Messe in vollem Gotteshaus gefeiert

Die katholische Kirchengemeinde Schutterwald beging ihr Patrozinium

Otmar Hansert
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juli 2022
Der Kirchenchor Schutterwald-Dundenheim hat nach drei Jahren Pause wieder eine Messe gesungen.

Der Kirchenchor Schutterwald-Dundenheim hat nach drei Jahren Pause wieder eine Messe gesungen. ©Otmar Hansert

In Schutterwald ist am Sonntag von der katholischen Kirchengemeinde das Patrozinium „Jakobi“ mit anschließendem Stehempfang im Pfarrgarten gefeiert worden. Für den musikalischen Rahmen sorgten Kirchenchor, Streichensemble und Solistin Antje Tomaschke-Weschle.

Die katholische Kirchengemeinde Schutterwald hat am Sonntag das Patrozinium St. Jakobus gefeiert. Dieses Jahr beschränkte sich das traditionelle „Jakobi“ auf einen feierlichen Gottesdienst mit einem anschließenden Stehempfang im Pfarrgarten. Leider gab es auch dieses Jahr keine Prozession, da aufgrund der Corona-Lage keine Planungssicherheit herrschte.

Der Gottesdienst wurde vom Pfarrer Emerich Sumser gehalten, der die Jakobusfreunde, den Kirchenchor und vor allem die vielen Gottesdienstbesucher erwähnte. „Es macht Freude, in einem vollen Gotteshaus eine Messe zu feiern“, sagte Sumser. Die Jakobusfreunde nahmen drei Bankreihen in Beschlag, zumal sie auch Besuch von den elsässischen Jakobusfreunde hatten. Aus dem Schwarzwald waren auch einige angereist.

Chor und Streichensemble

Musikalisch wurde die Messe von dem Kirchenchor Schutterwald-Dundenheim unter der Leitung von Stefan Meier mitgestaltet. Der Chor sang die Messe „Missa Brevis a tre voci“ von Michael Haydn sowie das Kirchenlied „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Es war, so die Vorsitzende Gertrud Lipps, seit drei Jahren die erste Messe, die von dem Chor gesungen wurde.

Eine stattliche Sängerschar von 34 Frauen und elf Männern bewies, dass sie trotz einer längeren Pause nichts verlernt hat. Ein erfrischendes Musizieren zwischen dem Chor und dem jungen Schutterwälder Streichensemble, bestehend aus Benedikt Kiefer (Violine 1), Christioph Kiefer (Violine 2), Johannes Kiefer (Cello), Jakob Haß (Violine 1), Jakob Benz (Violine 1) und Karlotta Losau (Violine 2), ergab wunderschöne musikalische Beiträge.

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Die Stücke wurden von den perfekt vorgetragenen Soloparts von der aus Ichenheim stammenden Sopranistin Antje Tomaschke-Weschle ergänzt. Stefan Meier war nach dem Auftritt von Chor und Solistin begeistert: „Ich bin erleichtert und froh, dass alles so toll geklappt hat und das nach drei Jahren Pause.“ Pfarrer Sumser hielt eine leidenschaftliche Predigt. Er ging auf das Pilgern ein und meinte, dass man dabei ein großes Vertrauen haben muss, um einfach loszugehen, ohne zu wissen, wo man landet. „Pilgern wir zusammen, zusammen in eine spannende Zeit hinein.“

Dank an Beteiligte

Am Ende des über 90-minütigen Festgottesdienstes sprach Gemeindereferent Peter Panizzi Dankesworte. Er bedankte sich beim Kirchenchor, dem Streichensemble, dem Orgler Felix Fischer, den Jakobusfreunden, der Blumenfrau, der Mesnerin Renate Beathalter und natürlich auch Pfarrer Sumser für den wunderschönen Gottesdienst. Panizzi rief die Anwesenden auf, sich ehrenamtlich in die Arbeit des Gemeindeteams einzubringen oder sich im Pflegeheim zu engagieren.

Zum Schluss des Gottesdienstes wurde gemeinsam das Lied „Großer Gott wir loben dich“ gesungen. Beim Auszug aus der Kirche zog Felix Fischer alle Register an der Orgel und setzte den Schlusspunkt einer feierlichen Messe zu Ehren des Kirchenpatrons Jakobus. Schön war auch, dass ukraniniche Kirchenbesucher in der Messe waren. Für sie hatten Verantwortliche Texte in ukrainischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Nach dem Festgottesdienst gab es im Pfarrgarten noch einen kleinen Stehempfang. Das Gemeindeteam, das für die Organisation verantwortlich war, konnte viele Gäste begrüßen. Trotz großer Hitze, einem typischen Jakobi-Wetter, gab es an zahlreichen schattigen Plätzen und unter Partyzelten nette Gespräche.

Der ein oder andere lebenserfahrene Gast, der noch das „Jakobi“ von damals kannte, konnte erzählen, wie „Jakobi“ damals ablief, zum Beispiel, dass beim weltlichen Teil immer ein „Scheesli“ da war. Interessant ist auch, dass vor „vielen Jahren an „Jakobi“ die Bevölkerung um sechs Uhr mit Böllerschüssen geweckt worden war.

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