Nach Gemeinderatsbeschluss

Die Stadt Gengenbach kauft rund 70 Fahrradbügel

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27. September 2021
Schön zu sehen: Die Besucher der Gastronomie möchten ihre Räder in Sichtweite haben. Deshalb will die Stadt Gengenbach Fahrradbügel anschaffen.

Schön zu sehen: Die Besucher der Gastronomie möchten ihre Räder in Sichtweite haben. Deshalb will die Stadt Gengenbach Fahrradbügel anschaffen. ©Thomas Reizel

Die Stadt Gengenbach schafft mehr Platz für Radfahrer, damit diese in der historischen Altstadt ihre teils teuren E-Bikes sicher und in Sichtweite abstellen können. Obwohl noch nicht ganz klar ist, wo welche Anzahl von Bügeln stehen wird, hat sie rund 70 davon bestellt.

Die Stadt Gengenbach will den Fahrradfahrern entgegenkommen und mehr Abstellmöglichkeiten bieten (wir berichteten). Obwohl noch nicht klar ist, wo und wie viele an jedem Ort stehen werden, hat der Gemeinderat am Mittwochabend zugestimmt, dass die Stadt 70 Bügel bestellt, an denen sich jeweils zwei Fahrräder anketten lassen. Hintergrund ist, dass es Fördermittel von bis zu 95 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 38 000 Euro gibt. Mögliche Standorte der rund 70 Bügel sind (in Klammern die Anzahl):

◼ Bereich Suhm (3): Eine Sitzbank wäre noch möglich.
◼ TUI-Reisecenter (13): Die Sitzbänke und Pflanztröge könnten erhalten bleiben.
◼ Volksbank (5): Die uneingeschränkte Nutzung des Gehwegs sowie der Zugang zu den Geschäften ist gewährleistet. Ein Parkplatz entfällt.
◼ Marktplatz (6): Für sechs Bügel würden die vier Einstellplätze wegfallen. Zu klären ist noch, ob die Bügel den Marktbetrieb stören.
◼ Bürgerservice (6): Hier sind ein Behinderten-Parkplatz und zwei Pkw-Stellplätze vorhanden. Möglich wäre, den Behindertenparkplatz zu belassen, aber die beiden Pkw-Plätze für die Bügel zu nutzen.
◼ Kinzigtorturm (5): Anstatt der Einstellplätze kämen Bügel zum Einsatz.
◼ Gegenüber Ratssaal (5): Bei dieser Lösung würde ein Pkw-Stellplatz entfallen.
◼ Klosterplatz (15): Wenn hier vier Pkw-Parkplätze genutzt würden, wäre Platz für 30 Räder.
◼ Buchhandlung (5): Auf einem Parkplatz hätten zehn Räder Platz.
◼ Eiscafé, ehemals Metzgerei Stigler (5): Ein Parkplatz weniger bedeutet zehn Räder mehr.

Das Thema war im Frühjahr nach einem Antrag der SPD für mehr Fahrradstellplätze beraten worden. Am Mittwoch warb Bürgermeister Thorsten Erny (CDU) dafür: „Wichtig ist das Signal, dass wir die Bügel bestellen. Das ist ein Bekenntnis zum Rad.“

Warnung vor "richtig Ärger"

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Karl Heinz Claassen, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, riet dringend dazu, vor dem Aufstellen der Bügel mit den Anwohnern zu sprechen „Vom TUI-Reisecenter gab es massive Einwände. Sonst bekommen wir richtig Ärger.“ Erny betonte, dass nur die Flächen überplant werden, die in städtischem Eigentum sind: „Entscheiden muss im Zweifel der Gemeinderat.“

Andrea Ahlemeyer-Stubbe (SPD) stört der Wegfall der Pkw-Parkplätze nicht sonderlich. Denn es kämen bei 70 Bügeln rund 140 Radfahrer in die Stadt, also mehr als in zehn Autos. „Außerdem finden das alle Geschäftsinhaber, mit denen ich gesprochen habe, gut. Einige fragten sogar, ob sie auch Bügel bekommen könnten“, sagte sie.

Dieter Halsinger (Grüne Liste) begrüßte zwar die Zahl der Fahrradbügel, regte aber an, die Fahrräder nicht zu stark an einzelnen Orten zu konzentrieren, etwa auf dem Klosterplatz. Er regte Entzerrung an.

„Verhandlungsmasse“

Michael Jülg, Fraktionsvorsitzender der CDU, sieht die Anzahl der Bügel als „Verhandlungsmasse“. Eine Ladesäule auf dem Klosterplatz bezeichnete er als wichtig, dass teure Fahrräder sicher abgeschlossen werden und nicht an Hauswänden lehnen, auch. „Sicher wird der eine oder andere Parkplatz wegfallen, aber das wird sich regeln lassen.“

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