Landesgartenschau sollte klimaneutral werden

Die SPD-Fraktion wünscht sich ein »blühendes Offenburg«

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red/flo
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18. März 2019
Der Bürgerpark war zuletzt in der Diskussion. Nicht nur hier wünscht sich die SPD mehr Blumenvielfalt,

Der Bürgerpark war zuletzt in der Diskussion. Nicht nur hier wünscht sich die SPD mehr Blumenvielfalt. ©Ulrich Marx

Für ein »blühendes, klimaneutrales Offenburg« plädiert die SPD-Gemeinderatsfraktion in einem Antrag an die Stadtverwaltung. Unter anderem fordert die SPD eine klimaneutrale Ausrichtung der Landesgartenschau.

Nach »zeitintensiven und sehr engagierten« Diskussionen habe der Gemeinderat ein Klimaschutzkonzept beschlossen, das sich momentan in Schritten in der Umsetzung befinde, stellt die SPD-Gemeinderatsfraktion in einem Schreiben an Oberbürgermeister Marco Steffens fest. Zwischenzeitlich habe sich jedoch die Diskussion zu diesem Thema »beschleunigt und verschärft«, stellen die Stadträte Gerhard Schröder, Jens-Uwe Folkens und Jochen Ficht stellvertretend für ihre Fraktion fest. Ihre Frage: »Was kann und muss eine Stadt tun, um beim Klimaschutz schneller voranzukommen oder sogar eine Vorreiterrolle zu übernehmen?«

Sie stellen deshalb mehrere Anträge an die Stadtverwaltung. Diese solle ein Konzept erarbeiten, »um das Ziel ›Offenburg – Klimaneutral‹ so rasch wie möglich und auf jeden Fall weit vor dem Jahr 2050 zu erreichen«. Außerdem solle die Landesgartenschau 2034 im Fall einer Zusage klimaneutral vorbereitet und ausgerichtet werden.

Als ersten Schritt beantragt die SPD zur Ausarbeitung eines »Strategiekonzeptes Grün« eine gärtnerische und ökologische Aufwertung des »Grün-Biotops Straßenrand«, auch um dem Insektenrückgang entgegenzutreten – zum Beispiel mit bestimmten Pflanzenmischungen, die nur zweimal im Jahr gemäht würden. Zudem wäre zu prüfen, ob »schlichte Blumenwiesen« die »traditionellen blumenlosen Grasflächen« – als Beispiel wird der Bürgerpark angeführt – »zumindest teilweise ersetzen könnten«.

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Aus Sicht der SPD sind die Voraussetzungen des 2010/2011 erarbeiten Klimaschutzkonzeptes »Vergangenheit«. Es sei »höchste Zeit, das 2012 beschlossene Offenburger Klimaschutzkonzept neu aufzusetzen«. Die Wetterveränderungen sorgten für Herausforderungen in Sachen Bäume, Pflanzen oder Reben. Zudem gebe es »sehr gute Erkenntnisse« aus den ersten Überlegungen der Bürgerforen zur Landesgartenschau 2034. »Wir haben eine Generationenverpflichtung«, heißt es im Hinblick auf »Fridays for Future«.

Mehr Blumenvielfalt

Seit geraumer Zeit zeigten Experten vom »Forum Bienenweide« in Baden-Württemberg auf, wie Städte, Unternehmen und Privatpersonen einen Beitrag gegen das Insektensterben und für mehr Blumenvielfalt leisten könnten. »Darauf basierend bitten wir zu prüfen, inwieweit Offenburg an der Grenze zum Naturpark seinen Teil dazu beitragen kann.«

Der regional ausgewählte Samen »für eine wirkliche Blumenvielfalt« könnte viele Grünflächen, besonders entlang den Straßen, »erheblich aufwerten«, ist die SPD überzeugt. Die Einsparungen durch die nur zweimal im Jahr erforderlichen Mäharbeiten könnten in eine kostenlose Samenausgabe für Bürger oder auch Firmen fließen, die sich mit privaten Flächen beteiligen. Die Aussaat könnte auch in Schulgärten geübt werden.

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