Offenburg

Er möchte Temopolis eröffnen

05. Juni 2015
&copy Volker Gegg

Mit 70 Jahren noch ein Großprojekt geplant: Hans-Peter Schemitz möchte mit seinem Verein Temopolis in Offenburg ein Technikmuseum errichten. Der pensionierte Gewerbeschullehrer feiert am heutigen Freitag seinen 70. Geburtstag.

Der Mensch braucht was, das ihn antreibt. Hans-Peter Schemitz hat ein solches Projekt, das er schon über Jahre hinweg intensiv verfolgt. Selbst einen Verein hat der ehemalige Lehrer und Abteilungsleiter der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg für sein Großprojekt vor rund eineinhalb Jahren schon gegründet. Der Vereinsname Temopolis verrät schon ein wenig, worum es Schemitz mit seinen derzeit 25 Mitstreitern geht. »Der Name steht für ein Technisches Erlebnis-Museum hier in Offenburg«, erklärt Schemitz, der mit seiner Familie am heutigen Freitag seinen 70. Geburtstag feiert.

Der Medien- und Hochschulstandort Offenburg braucht laut Schemitz einfach wie Karlsruhe oder Pforzheim ein Technisches Museum, gerade weil auch in Offenburg innovative Köpfe wirkten. Schemitz denkt hierbei an den Offenburger Ingenieur und Erfinder Haselwander, den Unternehmer Henco oder an die Mediendynastie Burda. »Offenburg hat Schätze, und die sollte man auch zeigen«, so der agile Initiator, der seit seiner Kindheit sich stets mit der Technik beschäftigte. Ein Konzept für das Erlebnis-Museum steht bereits, neben der Vergangenheit soll auch die Zukunft einen Platz darin haben. »Wir wollen etwas Besonderes machen, das die Besucher fasziniert und auch animiert wieder zu kommen«, so die Vision des Pädagogen.

Das Temopolis sollte möglichst in der Innenstadt gelegen sein, bevorzugt in einem historischen Gebäude wie dem alten Schlachthof oder im alten Palmengarten. Die Gespräche mit der Stadt laufen, nun ist der Verein aktiv auf der Suche nach Sponsoren. Jede freie Minute widmet Schemitz seinem Großprojekt, aber auch das Hobby Reisen mit dem eigenen Camper kommt nicht zu kurz. 1945 wurde Hans-Peter Schemitz in Grünkraut geboren. »Ja, bei dem Namen lachten stets auch meine Schüler, aber den Ort im Allgäu nahe Ravensburg gibt’s wirklich«, erklärt Schemitz.

Aus einer Lehrerfamilie

Nicht nur sein Vater war Lehrer, sondern auch seine Mutter und sein Großvater. »Das hat mich immer beeindruckt, dass mein Großvater stets von ehemaligen Schülern besucht wurde. Schlecht muss er also seinen Job damals nicht gemacht haben.« Beruflich bedingt zog es die Familie stets weiter, Mainz, Trier, Baden-Baden waren die Orte, in denen Schemitz aufwuchs. In Baden-Baden machte er sein Abi.  Lehrer werden wollte Schemitz als Abiturient eigentlich nicht, stattdessen absolvierte er ein Studium an der Technischen Hochschule in Karlsruhe.

Als diplomierter Ingenieur arbeitete er zwei Jahre als Assistent an der Technischen Hochschule. »Dort hatte ich Kontakt mit Studenten und es hat mich beeindruckt, wie sie mit dem Stoff umgehen und wie hier geforscht wird«, so Schemitz weiter. Dies führte zu seiner Entscheidung Lehrer zu werden. Seine zwei Jahre als Referendar brachten ihn nach Offenburg an die damalige Gewerbeschule. Dort ist er auch geblieben, als Lehrkraft für Elektrotechnik. Nach 14 Jahren wurde er Abteilungsleiter und Hunderte von Schülern hat Schemitz die Geheimnisse der Nachrichtentechnik vermitteln können.

Vielseitig engagiert

Nebenbei engagierte sich Schemitz in der Erwachsenenbildung beim Telekolleg, war aktiv beim Aufbau des Berufskollegs, der Fachrichtung Mechatronik und im IB-Bereich, bis zu seiner Pensionierung vor sechs Jahren mit dabei. Zweimal hat Schemitz geheiratet. Heute lebt er mit seiner zweiten Frau Sybille Herp-Schemitz im eigenen Haus in der Oststadt. Drei Kinder, zwei aus erster Ehe, haben die beiden. »Und dazu kommen noch drei Enkel«, freut sich Schemitz.

Autor:
Volker Gegg

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