Schulzentrum Nordwest

Diese Änderungen sollen Parkplatz-Situation verbessern

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red/cw
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11. September 2019

Vier Gemeinderatsfraktionen hatten im März die chaotischen Zustände auf dem Nordwest-Parkplatz moniert, jetzt antwortet OB Marco Steffens ©Archivfoto: Stephan Hund

In einem fraktionsübergreifenden Antrag hatten Freie Wähler, CDU, SPD und Grüne im März die Verkehrssituation am Schulzentrum Nordwest angeprangert und Verbesserungen gefordert. Jetzt antwortet OB Marco Steffens. Poller wird es keine geben.

 Infolge des Antrags habe es Ende Mai zusammen mit Schulleitungen, Elternvertretungen, Stadtteil- und Familienzentrum, Bürgerverein Nordwest, Polizei sowie mehreren städtischen Mitarbeitern einen Runden Tisch »Schulzentrum Nordwest« gegeben. Grundtenor sei gewesen, dass durch die vorhandenen Bring- und Holverkehre regelmäßig kritische Situationen auf dem Parkplatz zu beobachten seien.

Die Stadt habe daraufhin sowohl durch den Gemeindevollzugsdienst als auch in Zivil die Situation vor Ort beobachtet. Dabei habe es folgende Erkenntnisse gegeben: Die Fahrgasse für Busse werde nur sehr selten illegal genutzt, es handle sich dabei um Einzelfälle. Die Bring- und Holverkehre seien zwar zahlreich, der Ausstieg werde jedoch üblicherweise bei einem kurzen Stopp in den Fahrgassen vollzogen. Dieses Verhalten habe den Vorteil, dass die Fahrzeuge nicht rückwärtsfahren müssten. 

Beim Runden Tisch habe es Anregungen gegeben. Auf dem Parkplatz gelte Tempo 20. Eine weitere Reduzierung, etwa durch die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs, sei rechtlich nicht möglich. Versenkbare Poller oder Schranken an der Einfahrt der Fahrgasse für Busse seien technisch möglich, aber im Hinblick auf Anschaffung und Betrieb extrem teuer. 

Zum Aspekt »Fehlende Hol- und Bringzone für Eltern« schreibt Steffens: Grundsätzlich sei durch eine Vielzahl von Untersuchungen nachgewiesen, dass die tägliche Bewältigung des Schulwegs zu Fuß oder mit dem Fahrrad eine Reihe von positiven Effekten auf die kindliche Entwicklung habe. Trotzdem brächten manche Eltern ihre Kleinen gerne bis möglichst unmittelbar vor die Schule, was stets in bester Absicht erfolge. Für diese seien bereits einige Kurzzeitstellplätze mit Parkscheibenregelung ausgewiesen. Diese würden von den Eltern jedoch kaum angenommen, da in der Regel auf der Fahrgasse gehalten werde.

Eine Hol- und Bringzone sollte nach wissenschaftlich unterlegten Empfehlungen in mindestens 250 Meter Abstand zum Schulbereich eingerichtet werden. Nach Rücksprache mit einem Experten für das Thema Schulwegplanung sei nicht davon auszugehen, dass eine vom Schulzentrum Nordwest entfernt liegende Hol- und Bringzone angenommen würde, da mit dem Parkplatz aus Elternsicht eine deutlich attraktivere Alternative zur Verfügung steht. Konsequenterweise müsste also die Zufahrt zum Parkplatz vor Schulbeginn und nach Schulende gesperrt werden (ausgenommen Busse), um hier tatsächlich eine Verlagerung zu erreichen.

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Zebrastreifen sind laut Steffens aufgrund der vorhandenen Verkehrsstärken nicht möglich. Eine Bewirtschaftung des Parkplatzes habe keinen Einfluss auf die Elterntaxis, da diese in der Regel nur kurz halten und damit nicht betroffen wären. 

Symbolische Fußstapfen

Zur Bustaktung schreibt Steffens: Die Busse auf den Stadtbuslinien seien stark vertaktet, die Umläufe knapp bemessen. Umwegfahrten über das Schulzentrum Nordwest seien daher nicht möglich. Es sei den Schülern durchaus zuzumuten, den kurzen Weg zwischen Schulzentrum und ZOB entweder mit den vorhandenen (in diesem Abschnitt vollen) Bussen zu bewältigen und dann am ZOB umzusteigen oder zu laufen.

Bei der Konzeption des neuen Stadtbusses sei darauf geachtet worden, die Abfahrtszeiten möglichst an den Schulzeiten zu orientieren. Sollte es für bestimmte Stadtteile hier noch erhebliche Lücken geben, so werde die Stadtverwaltung den Sachverhalt prüfen.

Für mehr Übersicht auf dem Parkplatz sollen im Bereich der Fußwegquerung symbolische Fußstapfen auf den Fahrbahnen angebracht. Zudem sei die Wegnahme einzelner Parkplätze vorgesehen. Die Stadt plane außerdem die Einrichtung einer Einbahnregelung.

Insgesamt betont Steffens, dass der Umbau des Parkplatzes im Jahr 2015 die Ordnung und die Verkehrssicherheit deutlich erhöht hätten. Für ein hohes Sicherheitsniveau sei allerdings auch das verantwortungsvolle und rücksichtsvolle Verhalten der Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw zur Schule bringen, unabdingbar.

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