Muhrbergdachse dekorieren

Fasnachtsfahrplan: Bühl zieht sein närrisches Kleid an

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
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19. Januar 2021

(Bild 1/2) Rainer Oehler und Anna-Lena Junker beim Transport der Fasentsfiguren in die Halle. ©Martin Röderer

Bühl zieht sein närrisches Kleid an: Christbäume wurden mit großer Beteiligung der Bevölkerung zu Fasentsbäumen. Auch ein Corona-konformer Fasnachts-Fahrplan steht. 

Bühl trägt närrisches Gewand: Ein Aufruf im Mitteilungsblatt sollte dafür sorgen, dass am Dorfziertag die Bevölkerung ihre Christbäume in Fasnachtsbäume verwandelt. Natürlich dürfen auch Höfe, Hofeinfahrten und Balkons für bunte Farbtupfer sorgen. Auch die Fasentbändel, die ansonsten über den Straßen hängen, sowie die Zunftfahnen wurden von den Muhrbergdachse zur Verfügung gestellt. 

Am vergangenen Samstag war es dann so weit, Vorstandsmitglieder der Narrenzunft traten in Vorleistung. Der Christbaum auf der Insel vor der „Krone“ wurde zurechtgestutzt und närrisch dekoriert. Nach dem Maibaum und dem Christbaum ziert nun erstmals ein Fasnachtsbaum diesen Platz. Vom Rathaus grüßt die Narrenfahne, es wurde zur „Dachseburg“ umgetauft. Fische, Quallen und Seesterne hängen aus den Fenstern. 

Der Christbaum vor den Brunnewieber am Dorfbrunnen trägt närrische Utensilien, nachdem er zunächst vom Schnee befreit werden musste. Die Brunnewieber sind stilecht gekleidet, über dem Platz hängen Fasentbändel. Nach dem Schneefall in der Nacht zum Sonntag trugen die tratschenden Wieber Schneehauben auf ihren Kopftüchern. 

Im Trockenen befinden sich der Muhrbergdachs, der Guggemusiker und das Wäschwieb, sie grüßen hinter der Verglasung im Sportlereingang der Halle über dem Dachsbau. Mit einer Chaise wurden die Narrenfiguren vom ehemaligen Präsidenten Rainer Oehler und Anna-Lena Junker an ihren Platz transportiert. Kein einfaches Unterfangen, der Schnee im Gässle zur Halle forderte alle Fahrkünste auf. 

In Schaufenstern im Ort werden ebenfalls Narrenfiguren grüßen. Den Rest besorgten die Bühler, indem sie ihre Christbäume umfunktionierten oder Balkons, Höfe und Hofeinfahrten in ein närrisches Gewand legten. „Der Zuspruch war großartig, wir sind mehr als zufrieden mit der Beteiligung der Bevölkerung“, so Präsident Claudio Lienert von den Muhrbergdachsen. Viele Bühler haben Fotos an die Zunft geschickt, Bernhard Harter hatte bei der Ausgabe der Fasentbändel alle Hände voll zu tun. 

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Lienert berichtet darüber hinaus, wie in Coronazeiten trotzdem die Fasent im Dorf unter Beachtung der Regeln gefeiert werden kann. 

Zunächst werde ein Film produziert, eine virtuelle Dachsetaufe mit den üblichen Stationen am Schmutzigen Donnerstag. „Deshalb haben wir die Brunnewieber auch jetzt schon angekleidet, damit im Film alles rüber kommt“, so der Narrenchef. Details zum Narrenfahrplan sollen noch rechtzeitig veröffentlicht werden, sodass sich die Bevölkerung auf die närrischen Tage einstellen kann. Folgende Termine sind geplant: 

◼ Schmutziger Donnerstag: Trupps der Narrenzunft überbringen närrische Präsente an die älteren Mitbürger, ziehen durch die Straßen mit Musik und Klamauk.

◼ Fasnachtsfreitag: Statt der legendären „Dachsenacht“ mit dem Großeinsatz der gesamten Zunft dürfen sich die Narren zurücklehnen und eine virtuelle Likörprobe genießen, auch mit Eigenproduktionen von Zunftmitgliedern. Zum neunteiligen Set wird ein buntes Programm geboten.

◼ Rosenmontag: Die Narren verteilen den traditionellen Einback mit einer närrischen Grußkarte im gesamten Dorf.

◼ Fasnachtsdienstag: Auf Bestellung wird im Ort die Dachsesupp mit einem Bringdienst ins Haus verteilt, nähere Informationen zur Bestellung sollen noch erfolgen. 

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