Neuried

Ein Minus von 20 Prozent

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 2 Minuten
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28. Mai 2020

Die Corona-Pandemie hat die Gemeindefinanzen auch in Neuried gewaltig durcheinandergewirbelt – die Einnahmen brechen weg, die Ausgaben (für die Kindergärten, Symbolbild) bleiben. Großprojekte aber sind sicher. ©Iris Rothe

Einnahmeverluste wegen Corona: Andreas Delfosse, der Rechnungsamtsleiter der Gemeinde Neuried, legte dem Gemeinderat den aktuellen Stand des Haushalts vor.

Nach den Voraussagen des Deutschen Städtetages müssen die Gemeinden mit hohen Einnahmeverlusten wegen der Corona-Pandemie rechnen. Insbesondere wird ein Rückgang der Gewerbesteuer um mindestens 20 Prozent prognostiziert. Wie sich das im einzelnen auf die Gemeinde Neuried auswirkt, stellte Rechnungsamtsleiter Andreas Delfosse dem Gemeinderat am Mittwoch in einem Zwischenberichts vor. Nähere Erkenntnisse gebe es aber erst nach der Mai-Steuerschätzung. 

Mit den Worten: „Alles verändert Corona, und wir haben uns im Vorfeld darauf vorbereitet, wie wir die Krise überstehen können“, begann er. Wie sich das im einzelnen auswirken wird, stellte er an Hand eines Zahlenwerks dar. Dabei verglich er jeweils den Haushaltsansatz 2020 mit den Buchungen bis zum 5. Mai. Hier war absehbar, dass die jeweils errechneten Einnahmen – bedingt durch die Verluste der Corona-Pandemie – bis zum 31. Dezember 2020 nicht erreicht werden können. 

Im Haushaltsplan der Gemeinde war zum Jahresende ein Gewinn von 392 000 Euro eingeplant. Durch weniger Einnahmen und Mehrausgaben aufgrund der Corona-Pandemie entstand jedoch bisher ein Verlust von rund 1,084 Millionen Euro, sodass die Bilanz jetzt ein Minus von 692 000 Euro aufweist.    

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Im Einzelnen werden Einbußen bei Steuern und Abgaben insgesamt 916 500 Euro betragen, wobei die Verluste beim Anteil der Einkommenssteuer mit 575 000, bei der Gewerbesteuer 250 000 und der Vergnügungssteuer 53 000 Euro besonders zu Buche schlagen. Hinzu kommen voraussichtliche geringere Einnahmen, unter anderem bei den Schlüsselzuweisungen vom Land von 542 000 Euro und privatrechtlichen Leistungserträgen von 162 000 Euro sowie weiteren sonstigen Erträgen, sodass zum Jahresende mit Weniger­einnahmen von 1,68 Millionen Euro gerechnet werden muss. Durch Einsparungen unter anderem beim Unterhaltungsaufwand und den Bewirtschaftungskosten verringert sich diese Summe auf den Betrag von 1,084 Millionen Euro.   

Großprojekte sicher

In seiner Zusammenfassung führte Delfosse an, dass dennoch die laufenden Aufgaben aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde erfüllt werden können. Unter anderem nannte er dazu die derzeit in Arbeit oder in der Planung befindlichen Großprojekte der Gemeinde. Außerdem hoffe er, dass die Konjunktur bald wieder Fahrt aufnehmen werde.

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