Offenburg - Zunsweier

25 Jahre Bürgergemeinschaft Umwelt Kienberg/Hohhölzle

Autor: 
Manfred Vetter
Lesezeit 3 Minuten
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20. November 2018

Ortsvorsteher Karl Siefert und Andreas Vollmer (rechts), Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Zunsweierer Vereine, übergeben dem Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft Umwelt Alfons Stoll (Mitte) Geschenke. ©Manfred Vetter

Die Bürgergemeinschaft Umwelt Kienberg/Hohhölzle feierte am Samstag mit einer Feierstunde im Foyer der Sporthalle ihr 25-jähriges Bestehen.

»Ihr seid wie die Feuerwehr für die Umwelt: Wir sind froh, dass Ihr zurzeit nicht viel zu tun habt«, gratulierte Andreas Vollmer, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Zunsweierer Vereine der Bürgergemeinschaft Umwelt Kienberg/Hohhölzler zum 25-Jährigen. Damit fasste er die Stimmung des Abends zusammen. Aufgelockert wurde der Abend musikalisch durch das Duo Randy Club. Annette Kiefer und Regina Heilig setzten kabarettistische Glanzpunkte bei ihren hintersinnigen Auftritten.

Einige Aufgaben

Die Bürgergemeinschaft hatte einige Aufgaben zu bewältigen. Gegründet wurde sie 1993, als bei Zunsweier eine Restmülldeponie entstehen sollte. Werner Reich zeigte, dass die Deponie höher geworden wäre als das Hohhölzle. »Die Lage war ernst, mit dem Showdown in der Festhalle mit dem Landrat und Oberbürgermeister Dr. Bruder«, so Werner Reich. »Das war der Beginn einer wunderbaren Gemeinschaft.« Man schaffte es sogar, ein eigenes geologisches Gutachten auszuarbeiten. Die Argumente hatten am Ende Erfolg, sodass die Deponie nicht kam. Rupert Krumhard erinnerte an die Geschichte der Warentauschtage (erst in Zunsweier, später auch an anderen Orten). »Wer etwas noch Gebrauchsfähiges nicht mehr braucht, gibt es anderen«, war das Ziel. Der Andrang war von Anfang an riesig. 

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Den Kampf gegen die Bahntrasse schilderte Elmar Herp. Eine Variante sollte zwischen Zunsweier und Elgersweier durchführen, eine andere sah die Trasse durch den Bellenwald vor. Schon damals schlug die Bürgergemeinschaft einen Tunnel vor, der unter der Stadt verlaufen sollte.

Rupert Krumhard ging auf die Hochstammaktion ein. Die Stadt bezahlte den Zuschuss, die Bürgergemeinschaft organisierte die Aktion. In drei Jahren wurden so 450 Obstbäumchen gepflanzt. Um das vorgesehene Deponiegelände ökologisch aufzuwerten, entschloss man sich, eine »Benjes-Hecke« zu pflanzen, so Vorsitzender Alfons Stoll. Hermann Benjes referierte extra in Zunsweier. An drei Samstagen wurde Totholz wie Bauschnitt und Gestrüpp vor Ort gefahren und verteilt. Einige Bäumchen wurden zwischen den Holzwällen gepflanzt, um die Entwicklung zu beschleunigen. Heute ist die Hecke prächtig gediehen. Man beteiligte sich an der Wald- und Wiesenputzede, brachte Nisthilfen für Mauersegler und Steinkäuze aus, wies ein Biotop für die Gelbbauchunke aus. Beim Sommerferienprogramm wurden Flieger und Raketen gebastelt. 1998 erhielt die Bürgergemeinschaft den Umweltpreis des Landratsamtes. Danach lobte man selbst einen Umweltpreis aus, für den man sich auch heute noch bewerben kann.

Ortsvorsteher Karl Siefert gratulierte: Die Bürgergemeinschaft habe viel Positives für Mensch und Natur erreicht –mit viel Einsatz. »Es war eine erfolgreiche Zeit zum Nutzen der Bürger. »Es ist ein Segen, dass es Euch gegeben hat.« Für die Zukunft wünschte der Ortsvorsteher, dass es keine so harten Brocken mehr gibt wie in der Gründungszeit.

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