Biberach

Die ersten Ideen gibt es schon

Autor: 
Andrea Bohner
Lesezeit 3 Minuten
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16. Oktober 2014

Im Montessori-Raum konnte mit einer Waage experimentiert werden. ©Andrea Bohner

Das neu gestaltete Lernzentrum Kinzigtal in der Grundschule Biberach möchte sein Angebot für neue Zielgruppen öffnen. Bereits bei der Einweihung am Sonntag sprudelten dafür die ersten Ideen.

Biberach. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Einweihung des um- und ausgebauten Lernzentrums Kinzigtal in der Grundschule Biberach (wir berichteten) fand ein Aktionstag statt. Unter dem Titel »Lernzentrum Kinzigtal: Entstehung – Ziele – Perspektiven für die Region« fanden Podiumsgespräche statt, bei denenunter anderem auf die neuen Möglichkeiten eingegangen wurde, die durch den Umbau entstanden sind. Danach wurde ein buntes Programm geboten.
Im ersten Gespräch bescheinigte Direktor Wolfgang Zink vom Staatlichen Schulamt den neuen Räumen eine neue Aufenthalts- und Wohfühlqualität. Zink war einer der Mitinitiatoren und erinnerte an die Reise nach Rorschach, wo sich die Teilnehmer wichtige Impulse geholt hätten:  »Wir wollen die Kinder und Jugendlichen erden und ihnen die Möglichkeit geben, naturwissenschaftlichen Phänomenen nachzuspüren«.
Leitende Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich ging auf die bisherigen Lerngärten Wasser, Sonne, Rad und Olympia ein und sprach Kooperationsmöglichkeiten im »Mint«-Bereich mit Handwerkskammer und Hochschulen an. Ninja von Rudloff, Arbeitsgruppensprecherin des Unterausschusses Gesamtstrategie Ländlicher Raum und Leiterin des Ordnungsamts im Landratsamt, betonte, dass der Landkreis als Wirtschaftsstandort mit vielen mittelständischen Unternehmen vom Lernzentrum Kinzigtal profitiere. Die »Mint«-Vernetzung könne in der Sekundarstufe der Gymnasien sowie durch ein Forschungszentrum am Gymnasium in Gengenbach weiter vor­angehen.   
Im zweiten Gespräch kamen dann zukünftige Benutzer zu Wort. Nicole Fonteiner vom Förderverein der Grundschule, stellte als besonders positiv heraus, dass die Schule dank des Lernzentrums auch zum Freizeitort und zum Treffpunkt für alle werde. Auch auch der Förderverein habe großes Interesse an der Nutzung der Räume.
Altes Handwerk
Andrea Mäntele vom Biberacher Verein »Hilfe von Haus zu Haus« plant eine »Bildungsakademie für Jung und Alt«, in der beispielsweise altes Kräuterwissen und altes Handwerk vermittelt werden könne. Konkret auf der Agenda stehen eine Einführung in die Homöopathie für junge Familien und ein Vortrag über Kinetik.   
Ebenfalls ganz großes Interesse an der Nutzung insbesondere des mit Beamer ausgestatteten Multifunktionsraums bekundete Christian Flick vom Astronomischen Verein Ortenau, der sich seit 36 Jahren im Gasthaus »Linde« trifft und nächstes Jahr Vorträge sowie  einen »Virtuellen Himmel« plant.  
Beim Rundgang durch das Schulhaus wurde offensichtlich, dass es noch viele andere Interessenten gibt. So war das Ernährungszentrum Südlicher Oberrhein mit Infos über »Ernährung für Kinder« vor Ort, hier wäre ein Kochkurs in der Küche denkbar. Am Aktionstag waren hier die Landfrauen Prinzbach-Schönberg mit der Zubereitung von Kürbissuppe zugange. Beim Verein »Hilfe von Haus zu Haus« gab es Kaffee und Kuchen, der Förderverein bot »Kreatives Gestalten mit Ton« an.
Die Bürgerenergiegenossenschaft zeigte im Multifunktionsraum Filme, der THW-Ortsverband hatte draußen auf dem Schulhof zahlreiche Mitmach-Aktionen aufgebaut, ebenso die Feuerwehr. Der Kleintierzuchtverein Biberach hatte Hahn, Hühner und Kaninchen dabei, die Modellfliegergruppe »Grashüpfer« präsentierte auf dem Fußballplatz Hubschrauber, Segler und Doppeldecker im freien Flug.
Insgesamt brachten sich 18 Gruppierungen und Vereine beim »Tag der offenen Tür« im Lernzentrum ein. Etwas Besonderes hatte sich der Schwarzwaldverein einfallen lassen, der eine von einem Jäger geführte Erlebniswanderung für Familien anbot.

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