Anfang März gepflanzt

Dieser Baum soll die Blutbuche bei der Villa Bauer ersetzen

Autor: 
red/flo
Lesezeit 3 Minuten
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21. Februar 2020

(Bild 1/2) Die Blutbuche bei der Villa Bauer ist im August 2019 gefällt worden. ©Archivfoto

Im Park der Villa Bauer soll Anfang März ein Ersatz für die im August 2019 gefällte Blutbuche gepflanzt werden. Der neue Baum hat gegenüber seinem Vorgänger aus Sicht der Stadt einen entscheidenden Vorteil.

Anfang März soll der Standort, an dem vormals die Blutbuche im Mühlbachareal stand, wieder mit einem Baum bepflanzt werden. Dieser wurde Anfang Februar von der Abteilung Grünflächen und Umweltschutz in der Baumschule ausgewählt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Offenburg. Im Vorfeld habe am 17. Dezember ein runder Tisch im Technischen Rathaus stattgefunden.

Ein „Klimabaum“

Mitglieder des Gemeinderats, der Stadtverwaltung, der Technischen Betriebe (TBO), der Baumsachverständige Thomas Herdt und Baubürgermeister Oliver Martini hätten hierfür „in einem offenen Prozess die geeignete Baumart ausgesucht“. Die Wahl fiel auf einen robusten Baum, der den Entwicklungen des Klimas, insbesondere von heißen Sommern und Trockenzeiten, gerecht werden könne: Die japanische Zelkove gelte als „zukunftsfähiger Klimabaum“. 

Die Zelkove ist ein Ulmengewächs, das sich durch seine Genügsamkeit gegenüber den Bodenverhältnissen und der Verfügbarkeit von Wasser auszeichne. Sie entwickle sich zu einem schönen, ausladenden Solitärbaum und sei deshalb eine würdige Nachfolgerin für die im Sommer 2019 nach Astbrüchen gefällte Blutbuche.

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Die Blutbuche im Mühlbachareal, ein eingetragenes Naturdenkmal, musste aus Gründen der Verkehrssicherung im August des vergangenen Jahres wegen Astbruchs gefällt werden. Die Sicherheit war nach Begutachtung von Thomas Herdt sowie der TBO-Baumfachleute nicht mehr zu gewährleisten.

Der Baum wurde bereits seit Mai 2016 im Baumkataster als Schadbaum geführt – aufgrund der Auswirkungen der notwendigen Verlichtung der Krone im Jahr 2009. Die Auslichtung der Krone sei notwendig gewesen, da der Baum als statisch ungenügend gesichert galt. „Dies hatte allerdings den Nebeneffekt, dass die Blutbuche seitdem stark vermehrt auftretenden Astbruch zeigte und zusätzlich als sonnenbrandgefährdet galt“, so die Stadt in der Mitteilung. 

Gefährdung vorbeugen

Im Herbst 2016 sei als Sturmschaden ein relativ großer Ast gebrochen. Der Bereich um die Blutbuche wurde deshalb im Rahmen der Baumaßnahmen der Freianlagen im Umfeld der Villa Bauer im Frühjahr 2017 mit einer Heckenpflanzung eingefriedet. Dies sollte einer Gefährdung, insbesondere von Kindern des benachbarten Spielplatzes, durch fallende Äste vorbeugen. 

Damit die Lücke im Mühlbachareal nicht allzu lange und allzu offensichtlich klaffe, sei beschlossen worden, den Baum in einer relativ großen Qualität zu bestellen, „die baumfachlich noch vertreten werden kann“. Ein Stammumfang von stattlichen 45 Zentimetern sei ausgewählt worden. Zum Vergleich: Die Neupflanzungen in Offenburg wiesen in der Regel zwischen 18 und 20 Zentimetern Stammumfang auf. Die Pflanzung werde Anfang März von den TBO vorgenommen, teilt die Stadt abschließend mit.

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