Theater im Marienhof

Die Welt zu Gast im Marienhof

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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22. Juli 2019

»In 80 Tagen um die Welt« (von links): Passepartout (Karl Dworog), Inspektor Fix (Herbert Kimmig), Sergeant Loony (Julia Fluhrer). ©Hans Weide

Ein schwieriges Stück mit Bravour gemeistert – die Hohberger Bühnen führten »In 80 Tagen um die Welt« auf. 

Zum Ende der letzten Szene fielen die ersten Regentropfen, wie und damit war die Frage, wird das Wetter bei der zweiten Aufführung des Theaterstücks »In 80 Tagen um die Welt« halten, mit Erleichterung für alle Beteiligung beantwortet. Mit den beiden bereits nach kurzer Zeit ausgebuchte Vorstellungen mit jeweils 600 Zuschauern hat das größte Projekt der Vereinsgeschichte alle Erwartungen übertroffen. 

Gelang es doch, in der mehrjährigen Vorbereitungszeit eine hervorragende Besetzung von 62 Schauspielern in 94 Rollen zu gewinnen. Hinzu kamen Bühnentechniker, Bühnen- und Kulissenbauer, Theatermusik, Kostümschneiderei, Maskenbildnerin. 

Es klappt

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Zur Leitung, an seiner Spitze der Vorsitzende Michael Delakowitz und die Regisseurin Regina Heilig, gehörten jeweilige Leiterinnen und Leiter der jeweiligen Bereiche an. Zur Zusammenarbeit bringt es eine Schauspielerin auf den Nenner: »Es klappt saugut, wir sind eine lockere Mannschaft, jeder ist mit Eifer dabei und weiß, was er zu tun hat.« Das spürten schließlich auch die Zuschauer. 

Die Umsetzung des Schauspiels nach der Buchvorlage von Jules Verne ist nicht einfach, bietet aber hervorragende Möglichkeiten für die, die es wagen. »In 80 Tagen um die Welt« aus Jahr 1873 ist unter den damaligen Voraussetzungen mit langen Reisen mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln verbunden. Man kann die Länder nicht einfach wie heute überfliegen – über eine kleine Strecke geschieht es zwar mit einem Heißluftballon – sondern man muss durch sie reisen und lernt dabei viele sehr unterschiedliche Menschen kennen. Das macht den Reiz des Stückes aus, denn es bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Diese wurden von den Hohbergern in jeder Hinsicht umgesetzt. 

In der Geschichte, die bereits vielfach verfilmt wurde, geht es um eine Wette, die der englischen Lord Phileas Fogg (gespielt von Reimund Hammer) mit all den für diese Spezies besonderer Eigenarten, mit Seinesgleichen in seinem Club abschließt, dass es ihm gelingt, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Man kann sich denken, dass ihm das gelingen wird, aber bis dahin hat er mit seinem gewitzten Diener Passepartout (Karl Dworog) viele Abenteuer und Hindernisse zu überwinden. Besonders Inspektor Fix (Herbert Kimmig) und Sergeant Loony (Julia Fluhrer) machen ihm dabei das Leben schwer, weil sie ihn für einen gesuchten Verbrecher halten.

Auf die Sekunde genau trifft er schließlich in seinem Club ein, wo ihn nicht nur seine »Wyskybrüder«, sondern auch seine geliebte Prinzessin »Aouda« (Anisha Delakowitz), der er auf seiner Reise das Leben gerettet hat, erwartet. Die urkomischen Gestalten im Stück mit ihren Marotten werden hervorragend dargestellt, sehr zur Freude des Publikums. So zwei Touristinnen mit lupenreinem Sächsisch auf Weltreise vor (Gabriele Schorpp, Richardis Gutmann).
Christian Schulz vom Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg bescheinigte den Hohbergern eine außergewöhnliche Leistung im Sinne des Verbandes. 

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