Offenburg

An Fasnacht in seinem Element

Autor: 
Burkhard Ritter
Lesezeit 3 Minuten
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17. Juli 2002
Mit Terno Micelli feiert heute, Donnerstag, ein Offenburger Tausendsassa seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar hat sich als Faustballer, Mitglied der Hexenzunft, Musiker und Naturfreund einen hohen Bekanntheitsgrad erworben.
Offenburg. Der nunmehr 75-Jährige hat seine Jugendzeit mit seinem leider schon verstorbenen Bruder Helmut in der Rammersweierer Straße verbracht. Bei der Reichsbahn absolvierte er eine Lehre, wurde aber schon 1944 zunächst zum Arbeitsdienst und danach zur Marine eingezogen. Nach englischer Gefangenschaft kam er 1946, damals erst 18 Jahre alt, wieder in die Heimat zurück. Viele Faustball-Titel »Ein besonderes Glück für mich war, dass ich in dieser schweren Zeit bei der Firma Martin (heute Witzig & Frank) eine Anstellung bekam«, so Terno Micelli. Viele Jahre arbeitete er im Einkauf und wurde durch seinen Fleiß und seine Zuverlässigkeit Leiter dieser Abteilung bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1991. Der Jubilar hat sich neben anderen schönen Hobbys in seiner Freizeit auch sportlich betätigt. Bereits im Jahre 1950 kam er als aktiver Faustballer zum Offenburger Fußballverein unter dem damaligen Abteilungsleiter »Beb« Heisch. Diese Mannschaft, mit Terno Micelli als Mittelmann, der seinen Schlagmann »Fred« Häusler mit Vorlagen gut bediente, errang in den folgenden Jahren mehrmals die badische und süddeutsche Meisterschaft und war oft Teilnehmer der »Deutschen«. Die OFV-Faustballer vereinten sich später mit dem Männerbad beziehungsweise der Offenburger Faustballgemeinschaft, in der der Jubilar noch heute Mitglied ist. Schon im Jahre 1960 trat der »Terno«, wie er von seinen Freunden gerufen wird, in die Offenburger Hexenzunft ein. Als aktive »Hexe« war er bei Fasent-Veranstaltungen immer an vorderster Front, wurde Zunftrat und war lange Zeit Vize-Zunftmeister. Heute ist der vitale Jubilar Ehrenzunftrat und trägt die goldene Ehrennadel der Vereinigung der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte. CDs aufgenommen Ein besonderes Hobby des 75-Jährigen war und ist die Musik auf seinem Akkordeon. Als Alleinunterhalter begeisterte er durch seine flotte, aber auch volkstümliche Musik. So ist es nicht verwunderlich, dass er insgesamt 36 Jahre der »Boss« der bekannten »Hexinos« war, die an der Offenburger Fasent - insbesondere an den »Kuchiobenden« im Hexenkeller nicht mehr wegzudenken ist. »Es waren immer schöne Zeiten als Musiker, die ich nie missen möchte«, so der Jubilar, der heute mit seiner Frau Erika als Sängerin ein Duo bildet. Auf Musikkassetten und CDs kann man sie mit ihren meist volkstümlichen Weisen hören. Mit seiner Frau hat er auch die Liebe zur Natur gemeinsam. Seit Jahren gehört er schon dem Wanderclub »Fernweh« - einem privaten Zusammenschluss von bekannten Offenburgern - an, der insbesondere die Heimat und den Schwarzwald durchwandert, wobei die Unterhaltung nie zu kurz kommt. Insbesondere seine Söhne Volker und Axel mit Anhang, aber auch ein großer Freundeskreis wünschen dem gern gesehenen Jubilar zu seinem Ehrentag weiterhin gute Gesundheit und mit seiner Frau Erika noch viele gemeinsame Jahre.

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