Hohberg

Digitalfunk für die Feuerwehr in Hohberg

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23. Juni 2024
Die Feuerwehr rüstet auf Digitalfunk um. Zunächst die Feuerwehrhäuser (hier: West, damals noch nicht ganz fertiggebaut) und die Fahrzeuge. 

Die Feuerwehr rüstet auf Digitalfunk um. Zunächst die Feuerwehrhäuser (hier: West, damals noch nicht ganz fertiggebaut) und die Fahrzeuge.  ©büro krüger

Auch Hohberg möchte der Sammel-Ausschreibung des Ortenaukreises beitreten. Damit sollen die Geräte gesammelt und kostengünstig besorgt werden. Es gibt Bestell- und Übergangsfristen. Was es kosten soll.

Auch die Gemeinde Hohberg ist gesetzlich verpflichtet, für die Freiwillige Feuerwehr Hohberg den Digitalfunk einzuführen. Am Montag beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, die Gemeinde Hohberg möge ihr Interesse an einer Ausschreibung des Ortenaukreises bekunden. Damit sollen die Geräte gesammelt und kostengünstig besorgt werden. Das geschätzte Beschaffungsvolumen für den Kreis beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro.

Lange Zeit

Bürgermeister Andreas Heck führte in das Thema ein: Geplant habe das Innenministerium zur Fußball-WM 2006, den Digitalfunk einzuführen. Jetzt, zur Euro 2024, „geht es in die richtige Richtung“.

Hauptamtsleiter Dirk Sauer und Tamara Büchele von der Verwaltung hatten die Vorlage erarbeitet. Darin heißt es: Im Zuge der Umstellung der Integrierten-Leitstelle-Ortenau auf die digitale Funktechnik sei es erforderlich, dass die Feuerwehr Hohberg Digitalfunkgeräte beschafft. Diese Umstellung betrifft alle fest verbauten Funkgeräte im analogen AM-Band. Hohberg muss drei Feststationen (FRT) für beide Feuerwehrhäuser und acht mobile Geräte (MRT) für die Einsatzfahrzeuge beschaffen. Ebenso soll auch der Einsatzstellenfunk auf den Digitalfunk umgestellt werden, weil der Markt keine analogen Funkgeräte mehr anbietet. Jedoch verfügt die Feuerwehr Hohberg im Moment noch über genügend analoge Endgeräte, die Umstellung könne also warten. Um jedoch sicherzustellen, dass die Feuerwehr Hohberg mit überörtlichen Einheiten kommunizieren kann, soll auch eine gewisse Anzahl an digitalen Mobilgeräten (HRT) beschafft werden.

Besonderes Netz

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Der Digitalfunk funktioniert wie ein besonderes Mobilfunknetz. Allerdings könne der Analogfunk nicht weiterverwendet werden. Er muss komplett durch digitale Funktechnik abgelöst werden. Mit jährlichen Software-Updates sei zu rechnen. Nicht berührt durch die Einführung des Digitalfunks ist in Baden-Württemberg die Alarmierung der Feuerwehren. Dieses separate Netz ist im Ortenaukreis bereits digitalisiert. Kauf und Abrechnung erfolgt zwischen Anbieter und der Gemeinde. Umgesetzt werden soll alles zwischen 1. September 2024 und dem 31. Dezember 2025. Bis dahin gibt es eine Preisbindung. Es gibt eine Festbetragsförderung zwischen 250 und 600 Euro je Stück, je nach Gerät. 2024 soll die öffentliche Ausschreibung stattfinden und 2025 die Geräte beschafft und eingebaut werden.

Den Gesamtaufwand schätzt Feuerwehrkommandant René Göppert auf etwa 96.000 Euro. Für die mittelfristige Finanzplanung wurden 90.000 Euro im Ergebnishaushalt für das Jahr 2025 eingeplant, der Rest folgt. Hohbergs Kommandant René Göppert sagte, das analoge Funknetz sei seit über 50 Jahren in Betrieb. „Wir müssen es ertüchtigen, die Feuerwehr ist im Zugzwang.“ Zunächst müsse man die Fahrzeuge für den Funk vorbereiten, danach werden die Digitalfunkgeräte eingebaut. Die Feuerwehren könnten Pakete aus der zentralen Ausschreibung des Kreises ziehen, je nach Bedarf.

Katharina Blasius (FWH) fragte nach den zwei Schritten der Beschaffung. René Göppert erwiderte: „Wir wollen keine funktionierende Technik wegwerfen.“ Die Feuerwehren brauchten punktuell noch die analoge Funktechnik, weil etliche Märkte und andere noch mit ihnen arbeiteten. „Das ist aber einfacher, es geht nicht um den Umbau von Fahrzeugen.“ Hermann Pfahler (SPD) mahnte, man solle aufpassen, dass die Geräte auch in die Fahrzeuge passen. „Nicht so wie bei der Bundeswehr.“ Da konnte Kommandant Göppert beruhigen: „Beide Geräte am Markt können eingebaut werden.“

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