Corona Thema im Gemeinderat

Durbach: Wirte möchten auch innen uneingeschränkt bewirten

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juni 2021

©Ulrich Marx

Durbacher Wirte freuen sich einerseits, dass die Außenbewirtung wieder möglich ist. Andererseits halten sie die noch geltenden Einschränkungen bei der Bewirtung in Gasträumen für überflüssig. Hotelier und Gemeinderat Dominic Müller schilderte die Lage im Gemeinderat.

„Als die Nachweispflicht im Außenbereich aufgehoben wurde, da wurde es auf einen Schlag voll“, äußerte sich Freie-Wähler-Gemeinderat und Hotelier Dominic Müller in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend in der Durbacher Steinberghalle. Es ging um den Tagesordnungspunkt „Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie“.

Nach dem ersten Öffnungsschritt war laut Müller die Besucherresonanz eher zögerlich, wie er in seinen Betrieben auf der Terrasse der Weinstube „Schloss Staufenberg“ sowie im Garten des Hotels „Ritters“ beobachten konnte. „Gleich nach dem ersten Tag nach dem Ende der Nachweispflicht hatten wir vor allem auf dem Schloss wieder Hochbetrieb, die Terrasse war voll besetzt.“

„Das hemmt Gäste“

Die 3 G-Nachweispflicht beinhaltet den Nachweis als komplett Geimpfter, Genesener oder Getesteter. Auch beim derzeitigen Inzidenzwert von 10 besteht immer noch eine Nachweispflicht in den Innenbereichen der Gastrobetriebe. „Dies hemmt viele Gäste, zu uns zu kommen. Ich habe gestern mit meinem Kollegen Volker Baumann vom Hotel ‚Rebstock‘ telefoniert, er bestätigt diesen Missstand.

Im vergangenen Jahr war dies bei diesen Werten möglich, auch ohne Nachweise Gäste im Innenbereich zu bedienen, momentan leider nicht“, klagte der Sprecher der Dehoga-Ortenau weiter. Auch andere Gastronomen könnten dies bestätigen, mit der 3-G Nachweispflicht bleiben die Innenräume leer. „Profitieren können davon nur Gastronomen, deren Betriebe einen großen Außenbereich vorweisen können, das sind nur wenige.“

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Dass bei solch geringen Werten die Schüler immer noch auf dem Schulhof ihren Mund- und Nasenschutz tragen müssen, ist für Müller bei den derzeitigen geringen Werten ebenfalls nicht mehr nachvollziehbar. Das Land arbeitet aber daran, dass dies abgeschafft wird.

Laut König sind die Staufenbergschule sowie die beiden Kitas wieder in ihren Regelbetrieb übergegangen. Nur noch beim Schulsport wird auf die Nutzung der Halle verzichtet, Sport findet auf dem Sportplatz oder auf einem Freizeitgelände statt. Auch habe König Rektor Heinz Baumann angeregt, das Bad verstärkt für den Schwimmunterricht zu nutzen.

Nagel auf den Kopf getroffen

Mit der Schwimmbaderöffnung vergangene Woche habe Durbach den Nagel auf den Kopf getroffen, die Temperaturen passen bestens und bisher war jeder Öffnungstag sehr gut frequentiert. Auch dass keine Reservierungspflicht übers Internet besteht, stellt für König ein Erfolgsmodell dar. „Wer kommen will, kann einfach kommen, wenn die Besucherobergrenze nicht überschritten wird“.

Oft werde Bürgermeister Andreas König gefragt, ob die gestiegenen Eintrittspreise Auswirkungen auf den Besucherandrang haben. „Nein, bisher keine.“ Beim Verkauf der Saisonkarten, die nicht oder nur geringfügig teurer wurden, sei bereits der Stand vom Vorjahr erreicht.

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