Hohberg

Eine Million für das Hohberger Wasser

Autor: 
Klaus Krüger
Lesezeit 2 Minuten
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16. Juli 2018

Trinkwasser ist ein wertvolles Gut – die Gemeinde Hohberg sollte hier investieren, sagt Diplom-Geologe Thomas Weidenhammer. ©Gabriela Neumeier, pixelio.de

Diplom-Geologe Thomas Weidenhammer (RBS Wave) stellte im Gemeinderat seine Analyse des Hohberger Trinkwassernetzes vor. Sein Fazit bedeutet eine Investition von rund einer Million Euro.
 

Der Zustand des 48 Kilometer langen Hohberger Trinkwassernetzes ist auf den ersten Blick so schlecht nicht. »Der Zustand ist gut«, sagte Diplom-Geologe Thomas Weidenhammer (RBS Wave), als er am Montag seine Analyse vorstellte. Der Druck im Netz sei im Regelfall höher als gesetzlich gefordert. Das »Aber« hatte es in sich: Es gibt hydraulische Engpässe, die sich im Falle Diersburgs zu Problemen bei der Versorgung mit Löschwasser ausweiten könnten. Dazu Inkrustationen (Ablagerungen) in den Rohren. Erreicht werden müssen 48 Kubikmeter in der Stunde.

Seine Vorschläge addierten sich auf eine dicke Million Euro: In Hofweier sollten Leitungen ebenso wie in Niederschopfheim ausgetauscht werden. Diersburg mit seiner Versorgungslücke im Brandfall braucht vor allem Verbindungsleitungen zum bestehenden Netz. Weidenhammers Vorschlag: Auch nach Bau des neuen Trinkwasserbehälters den alten stehen lassen – »als Zisterne für die Feuerwehr.« Außerdem sei es dringend erforderlich, ein Löschwasserkonzept in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr zu erstellen. Und darüber hinaus ein Spülkonzept.

Leistungsfähiges Netz

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Werde alles zu den geschätzten 1,07 Million Euro umgesetzt, habe Hohberg ein leistungsfähiges, strategisch angelegtes Netz für die nächsten 35 Jahre. Und betriebssicher sei es zudem.

Thomas Weidenhammer ging in seinem Vortrag auch auf die Ursachen für die Probleme mit dem Trinkwassernetz ein – die seien übrigens nicht nur in Hohberg gegeben. Meist sei das Netz historisch gewachsen, also nicht als Gesamtsystem konzipiert und für die Zukunft ausgelegt. Es gebe zugesetzte Rohre (Inkrustationen), Planungsfehler, Netzfehler – und, ja, geschlossene Schieber, die eigentlich offen sein sollten.

Dem allen kam Weidenhammer über Messungen per Logger im Rohrnetz und Berechnungen mit Verbrauchsdaten und Einwohnerzahlen auf die Spur. Seine Analyse ist also ein Rechennetzmodell. Dabei werden verschiedene Belastungen berücksichtigt: normal, Spitzenlast und Brandfall. 

Bürgermeister Klaus Jehle versicherte abschließend den Gemeinderat: »Die Million müssen wir nicht von heute auf morgen aufbringen!«

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