Die Welt von Klang und Melodie

Ferienprogramm Rammersweier: Ein Gartenschlauch macht Musik

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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07. August 2020

„Instrumentenbau und Klangbilder“: Zum ersten Mal beteiligte sich Rolf Basler am Ferienprogramm. ©Thorsten Mühl

Ferienprogramm Rammersweier: Rolf Basler entführte drei junge Zuhörerinnen in die spannende Welt von Melodie, Klang und Tönen. Alphörner entstehen in seiner eigenen Werkstatt.

Zum ersten Mal beteiligte sich Rolf Basler in diesem Jahr beim Rammersweierer Ferienprogramm. Am Dienstag lautete sein Angebot „Instrumentenbau und Klangbilder“, das von drei Teilnehmerinnen besucht wurde. 
Mit Musik ist Basler sein Leben lang verbunden, vor allem Hörner in den verschiedensten Ausprägungen haben es ihm angetan. Eine große Leidenschaft hegt er beispielsweise für das Alphorn. Wie tiefgehend diese Leidenschaft ist, konnten die Teilnehmerinnen am Dienstag aus nächster Nähe miterleben.

Hohe und tiefe Töne

Rolf Basler erläuterte einleitend die verschiedenen Formen und Sorten von Hörnern, die – je nach Gestaltung, Größe und Form – verschiedene Tonhöhen und -tiefen offenbaren, wenn sie gespielt werden. Die theoretischen Kenntnisse wurden im nächsten Schritt in die Praxis umgesetzt. „Es geht jetzt darum, mit möglichst einfachen Mitteln Töne zu erzeugen“, erklärte Basler. 

Eine solche Möglichkeit entdeckten die Teilnehmerinnen, die allesamt Vorerfahrungen aufgrund aktiven Spielens eines Instruments mitbrachten, nun für sich. Mithilfe eines Gartenschlauchs, verschiedener Mundstücke und Aufsätzen, zum Beispiel aus Teilen ausrangierter Plastikflaschen, ließen sich erstaunlich einfach Töne und sogar Melodien erzeugen. 

Dass der Gastgeber dabei auf dem „Gartenschlauch-Instrument“ ein gesamtes Stück intonierte, sorgte für erstaunte Gesichter. Rolf Basler lächelte dazu: „Ich habe ja ein paar Jahre mehr Erfahrung. Das ist alles Übungssache.“ 
Er zeigte im Anschluss, wie sich Aufsätze und Mundstücke auf das Spiel und bestimmte Töne auswirken können.

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In seiner hauseigenen Werkstatt konnte Basler den Teilnehmerinnen eine weitere Facette in der Beschäftigung mit Instrumenten präsentieren. 

Er stellt nach wie vor Hörner selbst her, repariert zusätzlich beschädigte Exemplare. Für diese mitunter auch kniffligen Aufgabenfelder zeigt er sich bestens ausgestattet. Die Teilnehmerinnen sahen genau hin, als Basler Arbeitsschritte erklärte. 
Gearbeitet werde mit Fichtenholz, das sich leichter in Form bringen lasse. Um ein Gefühl für die Holzbearbeitung zu entwickeln, konnten auch die Teilnehmerinnen versuchsweise zu Hammer und Spatel greifen, tatsächlich ließ sich das Holz recht angenehm modellieren. Basler berichtete, dass der Herstellungsprozess eines neuen Alphorns im Schnitt einen Monat dauern könne. Das habe nicht nur mit den zahlreichen Arbeitsschritten zu tun, „man muss sich zudem Zeit bei dieser Arbeit lassen, Lust dazu haben“. 

„Alles schwingt“

Mit dem Schleifen von Mini-Alphörnern befassten sich die Teilnehmerinnen zwischendurch, während Basler zum Thema Klangbilder überleitete. „Um uns schwingt alles“, brachte er es auf den Punkt, um noch einige Ausführungen zum Thema Schallwellen und ihrer Verbreitung anzuschließen. 

Und auch hier schloss sich die Praxis unmittelbar an, bei der es darum ging, Schwingungen sichtbar zu machen. 
Dazu verteilte Rolf Basler Sand auf einigen Alublechen, über deren Rand ein Geigenbogen gestrichen wurde. Die so entstehenden Schwingungen erzeugten anhand des sich neu verteilenden Sands ganz unterschiedliche Muster oder Klangbilder. 

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