Beitrag von der Jury positiv bewertet

Ein Kunst-Preis für die Schutterwälderin Sina Rößler

Autor: 
Stefanie Henninger-Kusch
Lesezeit 2 Minuten
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13. August 2018

Einer der Höhepunkte für Sina Rößler: Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter überreichte der Schutterwälderin bei der Vergabe des Lothar-Späth-Förderpreises einen Anerkennungspreis und eine Urkunde. ©Stefanie Henninger-Kusch

Der Lothar-Späth-För­
derpreis gehört zu den wichtigsten Kunstwett­bewerben für Menschen mit geistiger Behinderung. 220 Kunstschaffende aus 50 Einrichtungen bewarben sich. Eine Fachjury bestimmte die 15 Preisträger. Eine der Ausgezeichneten: Sina Rößler aus Schutterwald. 
 

Sina Rößler aus Schutterwald ist eine von 15 Preisträgern des Lothar-Späth-Förderpreises. Freudestrahlend nahm sie ihre Urkunde und ihren Anerkennungspreis aus den Händen der Stargeigerin Anne-Sophie Mutter entgegen.  »Es war sehr aufregend«, erzählt die Preisträgerin über den Festakt in Wehr. Die Konkurrenz war auch in diesem Jahr groß. 220 Bewerbungen aus 50 Einrichtungen sichteten die Künstlerinnen Lilot Heg, Elena Romanzin und Kitty Schaertlin, bewerteten die Bilder nach rein künstlerischen Kriterien und bestimmten so die 15 Preisträger.
Regina Meyer, Projektleiterin von »Kunst für ALLE« bei der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch, hatte Sina Rößlers Beitrag beim Lothar-Späth-Förderpreis eingereicht. Der Druck war 2017 zum Jahres­thema »Begegnungen« entstanden und war im November letzten Jahres bei der Vernissage »Kunst und Wein« in Offenburg zu sehen gewesen. 
»Es ist das erste Mal, dass wir ein Bild bei einem Wettbewerb eingereicht haben«, so Meyer. »Der Ausdruck und das kräftige Rot haben mich von Anfang an beeindruckt.« Auch die Jury aus Profi-Künstlerinnen ließ sich überzeugen und zeichnete das Bild mit einem Anerkennungspreis aus.
Sina Rößler nimmt regelmäßig an den Kunstprojekten der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch teil. »Es ist schön, in Gruppen mit anderen zusammen zu malen«, sagt sie. In den letzten Jahren hat sie in den Angeboten verschiedene Techniken kennengelernt und ausprobiert. »Ich mag Farben«, erklärt Rößler. »Am liebsten blau oder rot.«
 Entsprechend besticht ihr eingereichter Druck durch ein kräftiges Rot. Aktuell ist das Bild Teil der Preisträgerausstellung, die bis zum 2. September in der Galerie Altes Schloss zu sehen ist.
Bundesweite Bedeutung
In den Bereichen Art Brut beziehungsweise Outsider-Kunst genießt der Lothar-Späth-Preis bundesweite Anerkennung. Auch aus der Schweiz bewerben sich Einrichtungen. Hierbei geht es nicht nur um die von Lothar Späth gespendeten Preisgelder. Von Bedeutung ist auch die gemeinsame Preisträgerausstellung der drei Künstler-Juroren mit den Preisträgern. Das Sahnehäubchen: Bei der Gruppenausstellung in der Galerie im Alten Schloss von Wehr begegnen sich Menschen mit und ohne geistige Behinderung auf Augenhöhe im Medium Kunst.

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