44. Jubiläum

Die Krabbenaze Bohlsbach haben ihren 44. Narrenbaum geschlagen

Autor: 
Ingo Nikusch
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

(Bild 1/2) Das gute Wetter haben die Bohlsbacher Krabbenaze genutzt und bereits den Narrenbaum aus dem Wald geholt. ©Ingo Nikusch

Die Krabbenaze Bohlsbach haben zu ihrem 44. Jubiläum erfolgreich den 44. Narrenbaum geschlagen. Ingo Nikusch, der „Abbisser“ von der Narrenzunft Krabbenaze, erzählt vom Baumschlagen aus seiner Sicht.

Der Kobold im Dachwinkel an der Jagdhütte neben der ehemaligen Pflanzschule oberhalb von Rammersweier hatte uns schon erwartet, als sechs kräftige Krabbenaze am Samstag auftauchten, um den Narrenbaum für das 44. Jubiläum der Narrenzunft zu schlagen. Aber warum so wenige und warum so spät?

Es war nur die Vorhut mit unserem Holzfäller und Experten im Narrenbaumschlagen, Christoph Hurst, und fünf Mannen zu Stammschälen. Die Krabbenaze, flexibel wie sie sind, hatten sich kurz entschlossen, das gute Wetter zu nutzen, um die Bändel über der Umzugsstrecke für den Jubiläumsumzug am Sonntag, 2. Februar, anzubringen. Und weil es so gut lief, gleichzeitig auch den Narrenbaum zu schlagen. Wenn das Bändelaufhängen beendet wäre, dann würde Verstärkung für den Abtransport des Narrenbaumes kommen.

Unser Senior Richard Link saß also nach vier Jahren Abstinenz wegen eines komplizierten Beinbruchs wieder am Steuer seines geliebten Oldtimer-Traktors mit Hänger und brachte die Vorhut samt einiger Getränkekästen vor Ort.

Unser Förster hatte uns wie in den letzten Jahren oberhalb der Kreuzebene im Bereich der ehemaligen Pflanzschule ein Waldstück mit geeigneten Bäumen zugewiesen. Das Waldstück war schon bekannt, aber die besten Bäume waren in den vergangenen Jahren schon der Kettensäge zum Opfer gefallen. 

Also wurde die Suche nach einem geeigneten Baum etwas schwierig. Aber ein Narrenbaum muss nicht unbedingt schön sein, wenn er entsprechend närrisch geschmückt wird. 

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Also einigte man sich und Christoph setzte die Motorsäge an – schon lag der Baum mit einem lauten Kracks am Waldboden. War da etwa ein stärkerer Ast der Krone abgebrochen? Erleichterung! Es war nur ein dürrer Ast eines Nachbarbaumes.

Sofort machten sich die Mannen an Ort und Stelle daran, den Stamm zu entasten und zu schälen. Schnell war er sauber geschält und das 15 Meter lange Prachtexemplar zum Abtransport bereit. Da die Verstärkung noch nicht eingetroffen war, wurde erst einmal von den „Schälern“ der Durst mit den mitgebrachten Getränken gestillt. Ein Vesper gab es diesmal nicht, dafür waren die Krabbenaze nach getaner Arbeit vom TuS Bohlsbach zum Waldspeckessen am Sporthiesli eingeladen. 

Dann kam mit lautem Hallo die Verstärkung von weiteren sechs Mann an. Vom Zunftpräsidenten Steven Wieland wurde der Baum begutachtet und für gut befunden und schließlich mit einem gemeinsamen Kraftakt aus dem Wald geholt und auf den Hänger gewuchtet.

Es wurde schon dämmerig und der Baum musste noch nach Bohlsbach gefahren und am Zierplatz abgeladen werden. Deshalb wurde rasch zum Aufbruch geblasen und im Konvoi, mit Absicherung nach vorn und hinten, gings ab in die Heimat, um den Baum endlich zu seinem vorläufig endgültigen Ziel, dem Zierplatz, zu bringen. Ein letzter Kraftakt – das Abladen – und fürs erste war es geschafft.

Die „Alten“ werden diesen Jubiläumsbaum, wie jedes Jahr mit Hingabe mit Bändeln und Luftballons schmücken, und am 15. Februar wird dann unser Narrenbaum um 10 Uhr anlässlich des Rathaussturmes vor dem Rathaus Bohlsbach aufgestellt.

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