Interview mit Michaela Uhlmann

Die neue Vorsitzende über den Musikverein Fessenbach

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
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13. April 2018
Michaela Uhlmann, Vorsitzende des Musikvereins Fessenbach.

Michaela Uhlmann, Vorsitzende des Musikvereins Fessenbach. ©Uli Litterst

Im Februar wurde Michaela Uhlmann zur Vorsitzenden des Musikvereins Fessenbach gewählt – in der 85-jährigen Geschichte des Vereins die erste Frau an der Spitze. Am morgigen Samstag gibt der Musikverein Fessenbach ab 20 Uhr sein Frühjahrskonzert in der Reblandhalle. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Programm, das Dirigent Alfred Hann zusammen mit den Musikerinnen und Musikern ausgewählt hat.  Michaela Uhlmann sprach vorab über das Konzert, aber auch über den Verein insgesamt.

Frau Uhlmann, haben Sie sich über die Nominierung und einstimmige Wahl zur ersten Vorsitzenden des Musikvereins gefreut?

Michaela Uhlmann: Ja, sehr. Es zeigt das Vertrauen, das in mich gesetzt wird. Der Verantwortung, die dadurch erwächst, bin ich mir natürlich bewusst.

Nun steht zum ersten Mal eine Frau an vorderster Front. Was wollen Sie als Frau anders machen als ihre männlichen Kollegen?

Uhlmann: Ich denke, das Feingefühl und die Kompromissbereitschaft, die ich als Frau und Mutter habe, können schon einen Unterschied bewirken. Auch das Durchhaltevermögen und der Biss, den man als Frau in der heutigen Gesellschaft braucht, könnten hilfreich sein. 

Welche Ziele sehen Sie für den Musikverein in der nächsten Zeit, die Sie erreichen wollen?

Uhlmann: Die Jugendarbeit und die Kooperation mit der Schule sind wichtige Bereiche, in denen wir uns neue Konzepte überlegen werden. Ein Schritt, der dringend angegangen werden muss, sind unsere in die Jahre gekommenen Uniformen, die erneuert werden müssen. Da dies ein kostspieliges Unterfangen ist, werde ich mich auf Sponsorensuche begeben. Ziel ist es, bis spätestens zum 90-jährigen Bestehen in neuen Uniformen zu spielen.

Auch Ihre Töchter sind im Musikverein integriert, was man übrigens auch bei weiteren aktiven Musikern feststellen kann. Sind diese familiären Bindungen im Verein wichtig für Sie?

Uhlmann: Es ist wunderbar, die Hobbys mit meinen Kindern teilen zu können. Aber auch wir im Verein sind eine große Familie. Ich kann mir keinen besseren Platz vorstellen, an dem meine Kinder gut aufgehoben sind.

Im Gegensatz zu Ihrem Vorgänger sind Sie auch als Musikerin im Verein integriert. Ist das ein Vorteil?

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Uhlmann: Das ist ein großer Vorteil. Ich bin direkt dabei, kann die Stimmungen auffangen und auf alle Situationen reagieren. Die enge Zusammenarbeit mit dem Dirigenten und den Musikern ist essenziell.

Was wünschen Sie sich für das gemeinsame Jugendorchester FeZ (Fessenbach und Zell-Weierbach)?

Uhlmann: Da dieses Jahr viele Musiker ins große Orchester gewechselt sind, ist es nun notwendig, die entstandenen Lücken zu schließen, um wieder eine spielfähige Mannschaft zu haben. Doch ich bin zuversichtlich, dass dies wieder gelingen wird, und die enge Zusammenarbeit mit Zell-Weierbach ist mir sehr wichtig.

Welchen Musikstil in der Blasmusik bevorzugen Sie selbst?

Uhlmann: Alle Stücke, die gut bespielt werden, können mich begeistern. Film- und Musicalmelodien erzeugen jedoch ein besonderes Gänsehautfeeling.

Neu ist in diesem Jahr, dass die Noten für das Frühjahrskonzert von Privatpersonen gesponsert werden. Man sieht, dass die Vereine sparen müssen. Was wollen Sie in dieser Hinsicht unternehmen? 

Uhlmann: Ich möchte mehr Menschen für unseren Verein begeistern, ob als Sponsor, passives Fördermitglied oder als aktiven Musiker. Auch mehr bezahlte Auftritte kommen für mich in Betracht, um Gelder zu generieren.

Das Programm des Frühjahrskonzertes reicht von Pop über Swing bis hin zu Walzermelodien. Auf welches Stück freuen Sie sich?

Uhlmann:  Auf das Medley von Glenn Miller »In the Miller Mood«. Und auch für die Besucher gibt es viele musikalische Leckerbissen, wie »A Tribute to Michael Jackson«, »Sir Duke« von Stevie Wonder, oder »Bohemian Rhapsody«.
 

Info

Zur Person

Michaela Uhlmann ist beruflich Restaurantfachfrau, sitzt im Ortschaftsrat für die CDU, ist verheiratet und hat zwei Töchter, die ebenfalls wie die Mutter ein Instrument spielen – die eine im Musikverein und die andere noch im FeZ-Orchestra. 

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