Haushaltsentwurf 2023 vorgestellt

Durbach knackt erstmals die Millionen-Grenze bei Gewerbesteuer

Volker Gegg
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24. Januar 2023
Für die Umgestaltung des Rathaus- und Bärenareals werden 2023 die letzten Vorbereitungen getroffen. 2024 geht es dann mit den Bauarbeiten los. 

Für die Umgestaltung des Rathaus- und Bärenareals werden 2023 die letzten Vorbereitungen getroffen. 2024 geht es dann mit den Bauarbeiten los.  ©Gemeinde Durbach

Durbach will 2023 rund 3,6 Millionen Euro in seine Infrastruktur investieren. Die Großprojekte Ortspark und Bärenareal stehen in den Startlöchern. Erfreulich entwickelt sich die Gewerbesteuer.

Die Pandemie ist nach über zwei Jahren nur gering im Durbacher Gemeinde-Etat zu spüren. „Zu meiner großen Überraschung zeigen sich aktuell die Zahlen für den Haushalt 2022 äußerst positiv. Zum ersten Mal in der Geschichte wird in Durbach die Eine-Millionen-Grenze bei den Einnahmen durch die Gewerbesteuer geknackt“, freute sich der Rathauschef bei seinem Rückblick auf den aktuellen Stand der Gemeindefinanzen.

Gut gefüllte Einnahmeseite

Thematisiert wurde in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend im Mehrzweckraum der Steinberghalle allerdings der Haushaltsentwurf für das aktuelle Jahr 2023 von Kämmerin Brigitte Wick. Und auch hier geht die Gemeinde von einer gut gefüllten Einnahmeseite aus. So rechnet die Verwaltung bei Erträgen in Höhe von 10,545 Millionen Euro und Aufwendungen von 9,863 Millionen Euro im Ergebnishaushalt mit einem Zahlungsmittelüberschuss von 998.881 Euro (2022: 1,014 Millionen Euro).

Allein an Investitionen sind 3,599 Millionen Euro eingeplant, wobei mit Zuschüssen in Höhe von 1,15 Millionen Euro gerechnet wird. Damit ergibt sich ein Finanzierungsbedarf in Höhe von 1,39 Millionen Euro, der laut Wick vollständig durch flüssige Mittel (Stand: 1. Januar 2023: 3,857 Millionen Euro) getilgt werden kann. Somit ist auch im Jahr neun in der Amtszeit von Bürgermeister Andreas König keine Kreditaufnahme im Kernhaushalt der Gemeinde vonnöten.

Kita größter Brocken

Größter Investitionsbrocken im aktuellen Jahr ist die Erweiterung der Kindertagesstätte in Ebersweier mit zwei Millionen Euro. Dabei rechnet die Gemeinde mit Zuschüssen von insgesamt 594.000 Euro, die ebenfalls in diesem Jahr noch erwartet werden.

Investiert wird auch in die Rathausverwaltung. So werden für die Digitalisierung des Aktenbestands sowie des Kassenarchivs 50.000 Euro in die Hand genommen bei zu erwartenden Zuschüssen von 10.000 Euro. Auch der Laptop von Rathauschef König ist mit acht Jahren deutlich in die Jahre gekommen und soll zusammen mit einem Rechner ausgetauscht werden (2500 Euro).

Wettbewerb Rathaus- und Bärenareal

Für den Planungswettbewerb im Zuge der Neugestaltung von Rathaus- und Bärenareal zusammen mit der Generalsanierung des Rathauses werden 120.000 Euro eingestellt. Richtig losgehen mit den Bauarbeiten auf dem Areal soll es allerdings erst im nächsten Jahr. Hier werden bereits Ausgeben in Höhe von einer Million Euro erwartet.

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40.000 Euro möchte die Gemeinde bei der Renovierung der Feuerwehrwache in diesem Jahr investieren. Wache samt technischer Einrichtungen stammen laut König aus dem Ende der 1970er-Jahre, sind daher nicht mehr zeitgemäß. Darüber hinaus plant die Feuerwehr, zum Preis von insgesamt 15.000 Euro zwei Notstromaggregate für die Standorte in Durbach und Ebersweier anzuschaffen.

Für die Staufenbergschule werden 15.000 Euro in die Schulmensa für eine Geschirrspülanlage investiert. Der neue Waldkindergarten soll bereits im März in Betrieb gehen, für den Bau der dazu notwendigen Hütte auf dem Gelände ist eine Investition von 80.000 Euro im Haushalt eingestellt (Zuschüsse 30.000 Euro).

PV-Anlage für Halle

105.000 Euro plant die Gemeinde für die Installation einer PV-Anlage auf dem Dach der Steinberghalle. Für die ab Februar vorgesehene Sanierung des Lindenplatzes sind 230.000 Euro (Zuschüsse: 90.000 Euro) eingeplant, für die Erneuerung der Lindenbrücke im nächsten Jahr weitere 372.000 Euro.  

200.000 Euro lässt sich die Gemeinde die Sanierung der Straße zum Rittergut kosten, weitere 100.000 Euro sind für Planungen und erste Maßnahmen zum neuen Ortspark eingestellt. 500.000 Euro wurden für private Maßnahmen im Zuge des Hochwasserschutzes eingeplant, hier sind Zuschüssen in Höhe von 350.000 Euro zu erwarten.

Kosten für Flüchtlinge

Die Unterbringung von Flüchtlingen schlägt in der Gemeinde in diesem Jahr wohl mit gut 60.000 Euro zu Buche, wie König dem Ratsgremium vorrechnete. Die laufenden Kosten für die beiden Kitas in der Gemeinde schlagen 2023 mit rund einer Million Euro ins Kontor.

In der Februar-Sitzung werden die Ratsmitglieder über den vorgelegten Haushaltsentwurf abstimmen.

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