Diakonweihe in Gengenbach

Erzbischof Stephan Burger weiht acht junge Männer

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 3 Minuten
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18. Juni 2018

(Bild 1/2) Errinnerungsfoto der Ministranten mit Erzbischof Stephan Burger (hinten, zwischen den Fahnen): Rechts im Bild: Christian Würtz, Leiter der Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal St. Pirmin. ©Thomas Reizel

In einem Festgottesdienst hat Erzbischof Stephan Burger gestern in der Kirche St. Marien acht Diakone geweiht. Darunter war mit Tobias Springer auch ein Gengenbacher.
 

Die Kirche St. Marien platzte gestern aus allen Nähten. Die Sitzgelegenheiten reichten nicht aus, ständig trugen fleißige Helfer Bierzeltbänke in das Gotteshaus, um möglichst allen Besuchern die Möglichkeit zu bieten, Platz zu nehmen. Und doch standen noch Menschen in Reihen. Das Interesse an der Diakonweihe, die Erzbischof Stephan Burger vornahm, stieß auf große Anteilnahme.

Ghilain Eklou (Togo), Manuel Gärtner (Hambrücken), Martin Heine (Jechtingen), Daniel Johann (Neckarwestheim), Alexander Sang (Korea), Christian Schätzle (Schuttertal), Franz-Xaver Shin (Korea) und Tobias Springer (Gengenbach) haben die erste wichtige Station der Priesterausbildung hinter sich gebracht. Springer wird sein Diakonatsjahr in Adelsheim-Oberburken-Seckach (bei Buchen) leisten.

Der Erzbischof nutzte das Sprichwort »Den Karren ziehen« für seine Predigt. Acht junge Männer seien bereit, dies zu tun. Von ihnen hänge es ab, wie sie Kirche vor Ort erlebbar machen und wie sie ihren Glauben leben. »Dieser Dienst will genährt sein«, sagte Burger. Die Diakone werden berufen, das Wort Gottes zu verkünden, Sakramente zu spenden: »Sie sind berufen, Männer des Gebets zu werden.« Doch trotz allen Schiebens und Ziehens des Karrens Kirche stünden auch sie immer im Hintergrund.

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Kraft des Samenkorns

Burger ging auch auf das Erscheinungsbild der katholischen Kirche ein: »In ihr steckt noch immer die Kraft des Samenkorns, auch wenn sie wie eine kraftlose Oma oder gar wie eine Gemeinschaft von Bischöfen erscheint, die alle unterschiedliche Ansichten haben. Aber Gottes Reich wächst, so unentbehrlich wir uns auch halten.«

Vor der Weihe mussten sich die acht jungen Männer ausgestreckt auf den Boden legen, um ihre Bereitschaft zu zeigen, sich ganz Gott zu übergeben. Währenddessen wurde die Allerheiligenlitanei gebeten. Hier wurden rund 50 Heilige einzeln angerufen, um für die Kirchenbesucher zu bitten. Danach legte Stephan Burger jedem der Kandidaten die Hand auf, bevor ihnen Stola und Dalmatik (Gewand des Diakons) angelegt und das Evangeliar überreicht wurden.

Tobias Springer dankte stellvertretend für alle Diakone »für das Geschenk der Berufung«, allen Wegbegleitern, den Kirchenchören aus Gengenbach und Berghaupten sowie dem Gospelchor »Swing Low« unter der Gesamtleitung von Bezirkskantor Matthias Degott, der Stadtkapelle Gengenbach sowie allen Helferinnen und Helfern, der Kolpingfamilie, Gemeindeteam und Pfarrgemeinderat, Frauengemeinschaften und Gemeindemitgliedern, die unter der Leitung von Anna-Maria Baumer und Stefan Huber den Gottesdienst und das Gemeindefest auf die Beine gestellt haben.

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