Für andere da zu sein war ihr immer wichtig

Elisabeth Müller feiert ihren 75. Geburtstag

Autor: 
Regina Heilig
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07. Dezember 2017

Es ist ein ausgesprochen tätiges Leben, auf das Elisabeth Müller an ihrem 75. Geburtstag zurück blicken kann. Und das Beste daran: Ans Aufhören denkt die sehr aktive Jubilarin noch lange nicht.
Schon ein Blick auf die Wände des großen Hauses, in das Elisabeth Müller im Jahr 2000 mit ihrem Mann Meinrad eingezogen ist, zeigt die große Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt, in der sie am 7. Dezember 1942 das Licht der Welt erblickt hat. Zahlreiche Bilder zeigen das »Alt-Offenburg«, durch das die junge Elisabeth Wiedemer, wie sie mit Mädchennamen hieß, streifte. Ein Foto zeigt das Blumengeschäft und die Samenhandlung Franz Wiedemer in der Zeller Straße, die den Eltern gehörte. 

Sechs Kinder gewünscht

Aufgewachsen mit ihrem Bruder Gottfried, besuchte die junge Frau die Klosterschule bis zur mittleren Reife und lernte dann im Geschäft der Eltern den Beruf der Floristin. Schon früh engagierte sie sich in der Pfarrei Dreifaltigkeit, und bei einem Tanzvergnügen der »Kolping« war es auch, dass sie ihren späteren Mann Meinrad Müller kennenlernte. Mit ihm führte sie den heute noch bestehenden Betrieb Fahrzeugbau Müller, den inzwischen längst der älteste Sohn übernommen hat – der übrigens nicht nur den Vornamen, sondern auch den Geburtstag mit dem Vater gemeinsam hat. 

Sie habe eigentlich sechs Kinder haben wollen, merkt die Jubilarin lachend an – und fünf seien es auch geworden. Dazu kommen heute noch eine Menge Enkelkinder, auf die in Omas Wohnzimmer Spielzeug wartet, darunter auch Puppenklassiker, die sie zum Teil selbst eingekleidet hat. 

Elisabeth Müllers großes Herz schlug immer auch für Menschen, denen es nicht so gut geht, und so war sie für den Deutsch-polnisch-russischen Freundeskreis mehrmals bei Hilfsfahrten dabei – auch davon zeugen Erinnerungen wie zahlreiche »Matruschkas« auf dem Ofensims. Wie ihr Bruder Gottfried engagiert sie sich für die Peru-Partnerschaft der Erzdiözese Freiburg. Nachdem sie mit ihrem Mann in die Weststadt umgezogen war, war St. Fidelis ihre Heimatpfarrei. Hier war und ist sie in der Frauengemeinschaft aktiv und schmückte bis vor Kurzem die Kirche. 

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»Kleiderlädele« aufgebaut

Elisabeth Müller begann schon 1991, als Flüchtlinge vor allem vom Balkan kamen, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Sie baute das »Kleiderlädele« mit auf. Seit wenigen Jahren ist die Hilfe wieder sehr lebhaft nachgefragt. Erst vor Kurzem gelang es der Jubilarin, den Umzug von den wenig ansprechenden Räumen in der Lise-Meitner-Straße in den ehemaligen Ölbergkindergarten durchzusetzen. Eine tolle Lösung, wie sie sich freut.
Ihren Geburtstag wird Elisabeth Müller mit der Familie und vielen Freunden feiern.