Ehemaliger Leitender Baudirektor des Regierungspräsidiums Freiburg

Erwin Hampp wird 80 Jahre alt

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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13. September 2018

Erwin Hampp feiert am Donnerstag seinen 80. Geburtstag. ©Regina Heilig

Von all »seinen« Bauwerken ist ihm die »Pflimlin-Brücke« zwischen Frankreich und Deutschland die liebste: Erwin Hampp, der ehemalige Leitende Baudirektor des Regierungspräsidiums Freiburg, feiert am Donnerstag, seinen 80. Geburtstag.

Der gebürtige Memminger wuchs im ländlichen Oy und in Kempten auf. Dass sie als Kinder frei »umeinanderrasen« konnten und »die Eltern nicht immer dabei waren« genoss der Jubilar, der bis heute zu seinen Schulkameraden von der »Oberrealschule«, die inzwischen den Namen Allgäu-Gymnasium trägt, regelmäßig Kontakt hat. Ein Deutschlehrer ist in Erinnerung geblieben, der nebenbei für das Feuilleton der Frankfurter Zeitung (die später in der FAZ aufging) schrieb und der in Erwin Hampp »die Begeisterung für Gedichte« geweckt hat. 

Studium in Toulouse

Dennoch schlug er nach dem Abitur 1957 den Weg zum Beruf des Bauingenieurs ein und studierte an der Technischen Hochschule München. 1962, gerade 24 Jahre alt, machte der Jubilar seinen Abschluss als Diplomingenieur. Ein gewisses Unbehagen, sich in so jungen Jahren schon unwiderruflich in die berufliche Tretmühle einspannen zu lassen, blieb ihm aber, und so ergriff der frisch gebackene Diplomand die Chance, ein Auslandsstudium in Toulouse an der renommierten »École Nationale Superieure d’Hydraulique, Electrotechnique et Electronique« dranzuhängen. 

Ein bisschen Glück war auch dabei, denn die Französischkenntnisse waren nicht ganz so, wie es eigentlich Voraussetzung gewesen wäre. In Toulouse lernte Erwin Hampp seine Frau Nicole geborene Cahuzac kennen. 
Die erste Stelle fand er bei der Frankfurter Baufirma Wayss und Freytag, aber da seine zukünftige Frau Nicole in Straßburg lebte, strebte der junge Ingenieur den Umzug an die Rheingrenze an. Auf die Hochzeit 1966 folgte ein Jahr später die Referendarzeit bei der Baden Württembergischen Bauverwaltung, 1969 die zweite Staatsprüfung. Erwin Hampp stieg als Bauassessor beim Straßenbauamt des Regierungspräsidiums in Offenburg ein. Die Familie lebte eine Weile noch in Straßburg, bis die Kinder Christian und Véronique in die Schule kamen.

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Bis heute ist Erwin Hampp von all »seinen« Bauwerken die »Pflimlin-Brücke« zwischen Deutschland und Frankreich das liebste. Aber auch die Umgehungstunnels von Wolfach, Hausach und Hornberg wurden unter seiner Ägide gebaut. Halbe Sachen sind Erwin Hampps Sache nicht: Bis um Mitternacht sei er an seinem letzten Arbeitstag, dem 30. September 2003, im Büro gesessen und habe »Dokumente unterschrieben, dann abgeschlossen und den Schlüssel in den Briefkasten geschmissen«.
Als frisch gebackener Pensionär begann der Jubilar das Solo-Wandern, etwa auf dem Katharer- oder dem Jakobsweg. Dabei schreckt ihn die reine Strecke bis heute nicht, allerdings werde mit zunehmendem Alter »die Logistik« schwieriger, lachte der Jubilar: »Früher hatte man den ganzen Hausstand im Rucksack und hat sich um die Unterkunft nicht viel Gedanken gemacht – das muss ich heute nicht mehr haben!« 

Er sitzt gern im Hörsaal

Nach wie vor fährt Erwin Hampp gern Ski und nimmt regelmäßig das »Studium-Generale«-Angebot der Universität Freiburg wahr. Im Hörsaal interessiert er sich für »alles, was von Mittwochvormittag bis Donnerstagabend angeboten wird, querbeet von Theologie bis Literatur«. 

Er habe »eigentlich kein Hobby«, bekundet Erwin Hampp, für ihn gehe »der Tag immer so schnell rum«, dass er sich so manchen interessanten Zeitungsartikel für den Urlaub aufsparen müsse. Diesen verbringen Erwin Hampp und seine Frau, wie könnte es anders sein, am liebsten in Frankreich, wo die geliebten Enkelinnen Louise (7) und Emma (3) mit ihren Eltern leben.

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