Prinzessinnen besuchen Frösche

Farbenfrohe Nacht der Wierer Frösche

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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18. Januar 2019

Drei Prinzessinnen beehrten die Nacht der Frösche. ©Herbert Gabriel

Die sanierte Gemeindehalle in Weier hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden: Die Nacht der Frösche war ein Erfolg.

Wer am Samstag nach Weier zur Nacht der Frösche gekommen war, zeigte sich erstaunt, wie die Hallensanierung gelungen ist. Sie machte das meterlange Büffet möglich; hinzu kamen das Foyer und die mit bunten Bändern dekorierte Halle.

Die Anheizer

Bunt auch das Programm, das alles bot, was es brauchte. Und das zu einem frühen Zeitpunkt in der Kampagne, was die Stimmung zusätzlich anheizte. Deshalb hat man wohl mit der Schorliband aus Durbach eine Gruppe an den Anfang verpflichtet, die bekanntermaßen für Stimmung sorgen kann – und dies am Samstag mit ihren schrägen Tönen aus praktizierte. 
Mit eingängigen Titeln, von denen einer der »Patronin« aller badischen Fasnachter gewidmet war und deren Interpretation auch den letzten Fasentmuffel vom Sitz riss – die Schwarzwaldmarie.
Dem wollten die Schnoogesurrer aus dem benachbarten Bühl nicht nachstehen und zeigten ihren Fans, dass man Guggemusik auch in anderem Gewand darbieten kann. Was auch für die zunfteigene Knallfrosch-Combo galt, der es vorbehalten war, als letzte aller Gruppen die Bühne zu entern und nach knapp drei Stunden Programm nochmals für Furore zu sorgen.
Doch ein solcher Abend lebt auch vom Augengenuss, den Tanzformationen in bunter Reihenfolge servierten. Beginnend mit dem Frösche-Nachwuchs, den Greenies, deren Showtanz die Gewissheit vermittelte, dass hier einerseits gute Nachwuchsarbeit geleistet wird, aber auch junge Damen am Werk sind, denen Tanz Spaß macht. Sie werden sicher auch in absehbarer Zeit in die Reihen der »großen Mädels« treten, die mit ihrem fetzigen Tanz wieder einmal begeisterten. Im Häs zeigten die Langhurster Mohren, dass ihnen Rhythmus nicht fremd ist, fegten und stampften über die Bühne und überließen diese den Krutblättsche aus Goldscheuer, die bei ihrer Zeitreise in die 90er Titel in Erinnerung riefen, die an Aktualität auch heute noch nichts verloren haben.
Rot und weiß waren bei den Mädels des TuS Altenheim und ihrem hinreißenden Showtanz die dominierenden Farben, grau und blau hingegen bei der Tanzgruppe Fessenbach. Dass sie ihr choreographisches Handwerk verstehen, bewiesen beide, was gleichermaßen auch für den Auftritt der Prinzengarde aus Eckartsweier galt.
Ihre Zunft schickte – wie die Langhurster Mohren auch eine zweite Formation auf die Bühne. Aus dem Schutterwälder Ortsteil war es die Garde, die bezauberte und aus Eckartsweier eine Gruppe Männer, die als letzten Showact mit begnadeten Körpern und ihrem Dschungeltanz die Frauenwelt zu wahren Hysterieausbrüchen verführte.
Dies, obwohl in den Tanzrunden zwischen den Auftritten die Damenwelt Gelegenheit genug hatte, sich auszutoben, wozu DJ the T. animierte und so mit zum Gelingen dieses Abends beitrug. Nicht zu vergessen Mike Schäfer, der ein Musterbeispiel an Moderation bot. Im rechten Augenblick zu informieren, nicht mit langatmiger Vorstellung Zeit zu schinden und wenn nötig, mit einem flotten Spruch das gespannt wartende Publikum einzustimmen.

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Der Start

So begann im Fröschedorf die Fasent 2019, die Halle hat ihre Bewährungsprobe bestanden und die Wierer Frösch haben wieder einmal bewiesen, dass der Start in eine Kampagne gelingen kann, wenn man bei der Auswahl der Darbietungen eine glückliche Hand beweist und die Eingeladenen wissen, dass hier alles stimmt und passt.

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