Spielplatz Weier

Ein Platz für das Miteinander eröffnet

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juni 2019

Katrin Helmchen (Stadt Offenburg), Bürgermeister Hans-Peter Kopp und Ortsvorsteherin Gudrun Vetter strahlen ob der gelungenen Spielplatzneugestaltung um die Wette. ©Herbert Gabriel

Der Spielplatz »Binsenweg« in Weier ist nach seiner offiziellen Eröffnung nun in Händen der Kinder, für die Stadt und Ortsverwaltung mehr als 170 000 Euro investiert haben.

In sieben Monaten ist aus dem in die Jahre gekommenen Spielplatz »Rohrer« ein Schmuckstück geworden, das die Handschrift der Kinder trägt. Sie waren in die Planung mit einbezogen und durften ihre Wünsche vorbringen.
Dies schon zu Beginn letzten Jahres, als klar wurde, dass hier Handlungsbedarf besteht und im Rahmen der Planungsphase von einer Investitionssumme von 110 000 Euro gesprochen wurde. 

Viel Eigenleistung

Nun erklärte Bürgermeister Hans-Peter Kopp, dass es 160 000 Euro aus städtischen Mitteln und zusätzlich mehr als 11 000 Euro aus Eigenleistungen der Ortschaft Weier geworden sind. Dafür gebühre dem Gemeinderat und dem Ortschaftsrat Weier Dank und Anerkennung.

»Für einen Ort, der mehr ist als nur ein Spielplatz«, so Kopp. Es sei auch ein Platz zum Beisammensein, der im Schulterschluss mit Kindern,  Erwachsenen, den städtischen Stellen und den Planern entstanden sei. Was sich an den aufgestellten Bänken und Tischen dokumentiert, die genügend Platz zum Verweilen bieten, derweil sich die Kinder auf einem von 130 Spielplätzen in der Kommune austoben. Ganz gleich, ob auf der Seilbahn, der Rutsche, auf dem Trampolin, im Sandkasten oder – was von ihnen immer vehement gewünscht wurde – an der Wasserstelle, die auf dem bisherigen Platz vermisst worden war.

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Den gab es seit 1976, nachdem das Wohngebiet »In der Streng« bebaut wurde, wie Ortsvorsteherin Gudrun Vetter in den Annalen fand. 20 Jahre später war eine erste Renovierung angesagt, die die örtliche Feuerwehrabteilung mit 20 Mann wegen einer beim Dreikönigsball verlorenen Wette vornahm.

Und wiederum 20 Jahre später war eine weitere Sanierung notwendig, die dem damaligen Standard entsprach und nun dem Neuen weichen musste. »Es ist eine gelungene Umgestaltung«, so die Ortsvorsteherin, ehe sie Pfarrerin Jutta Wellhöner und Gemeindereferentin Sabine Meissner als Vertreter der christlichen Kirchen bat, den Platz Gottes Segen anzuvertrauen.

Für die Pfarrerin eine willkommene Gelegenheit, um den neuen Zaun des Platzes so zu interpretieren, dass er einen geschützten Raum umgebe, wie die sich hier Treffenden auch unter Gottes Segen geschützt seien.
So sei er ein guter  Platz, weil er auch Menschen verbinden könne und somit mehr als einen Spielplatz darstelle: »Er ist auch ein Platz zum Leben«. Nun war es Zeit, dass die Kinder den Platz stürmten, erste Rutsch- und Seilfahrtpartien unternahmen und an der Pumpe sich Gewissheit verschafften, dass sie auch funktioniert. Ungeachtet dessen, dass manche der anwesenden Mütter feststellen mussten, dass bei künftigen Besuchen eine Reservegarnitur Kleider nichts schaden dürfte.

Die Nachbarschaftshilfe Weier hatte mit der Ortsverwaltung ein Kuchen- und Getränkebüffet organisiert, an dem sich nun alle stärken und austauschen konnten. Wobei im Mittelpunkt aller Gespräche die Erkenntnis stand, dass neben der Notwendigkeit einer gründlichen Neugestaltung auch die Kinderwünsche berücksichtigt wurden.

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