Weihnachtsbäume

Durbacher Christbaumsaison ist eröffnet

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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28. November 2017

Die zehn Durbacher Christbaumbauern mit Bürgermeister Andreas König und Tochter Josefine sowie der deutschen Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank aus Karlsruhe. ©Volker Gegg

Die deutsche Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank hat am Sonntag die Christbaumsaison im goldenen Weinort Durbach offiziell eröffnet. Die Preise für Weihnachtsbäume bleiben stabil. Auch in diesem Jahr geht ein Anteil des Erlöses an die SOS-Kinderdörfer. Während der Adventswochenenden werden wieder zahlreiche Aktionen angeboten. 

Auf den Weihnachtsmärkten der Region sowie auf den Straßen und Plätzen im Land leuchten sie schon, die Christbäume. Der größte Teil der Bäume, die an den Weihnachtstagen in den Wohnzimmern erstrahlen, steht aber noch in den Christbaumplantagen der heimischen Christbaumbauern. Offiziell wurde am vergangenen Sonntag in Anwesenheit der deutschen Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank im Durbacher Ortsteil Gebirg im Hofgut von Joachim Gmeiner die Christbaumsaison eröffnet. 

Zehn Durbacher Weihnachtsbaum­erzeuger kooperieren seit 14 Jahren als Durbacher Christbaumbauern. »Die Zusammenarbeit ist wirklich hervorragend. Wir haben diesen Verbund, ohne dass wir einen Verein gegründet haben«, erklärt Georg Gmeiner, Sprecher der Mitgliedsbetriebe. »Wir machen vieles gemeinsam. So ist der neue Höfe-Wanderweg auf unsere Initiative hier am Tisch zurückzuführen«, erklärt er weiter. 

»Neben dem Weinanbau ist auch der Verkauf von Christbäumen hier im Durbachtal ein wichtiger Wirtschaftsfaktor«, erläuterte der diesjährige Gastgeber Joachim Gmeiner. »Nur 50 Prozent der in Baden-Württemberg verkauften Weihnachtbäume stammen aus dem Land«, berichtet Josef Gmeiner. Viele der Bäume, die hierzulande im Supermarkt oder im Baumarkt angeboten werden, stammen aus anderen Bundesländern oder aus Dänemark oder Polen. Ein Grund dafür sei, dass die Nachfrage seit Jahren höher als das Angebot ist. In Baden-Württemberg sind 900 Landwirte Mitglied im Landesverband der Christbaumbauern. 

Rund 2,5 Millionen Weihnachtsbäume werden allein in Baden-Württemberg jedes Jahr benötigt, im Kreis selbst sind es rund 250 000 Bäume. Allerdings stehen in der Ortenau nur rund 400 Hektar Anbaufläche zur Verfügung. »Ein Baum benötigt für die normale Verkaufsgröße von 1,80 bis 2,20 Meter zirka 20 Jahre, bis er geschlagen werden kann«, erklärt Gmeiner weiter. 

»In Sachen Nachhaltigkeit und Haltbarkeit ist ein Baum direkt vom Erzeuger und somit aus der Region unschlagbar«, äußert sich Spring-Bauer Hubert Vogt. 

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18 Euro pro Meter

Nach wie vor der Renner ist in Durbach und im Kreis die Nordmanntanne. »Wenn wir neu anpflanzen, kommt nur der Baum in Frage«, äußert Christbaumbauer Hubert Vogt. Über 95 Prozent der von den Christbaumbauern verkauften Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen, und die Tendenz ist steigend.

Gute Nachricht: Die Preise der heimischen Weihnachtsbäume bleiben gegenüber dem Vorjahr stabil. So werden pro laufendem Meter Nordmanntanne im Schnitt rund 18 Euro berechnet. Dabei gehört das Anpflanzen von Weihnachtsbäumen zu den wenigen landwirtschaftlichen Produkten, die bisher ohne Subventionen auskommen und indirekt zur Offenhaltung der Landschaft beitragen. 

Seit dem 11. November ist die neue Deutsche Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank im Amt. »Ich bin auf zwei Jahre gewählt«, verrät die aus Karlsruhe-Rüppur stammende Vertreterin der deutschen Christbaumwirtschaft. 

Auch in diesem Jahr machen sich die Mitglieder des Christbaumverbands für die SOS-Kinderdörfer stark. Pro verkauftem Baum, der mit einer speziellen Spendenmarke versehen ist, geben die Mitgliedsbetriebe einen Euro für die Kinder in Not. An den ersten drei Adventswochenenden  bieten die teilnehmenden Betriebe auf ihren Höfen wieder ein großes Rahmenprogramm. »Aber auch unter der Woche kann man kommen und sich seinen Wunschbaum direkt ab Hof aussuchen«, erklärt Joachim Gmeiner. Der Weg zu den teilnehmenden Hofgütern ist ausgeschildert. 

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