Offenburg

Digitalisierungsoffensive für Offenburgs Schulen geplant

Autor: 
Christian Wagner
Lesezeit 3 Minuten
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17. Juli 2017

©Daniel Ferber

Die Klassenzimmer werden digital: Im Rahmen der Digitalisierungs­offensive 2020 sollen rund zwei Millionen Euro in die Ausstattung der Offenburger Schulen mit Tablets, digitalen Präsentationsgeräten, Server- und Netzwerktechnik fließen. Damit reagiert die Stadt auf die neuen Multimediaempfehlungen des Landes.
 

Schule 4.0 soll auch in Offenburg Einzug halten. Nachdem Medienbildung und Digitalisierung künftig wesentliche Elemente des Bildungsplans werden sollen, will die Stadt die Schulen in Offenburg entsprechend aufrüsten. Das genaue Procedere wird am Mittwoch, 19. Juli, ab 18 Uhr, in der Sitzung des Schul- und Sportausschusses vorgestellt und beraten.

Die neuen Multimediaempfehlungen beziehen sich nicht nur auf die Sekundarschulen, sondern auch auf die Grundschulen. Zwar verfügten vor allem die Sekundarschulen über infrastrukturelle Ausstattung wie LAN oder teilweise auch WLAN und Serverstrukturen. Allerdings müsse die bisherige Multimediaausstattung der städtischen Schulen aufgrund der neuen Anforderungen deutlich erneuert, ergänzt und teilweise komplett neu angeschafft werden, verdeutlicht Klaus Keller, städtischer Abteilungsleiter Schule und Sport, in der Sitzungsvorlage. Vor allem bei den Grundschulden heißt es bei der digitalen Ausstattung oft noch weitgehend Fehlanzeige.

Dynamische Entwicklung

Die Mindestausstattung der Multimediaempfehlungen sehe eine digitale Infrastruktur der Schulen mit LAN und WLAN vor, digitale Präsentationsmöglichkeiten in Unterrichts- und Fachräumen wie Dokumentenkameras, Beamer und Bildschirme sowie Endgeräte für Schüler und Lehrkräfte wie zum Beispiel Tablets oder Laptops. Selbst aus dieser Mindestanforderung entstehen laut Keller für die Offenburger Schulen mit ihren rund 6000 Schülern bis 2020 Kosten in Höhe von über 1,8 Millionen Euro. 
Angesichts der dynamischen Entwicklung der Digitalisierung sei jedoch zu erwarten, dass diese Mindestausstattung nach einer ersten Startphase nicht wirklich ausreichend sein werde, um die Ziele des Bildungsplans zu erreichen, schätzt Keller. Deshalb habe sich die Verwaltung Gedanken gemacht, wie eine sinnvolle mittlere Ausstattung und eine wünschenswerte obere Ausstattung der Schulen zu Buche schlagen würden: Erstere wurde mit einem zusätzlichen Investitionsbedarf von 1,0 Millionen Euro bewertet. Für die Premiumvariante müssten gar 2,2 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt werden.

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Bei den Anschaffungskosten bleibt es übrigens nicht: Keller geht davon aus, dass sich die laufenden Kosten für die Administration auf rund 50 000 Euro pro Jahr summieren, und die regelmäßige Erneuerung der Endgeräte mit jährlich 150 000 Euro zu Buche schlägt.

Was zahlt das Land?

Die jeweiligen Medienentwicklungspläne sollen von den Schulen selbst erstellt werden. Deren Umsetzung soll aber erst erfolgen, »wenn eine adäquate finanzielle Förderung des Landes gesichert ist«. Schließlich hat man sich in Stuttgart in letzter Zeit bei der Bereitstellung von Mitteln gerne geziert. Erwartet wird eine Zwei-Drittel-Beteiligung des Landes.

HINWEIS: Der Schul- und Sportausschuss diskutiert am Mittwoch, 19. Juli, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Technischen Rathauses über die ­Digitalisierungsoffensive für Offenburger Schulen 2020.

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