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Durbach

Dietmar Mathe als Seelsorger in Durbach verabschiedet

05. Juli 2017
&copy Gerhard Harmuth

Am Sonntag fand in der Durbacher Pfarrkirche St. Heinrich der Abschiedsgottesdienst für Seelsorger Dietmar Mathe statt, der künftig in Mannheim wirkt. Das Gotteshaus war voll besetzt, wie sonst nur an hohen Kirchenfesten üblich. 
 

Dirigentin Kirsten Bormann führte mit den Kirchenchören Durbach und Nesselried die Bachkantate »Gott der Herr ist Sonn und Schild« auf. Ein ausgewähltes Kammerorchester und zahlreiche Solisten erhoben die Messe zu etwas Besonderem. Adrian Sieferle spielte virtuos die Orgel. Alle Gruppierungen der Seelsorgeeinheit (Appenweier-Durbach) brachten mit Segenswünschen und Ansprachen ihre Wertschätzung für Dietmar Mathes Wirken in den letzten 13 Jahren zum Ausdruck. 

Dekan Matthias Bürkle, Alfons Haidlauf und Paul Engel begleiteten ihren Priesterkollegen am Altar. »Ohne Eure brüderliche Hilfe hätte ich die 13 Jahre so nicht geschafft!«, dankte ihnen Pfarrer Mathe. In seiner ausführlichen Predigt berichtete er über einige Erfahrungen, die einem Kreuzesgang glichen: Ständige Zeitnot, viele Anfeindungen getroffener Entscheidungen, das andauernde Gefühl, der großen Aufgabe nie gerecht werden zu können, habe er nur im Vertrauen auf Gott bewältigt. Als Spaziergang in Gottes Weinberg empfand Mathe hingegen »gut besuchte Mitarbeiterfeste, Begegnungen mit Menschen, die Verantwortung übernahmen und sich begeistern ließen«. Er lobte die treuen Dienste an der Kirchenmusik, die Arbeit der Mesnerinnen und die Tapferkeit der Ministranten. Er dankte allen, die in den fünf Gemeinden der Seelsorgeeinheit, regionalen Verwaltungen und Einrichtungen mitgewirkt hätten. Entlastend habe er kompetente, vertrauensvolle und engagierte Pfarrgemeinderatsmitglieder empfunden, denen er in der Vergangenheit mit gutem Gewissen einiges an Arbeit überlassen konnte. 

Strukturen geschaffen

Als Pfarrgemeinderatsvorsitzender zeichnete Franz Wörner das segensreiche Wirken des Seelsorgers in den Dorfpfarreien nach. Die Umstellung des Hochschulpfarrers auf die Landgemeinden habe diesem sehr viel abverlangt. Ausdrücklich dankte Wörner im Namen aller kirchlichen Mitarbeiter für die »umfassende Anwesenheit bei dörflichen Ereignissen und Jubiläen und den Aufbau der Seniorendienste in Urloffen«. Darauf könne Pfarrer Mathe ebenso stolz sein wie auf die »Schaffung professioneller Strukturen in der Pfarrverwaltung«.

In gewohnt humorvoller Art würdigte der Durbacher Bürgermeister Andreas König die Stärken des »begnadeten Sängers und Predigers Dietmar Mathe«. Er sei kein »Wischi-Waschi-Wohlfühl-Pfarrer«. Seine kantigen Ansprachen »fordern zur Auseinandersetzung auf, die wir alle brauchen, um uns eine eigene Meinung zu bilden«. Pfarrer Mathe habe sich »mit seinen Schwächen und Stärken eingebracht«. Echt und unverwechselbar sei er seiner Aufgabe gerecht geworden, so der Bürgermeister. 

Zur Heimat geworden

Weitere Wortbeiträge brachten Daniel Knäble (Geschäftsführer Kindergärten), Dekan Matthias Bürkle (im Namen von Erzbischof Stephan Burger), eine Oberministrantin und die Mesnerin von Durbach, Luitgard Müller. 30 Erzieherinnen aus allen Kindergartenteams der Seelsorgeeinheit sangen im Chor ein »Irisches Segenslied«. Gemeindereferent Stefan Thüsing begleitete den überraschenden Auftritt. 

Satte zweieinhalb Stunden in der Kirche und der anschließende Stehempfang waren erfüllt von gegenseitiger Wertschätzung und Dankbarkeit. »Zahlreiche Geschenke erinnern mich an Orte, die mir in den letzten 13 Jahren zur Heimat geworden sind«, sagte Pfarrer Mathe nach der Abschiedsfeier gerührt. Von Herzen wünschte er allen »Gottes Segen und weiterhin ein gutes kirchliches Leben an allen Orten«.

Autor:
Rosa Harmuth

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Hintergrund

Thomas Dempfle folgt nach

Pfarrer Dietmar Mathe verlässt im Juli nach 13 Jahren die Seelsorgeeinheit Durbach-Appenweier. In Mannheim übernimmt er als ein Priester im Team drei Pfarrgemeinden. Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit ist die Kirchenmusik. Der leidenschaftliche Sänger liebt vor allem Kompositionen von Johann Sebastian Bach und ist fachkundiger Kenner kirchenmusikalischer Werke. Als solcher freut er sich auf die neue Herausforderung in Mannheim. 
Vertretung: Bis 14. September ist Dekan Matthias Bürkle zum Pfarradministrator für die Seelsorgeeinheit bestellt worden. In Zusammenarbeit mit dem Neu­priester Frederic Reith und den Pensionären wird er die geplanten Messfeiern, Trauungen, Taufen und Beerdigungen übernehmen. Ab September ist Thomas Dempfle (47) aus Achern-Sasbachried neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit. 
Bis dahin gilt in dringenden Fällen die Telefonnummer der Seelsorgeeinheit Sankt Ursula, Offenburg: • 07 81 / 91 93 36 90. Für die Wochenenden gilt das Bereitschaftshandy: • 0170 / 2 04 66 86. 

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