Freude in Berghaupten

Empfang für die badische Weinprinzessin Hanna Mußler

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22. Juli 2019

Geballte Weinkompetenz auf dem Berghauptener Rathausbalkon (von links): Bürgermeister Philipp Clever, die Weinprinzessinnen Anika Stork (Markgräflerland), Rebecca Rieger (WP Kraichgau), Franziska Etsch (Badische Bergstraße), Hanna Mußler (badische Weinprinzessin, Berghaupten), Franz Benz (Bottenau, Vizepräsident des Badischen Weinbauverbands), Sina Erdrich (Badische Weinkönigin, Durbach), Mathias Wolf (Weinparadies Ortenau), Victoria Lorenz (Ortenau), Claudia Vetter (Breisgau), Nicole Kist (ehemalige WP Affenthal) und Katrin Hartmann (ehemalige WP, Badische Bergstraße). ©Thomas Reizel

Die Gemeinde Berghaupten empfing am Samstag Hanna Mußler, eine von zwei frischgekrönten badischen Weinprinzessinnen. »Ich möchte, dass jeder weiß, dass Berghaupten ein Weindorf ist«, sagte sie auf Rathausbalkon unter großem Applaus.

Samstag, kurz vor 18 Uhr: Geschätzt 200 Menschen stehen auf dem Berghauptener Rathausplatz und warten auf Hanna Mußler. Es dauert nicht lange, dann rollt sie in einer Kutsche an. Sie winkt ihren Verehrern zu, eben hoheitlich. Aus dem gesamten Weinbaugebiet Baden waren Amtskolleginnen von Hanna Mußler angereist, selbstverständlich auch die amtierende Weinkönigin Sina Erdrich aus Durbach.

Der große Moment folgt auf dem Fuße. Alle Weinhoheiten versammeln sich auf dem Rathausbalkon, das erste Wort hat Bürgermeister Philipp Clever: »Ich freue mich, dass so viele Gäste gekommen sind.«

Franz Benz, Vizepräsident des Badischen Weinbauverbands aus Oberkirch-Bottenau, hält danach die Lobrede: »Ich bin begeistert, was Berghaupten zu bieten hat. Sie können stolz sein auf Hanna und das, was sie geleistet hat«, erinnert er an ihre Stationen als Gengenbacher und Ortenauer Weinprinzessin. »Schön, das hast du ganz toll gemacht«, bescheinigt ihr Franz Huber Charme, Fachkenntnis sowie Begeisterungsfähigkeit für den badischen Wein und legt ein Bekenntnis zu Weinhoheiten ab: »Es gibt viele Nach­ahmer, aber das Original sind und bleiben die Weinkönigin und die Prinzessinen.«

Grüße überbringt auch Matthias Wolf, Geschäftsführer des Weinguts Schloss Ortenberg, aber am Samstag in seiner Funktion als Vertreter des Weinparadieses Ortenau: »Ich freue mich sehr, dass wir eine badische Weinprinzessin haben. Sie wird badischen und damit Ortenauer Wein weit hin­aus repräsentieren. Das Weinparadies wird dich sehr unterstützen«, verspricht er.

»Ich bin sprachlos«

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Die mit so vielen Lorbeeren bedachte Hanna Mußler findet zunächst kaum Worte: »Ich bin sprachlos. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen mit mir ins Amt starten.« Sie repräsentiere als badische Weinprinzessin ein Jahr lang 15 500 Hektar Rebfläche in neun Anbaugebieten. »Aber was noch ›megaer‹ ist, sind die vielen Sponsoren«, schwärmt sie über die Unterstützung für diesen Empfang.

»Gemeinde ist Weindorf«

Dann nimmt sie Bezug auf einen Facebook-Post aus Oberharmersbach. »Ist Berghaupten überhaupt ein Weindorf?«, hatte jemand gefragt. »Ja, das möchte ich auch repräsentieren, damit endlich jeder weiß, dass das so ist«, zeigt sie sich angespornt. Charmant zeigt sie sich, indem sie um Applaus für den Mineralwasserlieferanten bittet: »Ich bin ja Weinprinzessin und keine Sprudelprinzessin.«

Natürlich lobt Hanna Mußler die große badische Weinfamilie: »Wir sind alle ›symbadisch‹, und die Winzer schaffen es immer wieder, das ins Glas zu bringen.« Die badische Weinprinzessin beendet den offiziellen Teil mit ihrem Lieblingsweinspruch: »Er schmeckt mir rot, er schmeckt mir weiß! Allein, zu zweit im Freundeskreis! Und wann ich Wein besonders mag? Wie töricht! Wein schmeckt jeden Tag!«

Danach mischt sie sich unter das Weinvolk und genießt sämtliche Glückwünsche und viele gute Gespräche.

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