Top Qualitäten

Durbachs Winzer gaben erste Prognose für Weinjahrgang ab

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 4 Minuten
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21. Oktober 2019

Durbachs Weinprinzessin Hannah Kern (rechts) und Stephan Danner (Dritter von rechts), Vorstandssprecher der WG Durbach, sprachen mit Durbachs Winzern über die Lese. ©Volker Gegg

Durchschnittlicher Ertrag, hervorragende Qualitäten: Durbachs Winzer zogen eine erste Bilanz für den Weinjahrgang 2019. Die Hauptlese ging innerhalb von vier Wochen über die Bühne. Leichte Einbußen gab es beim Klingelberger-Riesling. Die Preise bleiben bei den meisten Winzern stabil. 

Wenn die Durbacher Winzer derzeit über ihre im Keller gärenden aktuellen Weine sprechen, dann kommen sie regelrecht ins schwärmen. Der Weinjahrgang 2019 stellt jedenfalls für Durbachs 14 Weinbaubetriebe einen ganz besonderen Jahrgang dar, wie bei der Herbstbilanz am Freitagnachmittag im Weingut Graf Wolff Metternich dargelegt wurde. 

Rund 95 Prozent der Trauben aus den Durbacher Reben sind seit vergangener Woche im Keller, nur noch einzelne Rebflächen für Beerenauslesen, Trockenbeerenauslese und Eiswein warten noch auf ihre Lese. „2019 war ein richtiges Sonnenjahr mit Regen, wir sind somit bestens zufrieden“, brachte es Stephan Danner, Vorstandsspreher der Durbacher Winzergenossenschaft auf den Punkt. Er sagte: „Einige unserer Mitgliedswinzer waren es nach dem Trockenjahr und dem trockenen Herbst 2018 nicht mehr gewohnt, in Gummistiefeln zu herbsten.“ 

Die kühleren Nächte im September haben den Reben bei der Lese gut getan und das Traubengut kam gut temperiert in die Traubenannahmen. Wie bei den meisten Betrieben startete für die Genossenschaftswinzer die Hauptlese am 16. September und endete am 17 Oktober. Die WG zeigte sich sehr zufrieden mit Menge und Qualität, auch wenn das Rekordergebnis von 2018 nicht eingelagert werden konnte. „Unsere Trauben hatten an mehreren Tagen mit Temperaturen über 40 Grad zu kämpfen, in dieser Form gab es dies im vergangenen Jahr nicht“, erläuterte WG-Kellermeister Rüdiger Nilles. 

Bisher als höchstes Mostgewicht konnte das Weingut Freiherr von Neveu einen Spätburgunder mit 112 Grad Öchsle einlagern. Auch das Weingut Heinrich Männle zeigte sich höchst zufrieden mit dem bisher eingelagerten Lesegut, wenn auch bei Klingelberger und Scheurebe in diesem Jahr durch Verrieselung weit weniger Trauben gelesen werden konnten, als in den Vorjahren. 

Zum ersten Mal beim Herbstgespräch dabei war Matthias Wörner vom gleichnamigen Weingut im Sendelbach. 2019 ist bereits der dritte Jahrgang, den der Jungwinzer ausbaut. „Ich bin richtig happy“, sagte er. Schon früh zeigten Wörners Weine starke Mineralität. Dies konnten auch seine Kollegen bestätigen, wie Alexander Spinner-Glanzmann, der mit dem Jahrgang 2019 seinen eigenen Bio-Betrieb in Durbach eröffnet. „Ich denke, es wir ein gutes Jahr geben, wohl besser als 2018“, bilanzierte Spinner-Glanzmann. 

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„Die Niederschläge im Sommer reichten bei uns grad noch aus“, erläuterte Volker Faust, Betriebsleiter des Markgräflichen Weinguts Schloss Staufenberg. Im Schnitt wurden im adligen Weingut Trauben mit einem Mostgewicht von 92 Grad Öchsle eingelagert. 

20 Prozent weniger

Für Alexander Laible vom gleichnamigen Weingut war 2019 ein entspanntes Lesejahr mit hervorragenden Qualitäten, aber leichten Mengeneinbußen von rund 20 Prozent gegenüber 2018. 
René Huber, Kellermeister im Weingut Graf Wolf Metternich schwärmte ebenfalls von den hervorragenden Qualitäten in seinem Keller. „Auch die Säure passt in diesem Jahr“, so Huber. 

„Das gibt in diesem Jahr vielleicht den tollsten Jahrgang seit langem“, bilanzierte Thomas Männle vom Schwarzwaldweingut Männle, Auch Männle sieht in puncto Menge beim Klingelberger den Verlierer 2019, während Christian Huber vom Weingut Alfred Huber die größten Mengenverluste beim Chardonnay verbuchen musste –„Da waren es rund 50 Prozent weniger als im vergangenen Jahr“, berichtete Huber. 

Andreas Christian Laible, vom Weingut Andreas Laible, freut sich bereits auf den Jahrgang 2019. Auch für Andreas Vollmer vom Weingut Vollmer waren die Lese und die Qualität 2019 perfekt. Dies konnte auch Josef Rohrer, vom Weingut-Weinhaus Schwörer bestätigen, „Einfach ein wunderbarer Jahrgang“, sagte Rohrer. 

Außer der Durbacher Winzergenossenschaft bleiben die Preise bei den einzelnen Weingütern auch beim Jahrgang 2019 stabil. „Bei uns ist eine leichte Anpassung geplant“, verriet Danner. 

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