durch die endlosen Regal- und Förderband-Reihen. 1600 Mitarbeiter bringen jährlich neun Millionen Pakete auf den Weg. Der Begriff „Büroartikel“ ist übrigens weit gefasst. Zum Sortiment gehören auch Kaffee, Süßigkeiten, Hygienebedarf und Möbel.

Ein Herzensanliegen ist Hans R. und Mary-Victoria Schmid das gesellschaftliche Engagement. Printus begleitete die Offenburger Volleyball-Damen bei ihrem Erfolgslauf in der Zweiten Bundesliga, stiftete einen Lehrstuhl an der Hochschule Offenburg, unterstützt regionale Vereine, SOS-Kinderdörfer und die „Tour der Hoffnung“ für krebskranke Kinder. Für dieses Engagement wurde Hans R. Schmid mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Gegen Ende des Besuchs stellt sich dann heraus, dass es noch ein drittes Hobby gibt – das Segeln. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Segel weiterhin richtig setzen“, verabschiedet sich Oberbürgermeister Marco Steffens – auch der Rathauschef ist übrigens begeisterter Segler.

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