Offenburg
Dossier: 

Evangelische Kirchengemeinde feiert wieder Gottesdienste

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 2 Minuten
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23. Mai 2020

Pfarrer Christian Kühlewein-Roloff freut sich auf viele Gottesdienstbesucher. ©Barbara Puppe

Die öffentlichen evangelischen Gottesdienste starten wieder morgen, Sonntag, nach coronabedingter Zwangspause. Auch Risikogruppen sind laut Pfarrer Christian Kühlewein-Roloff willkommen.

Bereits vor zwei Wochen hatte der evangelische Oberkirchenrat grünes Licht gegeben, die evangelischen Gemeinden in Offenburg aber wollten mit öffentlichen Gottesdiensten noch warten, um sich sorgfältig vorbereiten zu können. Denn für die Teilnahme am Gottesdienst bestehen  strenge Auflagen: Die Abstandsregel von zwei Metern muss eingehalten werden, ausgenommen bei Menschen, die in einem Haushalt leben. Auf Singen muss verzichtet werden, nur ganz leise kann das Vater Unser mitgebetet werden, der Gottesdienst  dauert maximal eine halbe Stunde, Abendmahlsfeiern darf es vorerst nicht geben. Weiterhin gibt es Livestream-Gottesdienste  aus der Heilig-Kreuzkirche.

Für einige ältere Menschen werden Präsenz-Gottesdienste zum Problem, beobachtet Christian Kühlewein-Roloff, Pfarrer der evangelischen Stadtkirchengemeinde. Einerseits freuen sie sich auf die Möglichkeit, wieder mit der Gemeinde zusammen zu kommen, andererseits sind sie verunsichert. Von einigen Älteren habe er gehört: „Wir fühlten uns  nicht erwünscht, wir gehören zur Risikogruppe, vielleicht kommen wir lieber nicht.“ Der Pfarrer ist betroffen: „Gerade viele der älteren Menschen hatten in den letzten Wochen nicht wie andere, die Möglichkeit übers Internet und die modernen Medien am Leben teilzuhaben. Wir laden deshalb alle ein, wir freuen uns über jeden, der kommt.“ Natürlich liege die Entscheidung bei  jeder einzelnen Person. 

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Die einzelnen Gemeinden  haben das Möglichste getan, um die Sicherheit zu gewährleisten: Von den 500 Sitzplätzen der evangelischen Stadtkirche dürfen nur knapp 70 belegt werden, die Plätze sind entsprechend ausgezeichnet. Von Absperrungen und Bodenmarkierungen habe man abgesehen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, es wird abgezählt. „Wir hoffen natürlich, dass wir niemanden wegschicken müssen“, so Christian Kühlewein-Roloff. Wer  keinen Platz mehr findet, kann eine ausgedruckte Predigt mitnehmen. Zur Handdesinfektion steht das Mittel rechts und links vom Eingang bereit, Mundschutze werden empfohlen, es werden auch  welche ausgegeben. Statt Gesangbüchern liegen Liedblätter aus. Nach dem Gottesdienst werden die Besucher zu verschiedenen Ausgängen hinaus- geleitet, damit möglichst wenig direkter Kontakt entsteht.  

„Kleiner Bonus“

Vor der Kirche erwartet die Besucher eine musikalische Verlängerung. „Ein kleiner Bonus“, wie Kühlewein-Roloff verrät. Der Posaunenchor hat  in den vergangenen Wochen an Kirchen, Krankenhäusern oder auf dem Friedhof gespielt. Einige Choräle werden auch am Sonntag an der Hauptstraße erklingen. 

Info

Die Gottesdienste

Die Gottesdienste in der Stadtkirche, der Auferstehungskirche und der Erlöserkirche beginnen um 10 Uhr.

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