33 Jahre Guggenmusik

Die »Schrottpäperer« aus Zell-Weierbach feiern Jubiläum

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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08. November 2018
Die Zell-Weierbacher »Schrottpäperer« feiern am morgigen Samstag mit einer Party in der Abtsberghalle ihren 33. Geburtstag.

Die Zell-Weierbacher »Schrottpäperer« feiern am morgigen Samstag mit einer Party in der Abtsberghalle ihren 33. Geburtstag. ©Schrottpäperer

Wenn am Samstag, 10. November, ab 19 Uhr die Tore der Abtsberghalle Zell-Weierbach geöffnet werden, dann feiern die »Schrottpäperer« und ihre Gäste nicht nur das 16. Internationale Guggenmusiktreffen im Ortsteil, sondern auch den 33. Geburtstag der Kult-Band.

Die »Initialmusiker«, so werden die Mitglieder des heute noch bestehenden Fanfarenzuges der Feuerwehr Zell-Weierbach genannt, die im Jahr 1985 unbedingt bei einer Fastnachtsveranstaltung in Welschensteinach auftreten wollten und damit unfreiwillig die Guggenmusik gründeten, die 2018 mit Stolz ihr Schnapszahl-Jubiläum feiern kann. Rolf Breig, Ewald Litterst, Herbert Falk, Heinrich Herp, Christian Wallasch, Sigfried Lindenau, Rüdiger Lindenau, Stefan Fuchs, Jürgen Königer, Josef Basler, Stefan Busam, Bruno Vollmer, Joachim Lienert, Patrick Lienert, Mathias Kornmeier, Martin Geiger, Werner Falk, Lothar Waidele und Roland Litterst waren es, die sich alte Instrumente schnappten, die Landsknecht-Uniformen des Fanfarenzuges gegen schwarze Anzüge und Hüte tauschten und den fasnachtlichen Saal im Tal rockten. 

Es war eine Zeit, in der es in der Ortenau nur vereinzelt Guggenmusiken gab. Der Brauch, an Fastnacht gern auch mal etwas schrägere Töne anzuschlagen, schwappte erst langsam aus der Schweiz noch Baden. Modisch gingen die Gugger, deren Zahl schnell wuchs, anfangs zeitgemäße Irrwege – das quietschbunte Clownskostüm wird trotzdem bei Jubiläen immer wieder gern getragen. Heute sind sie mit der Knollennasen-Maske und dem rustikalen Outfit Gugger-klassisch unterwegs. 

Ausgebildete Musiker

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Musikalisch gilt das Motto: Keine Kompromisse. Den sprichwörtlichen Gugger, der »kaum die Triangel schlagen, aber gut trinken kann« sucht man bei den »Schrottpäperern« vergebens. Die solide ausgebildeten Musiker kommen nicht selten aus benachbarten Musikvereinen. Auf hohe Qualität achtete der erste Dirigent Rolf Breig, der 21 Jahre lang musikalischer Leiter blieb, genauso wie seine Nachfolger Martin Zimper und Thorsten Groß (bis heute). Im Amt des Vorsitzenden wurde Rolf Breig von Ralf Vollmer und später Jürgen Kimmig beerbt.

Zahlreiche Auftritte im Rahmen der Fastnacht führten die »Schrottpäperer« von Nord- bis Südbaden sowie zu überregionalen Auftritten im In- und Ausland. Mannheim, Vaduz, München und Galtür sind die Stichworte, die die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Seit den Gründungsjahren sind die Zell-Weierbacher eng befreundet mit den Schweizer »Bläächi Lömpe« sowie »Bloos Arsch« aus Peterzell. Beide Guggen werden auf dem Fest am Samstag spielen, für dessen Ausgestaltung die jüngere Generation des Vereins verantwortlich zeichnet.

Höhepunkte sind eine 360-Grad-Bar, fünf Guggenmusiken, mehrere Tanzballetts und schließlich DJ Schallinio, bekannt aus »Etage Eins« und »Freiraum«. 

Wenn die Gugger morgen feiern, wird einer unvergessen sein, der gern dabei gewesen wäre: Gründungsmitglied Jürgen Königer, genannt »Ede«, verstarb vor wenigen Wochen völlig überraschend. Was aber immer weiterleben wird, ist das Motto, das er seinen Guggern ins Stammbuch schrieb: »Gute Freunde kann niemand trennen!«
 

Info

Karten

Einlass ist ab 19 Uhr, Karten sind an der Abendkasse oder bei jedem Gugger erhältlich. Mehr unter www.schrottpaeperer.de.

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