Das Beste der Woche

Es fehlt hier und dort und überhaupt

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22. September 2022
Toll, was heute alles nicht klappt!

Toll, was heute alles nicht klappt! ©Klaus Krüger

Alles wird schlechter. Sonnenblumenöl ist weg, dann rationiert, dann schmeckt es fies. Was hilft? Nur die Technik. Oder?

Die Technik erleichtert uns das Leben. Vielleicht wird es bald Paketzustellung per Drohne geben. Wie schön. Heute bestellt, gestern geliefert. Allerdings werden wir schmerzlich unseren Brief- und Paketboten vermissen, mit dem wir per Du sind. Und wenn er ein bisschen Zeit hat, läuft er etwas langsamer, wir tauschen dann in Halbsätzen kleine Geschichten aus. Oder er kommt mit seinem kleinen Wägelchen an, darauf zwei dicke Pakete, das Wägelchen bricht fast zusammen. Das ist das Hundefutter; Tiefkühlware, wenn wir Glück haben, und das Posttransportunternehmen die Kisten nicht drei Tage irgendwo vergessen hat, und das Hundefutter als Matsch ankommt.

Der Running Gag (rennender Witz) bei jeder dieser Lieferungen: „Ist nicht schwer“, sagt unser Paketzusteller, „nur ein Kilo. Steht auf den Paketen drauf.“ Steht da, ja. In Wirklichkeit wiegt jedes 20 Kilo. Es ist jedes Mal erstaunlich, wie schwer ein Kilo sein kann, wenn man es die Treppe hinab in den Keller trägt.

Schmerzlich vermisst

Was wir auch schmerzlich vermissen werden, wenn es Post-Drohnen gibt, sind die vielen, zum Teil klapprigen Transporter der Zustelldienste. Das ist schade, wir haben uns so daran gewöhnt. Und wer stellt sich dann quer über die Bürgersteige, behindert alle und dieselt ohne Punkt und Komma vor sich hin? Werden die Drohnen wenigstens mit Diesel betrieben, damit wir keinen Entzug bekommen?

Und dann: Wie stellen die Drohnen die Pakete zu? Klingeln die? Haben sie eine Sirene? Was machen sie, wenn niemand zu Hause ist? In den Vorgarten abwerfen und die Hauswand mit einem Laserstrahler beschreiben? „Paket im Garten!“ Wahrscheinlich haben findige Köpfe in den großen Unternehmen schon längst ihren Plan – nur wir Erdenmenschen ahnen nichts.

Was wir gerade ahnen: Es ist Krise. Wahrscheinlich werden wir uns noch mächtig wundern, wie viel Krise. Uns sagt man ja nix, man will keine Unruhen.

Aber man sieht es an kleinen Dingen. Erst fehlt das Sonnenblumenöl für Wochen, dann gibt es wieder welches, ist aber dreimal so teuer. Und wird rationiert. Manche behaupten, es schmecke auch ganz anders.

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Gut, in der Ukraine rollen Panzer über die Sonnenblumenfelder – aber bei uns? Haben unsere Bauern Lieferverträge mit China; und die Chinaboys haben wegen Corona alle eingesperrt und den Schlüssel weggeworfen? Es ist Globalisierung. Es ist fantastisch.

Wenn Sie versuchen, eher offline unterwegs zu sein, wird es noch schlimmer. Ich wollte für Freunde ein paar Fotos unserer Silberhochzeitsfeier abziehen lassen. Das macht ja kaum jemand mehr, der Rest trägt seine Fotos im SM (Smartphone) mit sich herum (bis das Ding implodiert).

Ich ging bei einer großen Drogeriekette online, bestellte die Fotos. Auf der Homepage stand: In ein oder zwei Tagen in der Filiale. Das war am Freitag. Am Montag suchte ich die Bilder in der Filiale. Nix. „Nein, der Samstag zählt nicht dazu“, sagte eine Fachverkäuferin. Ich kam am Mittwoch wieder. Nix. Am Donnerstag früh bekam ist eine Mail von der Drogeriekette: „Ihre Bilder sind in Filiale XYZ“. Prima, ich radelte am Nachmittag hin. Nix. Eine andere Fachverkäuferin sagte mir, das dauere wegen der Materialknappheit jetzt immer eine Woche. Mindestens. „Gut“, erwiderte ich, „welches Material fehlt denn? Papier? Rot? Blau? Grün?“ Keine Antwort. „Aber wenn das schon so ist“, schmetterte ich der enteilenden Fachverkäuferin hinterher, „dann sollten Sie das wenigstens auf Ihrer Homepage vermerken.“
Ich redete mit einer Wand. Sollte das fehlende Material gar motivierte Mitarbeiter sein? Einen Tag später, am Freitag, war ich wieder dort: nix. Erst am Montag hatte ich Erfolg. Da wünschte man sich dann doch wieder eine Drohne, der man seine Aufnahmen online hoch beamt und die sie als Bilder in den Briefkasten druckt.

Ich habe den Eindruck: Seit Ausbruch des Krieges lebt so mancher seine angeborene Unfähigkeit aus. Nur die Kunden stören.

Schönes Wochenende!

www.bo.de/wochenschau und mit Mopsbuch:
zaubertexte.com/kruegers-wochenschau

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