Diskussion zur Einkaufsstadt

FDP will keine Uniformität und mehr Grün in Offenburgs City

Autor: 
Redaktion
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20. März 2019

©Ulrich Marx

Die FDP-Gemeinderatsfraktion erarbeitete bei einem Infoabend mit Bürgern Vorschläge, um die Attraktivität der Innen- und Oststadt zu erhalten und auszubauen. Zwei Erkenntnisse: Uniformität ist kontraproduktiv, und es braucht mehr Grün.
 

Im Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt diskutierte die FDP mit Bürgern über das Thema: »Vor Ort kaufen ist Lebensqualität, auf die wir nicht verzichten wollen! Was braucht es dafür?« Die Diskussion wurde von FDP-Stadtrat Silvano Zampolli eingeleitet: »Wir haben vehement und mit allen Mitteln versucht, das Einkaufszentrum zu verhindern. Obwohl dies nicht gelang, konnte die FDP wesentliche Verbesserungen am Konzept, gerade bei der Verkehrsführung, erreichen.« Im Gegensatz zur Stadtverwaltung sei der FDP aber bewusst, dass das Einkaufszentrum nicht die einzige Antwort der Stadt für eine attraktive Innenstadt mit einer ansprechenden und individuellen Einkaufs- und Gastronomielandschaft sein könne, heißt es in einer Pressemitteilung der FDP.

Moderiert durch Kommunikationscoach Rita Klee erörterten die Teilnehmer zunächst, ob die Innenstadt und Oststadt durch und für Geschäfte weiterhin attraktiv sei. Dabei zeigte sich, dass die Stadt durch kleine, individuelle Geschäfte und Vielfalt an Charme und Attraktivität gewinnt. Der bisher eingeschlagene Weg der Stadtentwicklung hin zu Uniformität sei deshalb schädlich, so der Tenor.

Verkehrsmanagement

Einig war man sich, dass ein öffentlicher Raum, der zum Bummel, Aufenthalt und Einkauf animiert, nicht mühelos entsteht. Als zentrale Aufgabe wurde ein kluges Verkehrsmanagement erkannt, das allen Verkehrsträgern – ÖPNV, Fußgängern, Radfahrern, aber auch explizit den Autofahrern – gerecht wird. Deshalb wurde der Wegfall der Park- und Haltemöglichkeiten durch die Umgestaltung der Lange Straße deutlich kritisiert. Eine entsprechende Ratsinitiative versprach FDP-Fraktionschef Thomas Bauknecht zügig einzubringen.

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Bauknecht betonte ebenso sein Anliegen, die Innenstadt konsequent mit einheimischen Pflanzen zu begrünen. »Die Umgestaltungen der letzten Zeit schufen alle Betonwüsten. Dabei ist Offenburg, gerade mit seinen warmen Sommern, auf ein gutes Stadtklima angewiesen. Bäume schaffen Orte, wo man gerne verweilt und flaniert.«

Zampolli forderte die Stadtverwaltung auf, aktiv dafür zu sorgen, dass die Innenstadt täglich ein Event ist: »Straßenmusik soll nicht unterbunden, sondern gewollt werden. Veranstaltungen müssen so geplant werden, dass Besucher die Innenstadt zusätzlich beleben.«

Start-ups fördern

Eine Händlerin wünschte sich eine Start-up-Förderung für junge Ladengründer. Der Einzelhandel brauche Nachwuchs, dem bisher aber nur Steine in den Weg geworfen würden. Durch ein solches Programm können kreative und innovative Geschäfte Offenburg bereichern.

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