Paul-Gerhardt-Kirche

Esther Brüstle und Manfred Kratzer überzeugten bei der Matinee

Autor: 
Redaktion
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21. September 2019

Ergänzten sich prächtig: Esther Brüstle (Saxofon und Gesang) und Manfred Kratzer am Klavier beim Konzert in der Paul-Gerhardt-Kirche. ©Gisela Fischer

Anknüpfend an die Saxofonmatinee mit dem Bron-Quartett hat am vergangenen Sonntag die Offenburger Saxofonistin Esther Brüstle als Solistin und Sängerin in der Paul-Gerhardt-Kirche ihr Können gezeigt. Die Lehramtsanwärterin aus Detmold blickt mit ihren 23 Jahren schon auf eine beachtliche Zahl von Erfolgen zurück.

Nach der Begrüßung durch Helmut Schmidt vom Seniorenbüro moderiere Esther Brüstle beim Matineekonzert in der Paul-Gerhardt-Kirche »farbig und abwechslungsreich durch das Programm«, wie die Veranstalter berichten. Beginnend mit der Romance von Claude Debussy. deren Text mit zwei Fragen den schwebenden Seelenzustand einzufangen versucht, gestaltete sie zart und innig die leichten Schattierungen dieses sehnsuchtsvollen, zerbrechlichen Liedes.

Lied für die US Navy

Von Claude T. Smith, einem US-amerikanischen Komponisten, folgte die Fantasia in drei Sätzen für Altsaxofon und Klavier. Das Stück entstand als Auftragswerk für die US Navy Band, wurde 1983 uraufgeführt und zeigt in den Ecksätzen schmissig-militärischen Marschcharakter, im ruhigen Mittelteil ein balladenhaftes Thema, ganz in amerikanischer Manier mit opulenter Jazzmusik unterlegt. 

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Gesteigert wurde die Virtuosität in der Rhapsodie des belgischen Komponisten André Waignein. Er schrieb das Werk  anlässlich des fünften Internationalen Adolphe-Joseph-Sax-Wettbewerbs 2010. Sax seinerseits gilt als Erfinder des Saxofons. Waigneins Musiksprache ist an traditioneller Harmonik orientiert, verbindet Harmonien jedoch freier und lockerer, sodass sich interessante, flächige Färbungen ergeben. Im Saxofonpart werden sowohl spieltechnische Grenzen ausgelotet als auch expressive

Qualitäten gefordert.

Mit der anspruchsvollen Sonate von Paul Creston erlebte das Publikum den Höhepunkt des Programms. Das Klavier, bisher in der Rolle als Begleitinstrument, war nun gleichwertiger Partner in der eng verzahnten, rhythmisch lebendigen Textur dieser Komposition, die sich durch eine individuelle Musiksprache auszeichnet. 

Esther Brüstle und Manfred Kratzer beeindruckten in der Präzision ihres Zusammenspiels, und beide konnten bei dem Spiel in verschiedener Taktwechsel ihrem Temperament freien Lauf lassen. Mit dem humorvollen Lied einer Alpenhirtin von Giaochino Rossini fand das Programm seinen Abschluss. Lang anhaltender Applaus belohnte die Künstler.

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