Strohhexenverbrennung

Die Offenburger Hexen sprangen über ihr »Stadtbusle«

Autor: 
Florian Pflüger
Lesezeit 2 Minuten
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13. Februar 2018
Ein spektakulärer Anblick für die Zuschauer war auch gestern wieder die Strohhexenverbrennung vor dem OT-Pressehaus.

Ein spektakulärer Anblick für die Zuschauer war auch gestern wieder die Strohhexenverbrennung vor dem OT-Pressehaus. ©Stephan Hund

Weit über 1000 Besucher haben gestern die traditionelle Strohhexenverbrennung in der Hauptstraße verfolgt. Diesmal war es für die Zuschauer wieder einmal richtig spektakulär. Denn das Wetter spielte mit, sodass es eine riesengroße Strohhexe zu sehen gab, die in Flammen aufging.

Das Wetter hatte es in den zurückliegenden Jahren nicht gut gemeint mit den Offenburger Hexen. 2016 musste die Strohhexenverbrennung ganz ausfallen, im vergangenen Jahr fiel die Strohhexe aus Vorsicht wegen der Windböen sehr klein aus. Diesmal herrschten beste Bedingungen, und entsprechend stattliche Maße hatte das zur Strohhexe angewachsene Fasentkind, das am Schmutzigen Donnerstag auf den Namen »s’ grün Stadtbusle« getauft worden war.

Und das Interesse war enorm: Weit über 1000 Menschen hatten sich vor dem OT-Pressehaus versammelt, um das Spektakel zu verfolgen. Letzteres kündigte sich bereits um 18.30 Uhr mit einem lauten Böllerknall an. Bis es allerdings so weit war, musste Hexen-Moderator Axel Micelli die Menge noch bei Laune halten. Und er versprach nicht zu viel, als er den Zuschauern ankündigte, es werde »viele Ahs und Ohs« geben.

Gegen 18.50 Uhr marschierten dann die Hexen in der Haupstraße ein: die Büttel mit ihren Fackeln, der Hexenmeister mit seiner Teufelsmaske, die Hansele und dahinter die Hexen. Nach dem obligatorischen Hexentanz ging es dann los: Das diesjährige Fasentkind ging in Flammen auf. 

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Mit einer falschen Vorstellung vieler Offenburger räumte Micelli bei der Gelegenheit auf. So stamme die Hexe nicht aus dem Mittelalter, die Offenburger Hexe sei aus den Märchen der Gebrüder Grimm entstanden. Es handle sich bei der Fasenthexe um eine, »die lieb ist und keinem was tun will«, wie er versicherte.

Wenige Minuten, nachdem die Strohhexe lichterloh brannte, gab es für die Zuschauer den Höhepunkt. Die Hexen sprangen über das Feuer. Während die anderen Hexen zu kühnen Sprüngen mit ihrem Besen ansetzten, rannte der Zunftmeister mit seiner Teufelsmaske zu Fuß durchs Feuer. Gut 20 Minuten nach dem ersten Funken war auch schon wieder alles vorüber. 

Ein letztes Mal erklang ein leises »Schelle, Schelle, Sechser«, bevor sich die Narren zu Schlussrambo in die Keller aufmachten. 

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