Offenburg

Fest zum Freiheitstag nur noch alle zwei Jahre

Autor: 
Pollak Meike
Lesezeit 4 Minuten
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20. Juni 2012
Christoph Breithaupt - Vorgeschmack: Bei der Vorstellung des Programms für das Freiheitsfest 2012 waren gestern viele Akteure vor Ort, die auch am Freiheitstag mitwirken werden.

Christoph Breithaupt - Vorgeschmack: Bei der Vorstellung des Programms für das Freiheitsfest 2012 waren gestern viele Akteure vor Ort, die auch am Freiheitstag mitwirken werden.

Die Vorbereitungen für das große Offenburger Freiheitsfest 2012 laufen auf Hochtouren. Im und rund um den Salmen soll am 16. September gefeiert werden. Künftig, so kündigte Kulturchef Simon Moser an, werde das Freiheitsfest nur noch alle zwei Jahre groß gefeiert.

Offenburg. »Noch sind die Planungen für das Programm nicht abgeschlossen und wir offen für weitere Angebote«, sagte Simon Moser, Leiter des Fachbereichs Kultur der Stadt, gestern bei der Vorstellung des Ablaufs des Offenburger Freiheitstages 2012 im Salmen. Die Rückmeldung auf das vergangene Fest sei sehr positiv gewesen, sodass das Orga-Team den zeitlichen Rahmen und das Programm des Offenburger Freiheitstags erweitert habe.

Neu: der Freiheitshock

»Neu im Programm ist zum Beispiel der Freiheitshock in der Kesselstraße am Samstagabend, bei dem Musiker von Tisch zu Tisch gehen und spielen«, erläuterte Moser. Außerdem würde das Museums­café in der Zeit von Dienstag, 11. September, bis Samstag, 15. September, Gerichte und Getränke wie zu Heckers Zeiten anbieten. Noch in der Planung stünden unter anderem ein Handwerker-Markt, der das damalige Lebensgefühl vermitteln soll, und der Draisinen-Lauf (Vorläufer des Fahrrads), bei dem sich die Radsportgemeinschaft Karlsruhe engagiere.

»Aber auch Bewährtes wollen wir wieder anbieten«, sagte Moser. So soll die gelungene Graffiti-Aktion aus dem Vorjahr wieder aufgenommen werden und die bisherigen Tafeln um zwei erweitert werden. Auch der Büchertisch des Stadtarchivs und das historische Klassenzimmer aus Zell-Weierbach sowie ein historisches Fotostudio können in Augenschein genommen werden. »Das lebendige Programm wird von vielen Vereinen wie der Biedermeier-Gruppe, den Waschfrauen Weier, dem Fanfarenzug Fürst-Bismarck und vielen mehr gestaltet«, zählte Moser auf. Von Dienstag bis Sonntag gebe es etwas zu sehen – lediglich am Freitag sei großer Probetag, an dem nichts für die Öffentlichkeit geplant sei.

Pause tut gut

»Nächstes Jahr findet das Fest zum Offenburger Freiheitstag nicht statt«, sagte der Kulturchef. Nach drei Jahren in Folge könne man nun eine Pause vertragen. Das Fest soll auch künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden und sich mit dem Internationalen Fest in Offenburg abwechseln. Doch für dieses Jahr wolle man erst mal kräftig die Werbetrommel rühren und zweimal mit einem Stand auf dem Wochenmarkt vertreten sein.

Die Aufbauarbeiten beginnen am Freitag, 14. September, erläuterte Marlon Grieshaber, der für Veranstaltungen des Kulturbüros zuständig ist. »Mit entsprechender Beschilderung wird bereits ab Donnerstag darauf hingewiesen, dass in der Kesselstraße und auf dem Parkplatz des Grimmelshausengymnasiums absolutes Parkverbot herrscht«, sagte Grieshaber. Abgestellte Fahrzeuge würden kostenpflichtig abgeschleppt werden. Ab Samstag, 15. September, sei dann auch die Lange Straße sowie die Bauern- und Kesselgasse gesperrt. »Die Umleitungen zu den Parkhäusern werden ebenfalls ausgeschildert sein«, erläuterte Marlon Grieshaber abschließend.

Das Programm

Mit einem großen Programm feiert die Freiheitsstadt Offenburg ihren Freiheitstag. Die Angebote rund um den Salmen auf einen Blick:

Dienstag, 11. September: Das Museums­café im Ritterhaus serviert von Dienstag, 11. September, bis Samstag, 15. September, Essen und Getränke wie zu Heckers Zeiten.

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Mittwoch, 12. September:

19.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung des Stadtarchivs Offenburg »Erinnert, vergessen, gefeiert« im Salmen.

20 Uhr: Festvortrag »165 Jahre Badische Revolution« von Ernst Otto Bräunche, Direktor des Archivs der Stadt Karlsruhe und Mitglied im Offenburger Salmenbeirat.

Donnerstag, 13. September:

19 Uhr: Kostenlose Abendführung durch die neue Dauerausstellung »Zwischen Revolution und Wirtschaftswunder in Offenburg 1840 bis 1970«.

Samstag, 15. September:

11 Uhr: Öffentliche Führung durch den Salmen.

17 Uhr: Salmengespräch zum Artikel acht der 13 Offenburger Forderungen (gerechte Besteuerung) mit Paul Kirchhof und Gerhard Schick.

ab 19 Uhr: Freiheitshock in der Kesselstraße mit Leckereien, Tanz und Musik. Anschließend folgt ein Fackelzug mit Freiheitsschwur.

Sonntag, 16. September:

ab 11 Uhr: Eröffnet wird der Offenburger Freiheitstag mit einem Kanonenschuss, gefolgt vom Anstich des extra für den Freiheitstag gebrauten Freiheitsbiers und dem historischen Draisinen-Lauf der Radsportgemeinschaft Karlsruhe. Außerdem stehen Barrikadenkämpfe, der Umzug mit historischen Gewändern, eine Graffiti-Aktion sowie der Auftritt des Freiheitschors und vieles mehr auf dem Plan der Organisatoren.

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